VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum Sieg in Dresden: Darko Churlinov macht spät den Deckel drauf

Fußball  2. Bundesliga  Dynamo Dresden vs. VfB Stuttgart
Durfte gegen Dresden seinen ersten Treffer im VfB-Trikot bejubeln: Winter-Neuzugang Darko Churlinov. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat mit einem mühsamen Auswärtserfolg bei Dynamo Dresden seinen direkten Aufstiegsplatz in der 2. Fußball-Bundesliga gehalten. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo setzte sich am Sonntag glanzlos mit 2:0 (1:0) beim Tabellenletzten durch. Hamadi Al Ghaddioui (18. Minute) und Darko Churlinov (88.) mit seinem ersten Zweitliga-Tor sicherten dem VfB den Zwei-Punkte-Vorsprung vor dem ebenfalls siegreichen Hamburger SV auf dem dritten Platz. Auch der 1. FC Heidenheim bleibt nach einem klaren Heimsieg gegen Erzgebirge Aue als Tabellenvierter im Aufstiegsrennen.

Die Stuttgarter Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Kaum geprüft, ohne Probleme gegen einen Schmidt-Kopfball (43.), sicher bei hohen Bällen. Ein weitestgehend ruhiger Nachmittag für den Schweizer, der insgesamt sehr viel Ruhe ausstrahlte - Note: 3

Clinton Mola: Zeigte in seinem fünften Zweitliga-Spiel eine ordentliche Leistung und wagte sich auch mehr nach vorne. Prompt lieferte er die Vorarbeit für Al Ghaddioui (18.). In der Defensive aber immer noch mit dem einen oder anderen Stellungsfehler, den die Dresdner allerdings nicht für sich nutzen konnten - Note: 3

Marc Oliver Kempf: Ein starkes Startelf-Comeback des Stuttgarter Kapitäns. Kompromiss- und schnörkellos in der Zweikampfführung, gutes Stellungs- und Kopfballspiel. Sorgte so dafür, dass die Schwaben die absolute Lufthoheit hatten - Note: 2

Marcin Kaminski: Hat sich in der VfB-Abwehrkette festgespielt, ohne größere Probleme gegen über weite Strecken harmlose SGD-Angreifer. Hielt den Laden ohne zu glänzen zusammen und konnte einmal mehr mit seinem sicheren Passspiel (93 Prozent) überzeugen - Note: 2

Pascal Stenzel: In der Anfangsphase immer wieder mit Problemen gegen den flinken Donyoh, steigerte sich aber mit zunehmender Spieldauer und agierte offensiv deutlich mutiger als zuletzt - Note: 3

Gonzalo Castro: Nach seinem Siegtreffer gegen den HSV zurück in der Startelf und dort sehr präsent. Gute Impulse fürs Offensivspiel, viele kluge Pässe und Bewegungen. Einziges Manko an diesem Sonntag: die harmlosen Standards. Rückte nach der Auswechslung von Stenzel auf die Rechtsverteidigerposition - Note: 2,5

Wataru Endo: Der Staubsauger vor der Abwehrkette, gute Körpersprache in den direkten Duellen, sicheres Passspiel und gewohnt viel unterwegs (10,9 Kilometer) - Note: 3

Orel Mangala: War für seine Bewacher nur selten zu packen und kaum vom Ball zu trennen. Vor dem 1:0 behauptete er sich stark und setzte Mola auf dem Flügel in Szene. Passquote: 89 Prozent. Ein guter Auftritt des jungen Belgiers - Note: 2

Philipp Förster: Ein schlimmer Fehlpass in der Anfangsphase blieb folgenlos (4.). Spielte eine ordentliche, aber unauffällige Partie. Kaum erfolgreiche Dribblings, dafür aber eine gute Zweikampf- (67 Prozent) und Passquote (84 Prozent) - Note: 3,5

Nicolas Gonzalez: Durfte an diesem Spieltag von Anfang an über die linke Außenbahn stürmen. War bemüht, holte zahlreiche Freistöße raus, blieb an diesem Spieltag allerdings zum ersten Mal nach der Corona-Pause ohne eigenen Treffer. Arbeitete stark mit nach hinten (Zweikampfquote 89 Prozent) - Note: 2,5

Hamadi Al Ghaddioui: Bekam erneut den Vorzug vor Mario Gomez und jagte aus der Drehung seinen ersten Torabschuss direkt in die Dresdner Maschen. Sicherte viele lange Bälle und band immer mehrere Dynamo-Verteidiger. In der zweiten Halbzeit tauchte er dann ab  - Note: 2,5

Philipp Klement (ab der 57. Minute für Pascal Stenzel): Durfte nach seiner Einwechslung in der Zentrale ran und sollte von dort aus das schwäbische Offensivspiel ankurbeln. Das gelang nur bedingt. Einen Freistoß aus aussichtsreicher Position setzte er in die Mauer (74.). Immerhin lieferte er mit einer Volleyabnahme, die SGD-Keeper Broll nicht festhalten konnte, für die Vorarbeit zum 2:0 - Note: 3

Darko Churlinov (ab der 57. Minute für Philipp Förster): Der 19-jährige Winter-Neuzugang aus Köln durfte wie schon gegen den HSV für die letzte halbe Stunde auf den Platz. Kämpfte, grätschte und machte in der 88. Minute mit seinem ersten Treffer im VfB-Trikot spät den Deckel drauf - Note: 2

Atakan Karazor (ab der 67. Minute für Orel Mangala): Konnte die Partie nach seiner Hereinnahme durch sein sicheres Passspiel (92 Prozent) sichern - Note: -

Silas Wamangituka (ab der 67. Minute für Nicolas Gonzalez): Ohne nennenswerte Aktion - Note: -

Sasa Kalajdzic (ab der 89. Minute für Hamadi Al Ghaddioui): ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form