VfB Stuttgart

Einzelkritiken: So haben sich die VfB-Profis gegen Union Berlin geschlagen

Fußball Union Berlin vs. VfB Stuttgart
Wie schon gegen Gladbach mit einem wichtigen Tor: VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic. © Pressefoto Baumann

Sasa Kalajdzic hat dem VfB Stuttgart mit einem Last-Minute-Treffer weitere Hoffnung im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gemacht. Der Österreicher verhalf den Schwaben mit seinem Treffer in der 90. Minute zum 1:1 (1:0) beim 1. FC Union Berlin zu einem wichtigen Punktgewinn. Taiwo Awoniyi (41. Minute) hatte die Eisernen per Handelfmeter in Führung gebracht. Zu einem Sieg im 150. Spiel unter Trainer Urs Fischer reichte es vor 16.509 Zuschauern aber nicht.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion

Florian Müller: Auch an der Alten Försterei mit der mittlerweile gewohnten Unsicherheit bei hohen Bällen. Zudem nicht immer präzise im Aufbau. Ohne Probleme gegen Gießelmann (27.), chancenlos beim Elfmetergegentreffer kurz vor der Halbzeitpause. In Halbzeit zwei dann kaum geprüft - Note: 3,5

Borna Sosa: Trat an diesem Samstag zunächst weder Defensiv noch Offensiv groß in Erscheinung. Erst mit der Umstellung auf eine Dreierkette nach 60 Minuten kamen auch die Qualitäten des Kroaten besser zur Geltung. Und wie schon gegen Gladbach legte er Sasa Kalajdzic einen wichtigen Treffer auf - Note: 2,5

Hiroki Ito: Ein grundsolider Auftritt des Japaners. Kam in der 37. Minute gegen Awoniyi einen Schritt zu spät – doch der Treffer zählte aufgrund einer Abseitsstellung nicht. Ordentliche Zweikampf- (50 Prozent) und starke Passquote (82 Prozent) - Note: 3

Waldemar Anton: Ein paar gute Flugbälle und der unumstrittene Chef im Stuttgarter Abwehrverbund. Häufig Retter in höchster Not. Ein starker Auftritt - Note: 2

Konstantinos Mavropanos: Immer wieder mit einigen Unkonzentriertheiten im Spielaufbau (zehn Fehlpässe). Und mal wieder an einem Gegentreffer direkt beteiligt: Verursachte kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Handelfmeter, den Union-Stürmer Awoniyi eiskalt verwandelte (41.). Musste in Halbzeit zwei angeschlagen vom Platz - Note: 4

Atakan Karazor: Gab auf der Sechserposition den Organisator im Stuttgarter Spiel und zog, wenn es nötig war, auch mal ein Foul, um den Spielfluss der Berliner zu bremsen. Dazu Lückenschließer, fleißiger Zweikämpfer und enorm viel unterwegs (11,68 Kilometer) - Note: 2

Wataru Endo: Stopfte Löcher, führte viele direkte Duell (79 Prozent wurden gewonnen). Zudem per Kopf die beste VfB-Chance im ersten Durchgang (33.). Beeindruckende Passsicherheit (84 Prozent) auf der wichtigen Position im Zentrum. Eben ein echter Leader - Note: 2

Chris Führich: Mann für die Standards. Ansonsten nur wenig Bindung zum Spiel und bei den kantigen Berliner Abwehrspielern meist in guten Händen. Aber immer mit viel Einsatz bei der Sache. Steckte wie alle seine Teamkollegen zu keinem Zeitpunkt auf - Note: 3,5

Tiago Tomas: Mal über rechts, mal über links auf dem Weg in Richtung Berliner Kasten. Einige kluge, tiefe Laufwege. Für Torgefahr sorgen konnte der 19 Jahre alte Portugiese allerdings nur selten. Dazu fehlte ihm die nötige Durchschlagskraft - Note: 4

Omar Marmoush: Gegen robuste Unioner quasi wirkungslos. Einzig eine mutige Volleyabnahme sorgte steht auf seinem Chancen-Zettel (73.) - Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Meist allein auf weiter Flur und häufig mit langen Bällen angespielt, die der Österreicher aufgrund seiner straken Technik immer wieder sichern konnte. In eine gute Abschlussposition kam er erst spät in der Partie. Nachdem er in der 84. Minute frei vor Union-Keeper Rönnow das 1:1 verpasst hatte, war er in der 90. Minute nach einer butterweichen Sosa-Flanke zu Stelle und erzielte den wichtigen Ausgleichstreffer - Note: 2,5

Einwechselspieler

Pascal Stenzel (ab der 59. Minute für Konstantinos Mavropanos): Kam für den angeschlagenen Mavropanos in die Partie, was eine Umstellung auf eine Dreierkette nach sich zog. Verteidigte aufmerksam und solide - Note: 3

Orel Mangala (ab der 59. Minute für Tiago Tomas): Sollte mit seiner Ball- und Passsicherheit mehr Struktur ins Stuttgarter Angriffsspiel bringen, tat sich mit der intensiven Spielweise der Berliner aber zunächst schwer. Fand dann aber in die Partie und war ein wichtiger Faktor beim Punktgewinn an der Alten Försterei - Note: 2,5

Tanguy Coulibaly (ab der 84. Minute für Wataru Endo): ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form