VfB Stuttgart

Ein Sturmduo in der Kennenlernphase

Drei-Ligen-Cup VfB Stuttgart - SpVgg Greuther Fürth_0
VfB-Stürmer Mario Gomez hat in dieser Saison noch keinen Pflichtspiel-Treffer erzielt. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Drei Spiele, null Tore, das frühe Pokalaus und noch keine Punkte in der Liga: Es läuft noch nicht rund beim VfB Stuttgart in der neuen Saison. In der Offensive drückt der Schuh - und das obwohl sich die Schwaben in der "Abteilung Attacke" mit Didavi, Castro und Gonzalez verstärkt haben. Doch das neue Stuttgarter Sturmduo Gomez/Gonzalez braucht noch Zeit. 

Gomez kam erst zum Beginn des Trainingslagers aus seinem WM-Urlaub zurück und ist folglich noch nicht bei einhundert Prozent. „Mario hat sich in den letzten Spielen durchbeißen müssen“, sagt VfB-Trainer Tayfun Korkut, „das hatten wir so nicht vor, aber die Zwischenergebnisse in den Spielen haben das nicht zugelassen.“

Korkut: „Es ist noch nicht perfekt“

Neuzugang Gonzalez, der in der Vorbereitung drei Treffer erzielte und zwei Vorlagen lieferte, durfte beim Pokalaus in Rostock (0:2) und der Niederlage in Main (0:1) gemeinsam mit dem ehemalige Nationalstürmer ran. Gegen die Bayern (0:3) saß der 20-Jährige 90 Minuten auf der Bank, Gomez spielte durch.

Zwischen den beiden Stürmern könne es künftig „eine Verbindung“ geben, meint Korkut, bittet aber noch um Geduld: „Es ist noch nicht perfekt, weil sie sich gerade erst kennenlernen. Das ist ganz normal.“ Ein Sturmduo in der Kennenlernphase.

Am vergangenen Freitag beim Drei-Ligen-Cup in Großaspach durften die beiden Angreifer gemeinsam für Unruhe sorgen. Gomez traf doppelt, Gonzalez bestach durch seine umtriebige Spielweise. „Wir wissen, wen wir geholt haben“, sagt Korkut über den jungen Argentinier und ergänzt: „Nico ist ein sehr junger Spieler, der sehr aktiv ist und in Zukunft auch zu Mario passen kann.“

Gomez reist gerne in den Breisgau

Seinen Routinier, der den VfB in der letzten Rückrunde mit acht Toren fast noch in die Europa-League schoss, sieht der Trainer auf einem guten Weg: „Mario wird kommen. In Großaspach hat er den nächsten Schritt gemacht, nicht nur die zwei Tore geschossen, sondern sich auch noch gut bewegt.“

Der umtriebige Gonzalez und der Knipser Gomez. Vor dem Saisonbeginn träumten die VfB-Fans von ihrem neuen Traumduo „Gomzalez“. Noch müssen sich die Anhänger in Geduld üben.

Am nächsten Spieltag im Baden-Württemberg-Derby beim SC Freiburg soll der Knoten endlich platzen. Und Mario Gomez reist besonders gerne in den Breisgau: In seinen bisherigen elf Bundesliga-Partien gegen den SCF erzielte der 33-Jährige zehn Tore – in seinen letzten beiden Gastspielen an der Dreisam traf er jeweils doppelt.

Der VfB ist gegen Freiburg und Düsseldorf in der Pflicht

Nach dem verpatzen Saisonauftakt räumte Gomez ein, das Team sei "mental angeknackst". "Wir dürfen uns jetzt nichts einreden lassen. Das wäre das Schlimmste, was es gibt", warnte der Stürmer nach der 0:3-Pleite gegen Bayern.

Mit Leistung will der ehemalige Nationalstürmer jetzt vorangehen. In den nächsten beiden Duellen mit Freiburg und Aufsteiger Düsseldorf ist der VfB in der Pflicht. Punkte und Tore müssen her.

"Diese Mannschaft hat in der Rückrunde sensationell gut gespielt. Wir haben vielleicht die ersten zwei Spiele zu wenig gemacht, weil wir gedacht haben, es geht so weiter", analysierte Gomez nach dem Bayern-Spiel, "jetzt kommen die Mannschaften, mit denen wir uns messen wollen in der Bundesliga."


Das Runde muss ins Runde

Nicolas Gonzalez durfte am Dienstag beim Fußball-Golf auf der Anlage in Marhördt (Landkreis Schwäbisch Hall) Selbstvertrauen tanken.

Der junge Argentinier belegte beim Foot-Golf-Cup auf einer Neun-Loch-Anlage vor Kapitän Gentner und Holger Badstuber den ersten Platz. Die Teamwertung gewann Sturmpartner Mario Gomez.

Beim Fußball-Golf, das ursprünglich aus Schweden stammt, geht es darum, den (nicht voll aufgepumpten) Ball mit dem Fuß im Loch zu versenken.