VfB Stuttgart

Diese Spieler sind bei Trainer Weinzierl gesetzt

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Borussia Dortmund - VfB Stuttgart 3:1 (09.03.2019). © ZVW/Danny Galm
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Ist mittlerweile ein fester Bestandteil der VfB-Defensive: Innenverteidiger Marc Oliver Kempf.
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Hat erst zwei Saisontore erzielt: Nicolas Gonzalez.
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Vom Leistungsträger auf die Tribüne: Chadrac Akolo.

Stuttgart. Die Bundesliga biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Acht Spielen warten noch auf den VfB Stuttgart. Acht Mal 90 Minuten Zeit, um den 16. Tabellenplatz noch zu verlassen. Ansonsten stehen dem Traditionsclub aus Bad Cannstatt erstmals in der Vereinsgeschichte zwei Relegationsspiele ins Haus. Vor dem Saisonendspurt sind die Rollen im VfB-Kader klar verteilt. Welcher Profi gesetzt und wer aktuell außen vor ist, zeigen wir in unserer Übersicht.   

Es gab Zeiten, da war Holger Badstuber in der Länderspielpause mit der DFB-Auswahl unterwegs. Der gebürtige Memminger trug immerhin 31 Mal das Trikot mit dem Adler auf der Brust. Mittlerweile ist der 30-Jährige in der bundesligafreien Zeit nicht mehr mit der Nationalmannschaft auf Reisen. 2015 spielte er in einem Freundschaftsspiel gegen Australien (2:2) zuletzt für Deutschland. In den Planungen von Bundestrainer Joachim Löw spielt Badstuber schon lange keine Rolle mehr. Ebenso wie bei seinem aktuellen Verein, dem VfB Stuttgart. 

Stuttgarts Cheftrainer Markus Weinzierl hat nach einer langen Experimentierphase ein funktionierendes Kollektiv gefunden. „Die Mannschaft hat verstanden, wie sie jetzt agieren muss“, sagt Weinzierl über die 5-3-2-Grundordung, die seiner Mannschaft vor allem in der Defensive dringend benötigte Stabilität verliehen hat. Die Startelf veränderte der Straubinger in den letzten fünf Spielen lediglich einmal. Die Rollen im VfB-Kader sind also klar verteilt und werden sich auch im Bundesliga-Schlussspurt kaum verändern. Ein Überblick:

Diese VfB-Profis sind gesetzt:

Ron-Robert Zieler: Die unangefochtene Nummer eins. Hat sich nach einigen Wacklern in der Hinrunde stabilisiert und der Mannschaft zum Beispiel in Bremen einen Punkt gerettet. Ein echter Konkurrent fehlt allerdings. Die Ersatzkeeper Alexander Meyer und Jens Grahl sind keine Gefahr für Zielers Stammplatz.

Emiliano Insua: Spielt zwar nicht immer fehlerfrei, aber es fehlt eine Alternative für den Argentinier. Immer mit viel Offensivdrang unterwegs, was die linke Stuttgarter Außenbahn zu einem beliebten Zielobjekt gegnerischer Angriffe werden lässt.

Marc Oliver Kempf: Hatte zu Beginn seiner VfB-Zeit mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, ist aber seit Ende der Hinrunde mit seinem klugen Kopfballspiel und starken Zweikampfwerten ein unverzichtbarer Bestandteil der VfB-Defensive geworden.

Benjamin Pavard: Der Weltmeister hat sein Formtief überwunden. Auf seiner Lieblingsposition im Zentrum der Dreierkette ist der Franzose immer wieder der Turm in der Schlacht. Wird sich in den verbleibenden acht - bzw. sollte es in die Relegation gehen zehn - Spielen im VfB-Dress für das Team zerreißen.

Ozan Kabak: Kam, sah und spielt stark auf. Der Winterneuzugang hat sich direkt einen Stammplatz erkämpft und mit mutigen Dribblings und zwei Kopfballtoren gegen Hannover schon nach acht Spielen in die Herzen vieler VfB-Fans gespielt. 

Andreas Beck: Mehr Routine geht nicht. Verteidigt seine rechte Seite grundsolide und lässt sich mit seiner Erfahrung aus 285 Bundesliga-Spielen durch nichts aus der Ruhe bringen. Dolmetscht zudem für Nebenmann Kabak.

Santiago Ascacibar: Im Dreier-Mittelfeld der Mann fürs Grobe. Grätscht, kämpft und kratzt. Spielerisch nach wie vor mit Luft nach oben - aber dafür gibt's ja Mitspieler. Fehlt allerdings im kommenden Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt gelbgesperrt. Ihn zu ersetzen, wird schwer. 

Gonzalo Castro: Wurde mit einiger Verspätung nun doch noch zum lange erhofften Führungsspieler und ist der Taktgeber im Stuttgarter Maschinenraum. Schlägt gefährliche Standards (drei Vorlagen in den letzten drei Spielen) und spielt viele kluge Pässe.   

Steven Zuber: Die Leihgabe von der TSG Hoffenheim ist der Spieler der Stunde und inzwischen mit fünf Saisontoren der zweitbeste Torschütze der Schwaben. 

Alexander Esswein: Auch der dritte Winterneuzugang des VfB hat sich direkt einen Platz in der ersten Elf erarbeitet. Und zwar durch Aggressivität, Fleiß und Dynamik. Knallt sich emotional in die Zweikämpfe und ist der lange Zeit vermisste "aggressive Leader". Einziges Manko: Noch ohne Tor und ohne Vorlage.

Diese VfB-Profis haben einen Kaderplatz:

Mario Gomez: Der Routinier ist zwar nicht mehr als Stürmer Nummer eins gesetzt, kann mit seiner Erfahrung und Abschlussstärke aber noch zu einem entscheidenden Faktor im Saisonendspurt werden.

Nicolas Gonzalez: Wenn man dem jungen Stürmer aus Argentinien eine Sache nicht absprechen kann, dann ist es sein unbändiger Einsatzwille. Der Abschluss gehört (noch) nicht zu seinen Stärken, was sich auch in seiner mageren Torausbeute (zwei Tore in 22 Spielen) wiederspiegelt. Wegen seines Tempos ist er die erste Alternative zum bulligen Gomez. 

Timo Baumgartl: Wurde zuletzt von den Folgen einer Gehirnerschütterung ausgebremst, kann inzwischen aber wieder mit voller Intensität trainieren. Sollte sich einer der Stamm-Innenverteidiger verletzen oder gesperrt fehlen, ist der U-21-Nationalspieler bereit für eine Rückkehr in die Startelf.

Daniel Didavi: Bekam zuletzt gegen Hoffenheim wieder ein paar Einsatzminuten und zeigte direkt, was er in die Mannschaft einbringen kann. Kreativität, Torgefahr und Ballsicherheit.  "Er ist ein positiver Faktor für mich für die nächsten Wochen", sagt Trainer Weinzierl mit Blick auf den Endspurt.

Christian Gentner: Gentner-Dämmerung im Schwabenland. Der Kapitän der Stuttgarter ist zwar keine Stammkraft mehr, wegen seiner Einstellung und seinem Standing innerhalb der Truppe aber immer noch der Leitwolf des VfB. Auch von der Ersatzbank.

Dennis Aogo: Wadenprobleme zum Ende der Hinsere brachten den 32-Jährigen um seinen Startelfplatz. Zuletzt aber wieder im Kader und gegen Frankfurt einer der Kandidaten für den Platz des gelbgesperrten Ascacibar.

Diese VfB-Profis sind aktuell außen vor:

Holger Badstuber: Die Plätze in der Innenverteidigung sind vergeben - und nachdem Baumgartl wieder fit ist, ist für den ehemaligen Nationalspieler und einen der Top-Verdiener in der Mannschaft oftmals nicht einmal mehr Platz im Spieltagskader.  

Anastasios Donis: Es ist und bleibt eine unendliche Geschichte. Durch Disziplinlosigkeiten, Fehler im mannschaftstaktischen Bereich und eine mangelhafte Einstellung schießt sich der talentierte Grieche immer wieder ins Abseits.

Chadrac Akolo: Nachdem der Kongolese in seinem Premierenjahr noch einer der besten Scorer im VfB-Trikot war, bekommt der 23-jährige Angreifer in dieser Spielzeit kein Bein auf den Boden. In der Rückrunde stand er bislang acht Minuten auf dem Rasen. Hat seine Spritzigkeit und Torgefahr verloren. Das nagt gewaltig am Selbstvertrauen.

Erik Thommy: "Für ihn gibt es in unserem aktuellen System eigentlich keine Position", sagt Trainer Weinzierl. Zudem bekam der gebürtige Ulmer in der Winterpause mit Zuber und Esswein zwei Konkurrenten vor die Nase gesetzt. Ein vetrackte Situation für den 24-Jährigen.

Borna Sosa: Bekam zum Rückrundenstart gegen Mainz (2:3) seine Chance in der Startelf - und hatte im wahrsten Sinne des Wortes einen schweren Stand. Der kroatische U-21-Nationalspieler wählte auf dem seifigem Rasen das falsche Schuhwerk und konnte seine Treter auch in der Halbzeitpause nicht wechseln. Seit dem "Schuh-Gate" spielt er keine Rolle mehr.  

Pablo Maffeo: Nach den Querelen im Winter ist der junge Spanier kompeltt außen vor. Ein Abschied im Sommer erscheint sehr wahrscheinlich. Immerhin durfte sich Maffeo Mitte März abseits des Rasen freuen: Am 13. März wurde der 21-Jährige zum ersten Mal Vater. 


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