VfB Stuttgart

Eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt

VfB Stuttgart Testspiel gegen Lausanne_0
Der VfB Stuttgart und Trainer Hannes Wolf haben im Trainingslager den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt. © Danny Galm

Stuttgart.
66 Punkte haben die Stuttgarter in ihren bisherigen 33 Saisonspielen geholt. Macht zwei im Schnitt pro Spiel. Die Schwaben stellen die beste Offensive der Liga (59 Tore) und haben in der Rückrunde zehn Spiele gewonnen, vier Mal unentschieden gespielt und sich nur zwei Niederlage gefangen. „Diese Ausbeute finde ich beachtlich“, bilanzierte VfB-Coach Hannes Wolf am Freitag vor dem Saisonfinale.

„Haben uns in der Rückrunde noch einmal gesteigert“

Am Sonntag soll mit einem Sieg gegen Würzburg der wirklich aller letzte Schritt auf dem Weg zurück in die Bundesliga gegangen werden. „Als Erster aufzusteigen, die Schale zu bekommen, das ist das große Ziel", so lautet die Zielvorgabe für den Sonntag.

„Natürlich haben wir uns in der Rückrunde noch einmal gesteigert, hatten aber auch ein paar Wellen drin“, blickt Wolf zurück auf die Entwicklung der vergangenen Monate. „Es war ja auch klar, dass wir da nicht so einfach durchgehen.“

„Sind mit viel Demut in die Wintervorbereitung gegangen“

Dem Hinspiel gegen die Würzburger Kickers kurz vor Weihnachten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Mit 0:3 ging der haushohe Favorit am 18. Dezember beim Aufsteiger am Dallenberg baden. Eine Niederlage genau zum richtigen Zeitpunkt? „Das kann man im Nachhinein natürlich immer so sagen, aber in dem Moment haben wir es natürlich überhaupt nicht so empfunden“, so der junge Stuttgarter Cheftrainer am Freitag.

Die Pleite in Unterfranken entfaltete auf jeden Fall ihre Wirkung: „Es hatte zur Folge, dass wir mit viel Demut in die Wintervorbereitung gegangen sind.“ Mit Leidenschaft, Kampfkraft und unbändigem Willen siegte die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach hochverdient gegen den mut- und kraftlosen VfB. Das 0:3 habe seiner Mannschaft noch einmal deutlich vor Augen geführt, „was passiert, wenn wir nicht auf unserem Top-Level spielen.“

Die richtigen Schlüsse gezogen

Trainer und Mannschaft zogen aus der Pleite die richtigen Schlüsse und gingen mit einer „anderen Kultur“ in die Rückrunde. „Vielleicht hätten wir es auch ohne die Niederlage geschafft, aber jetzt im Nachhinein hat es schon etwas Gutes mit uns gemacht.“

Auch personell wurde im Winter noch einmal nachgebessert: Julian Green, Josip Brekalo, Ebenezer Ofori und Jérôme Onguéné verstärkten die Mannschaft. Zudem wurde im Wintertrainingslager an der Algarveküste hart gearbeitet und so der Grundstein für eine erfolgreiche Rückserie gelegt, die nun am Sonntag mit der Meisterschaft in der 2. Liga gekrönt werden soll.