VfB Stuttgart

«Es gibt Luft nach oben»: Wo VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo Verbesserungsbedarf sieht

Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo
Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo will wie gewohnt die Ruhe bewahren. Zufrieden aber ist der Coach mit seinem VfB Stuttgart vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) und den folgenden wegweisenden Bundesliga-Partien nicht ganz. «Es gibt Luft nach oben», räumte der 43-Jährige am Dienstag ein. Es gebe ein paar Themen, «die uns begleiten, die wir immer wieder ansprechen und trainieren, damit wir wieder in eine Form kommen, dass wir nicht nur defensiv überzeugen, sondern auch bei eigenem Ballbesitz.»

Die Personalprobleme reißen nicht ab

Dass auch vor der Zweitrundenpartie die Personalprobleme nicht abreißen, macht die erhoffte spielerische Entwicklung ebenso wenig leichter wie den angestrebten Achtelfinaleinzug. Dass Stammtorhüter Florian Müller nach seiner Corona-Infektion zwar wieder im Training, aber gegen den Bundesligarivalen aus Köln noch keine Option ist, vergaß der Trainer im ersten Moment bei seiner Aufzählung.

Fabian Bredlow hatte Müller schon in den vergangenen zwei Bundesliga-Partien ordentlich ersetzt und kam zum Pokal-Auftakt beim lockeren 6:0 bei BFC Dynamo zum Einsatz. Die Torhüterposition ist kein Problem. Dass Waldemar Anton womöglich weiter fehlen wird, dürfte schwerer wiegen. Ob der Abwehrchef wieder einsatzbereit ist, ließ Matarazzo ebenso noch offen wie die Einsatzchancen von Roberto Massimo und Erik Thommy. Alle Drei zählten ebenfalls zu den Profis, die beim VfB zuletzt positiv getestet worden waren. Angreifer Omar Marmoush steht zudem wegen seines Schlags auf das Syndesmoseband wieder nicht zur Verfügung.

Wahid Faghir in die Startelf?

«Ich bin kein Trainer, der irgendetwas auf die Spieler schieben möchte, die nicht da sind», sagte Matarazzo, dem auch noch die Ausfälle der Langzeitverletzten Sasa Kalajdzic und Silas Katompa Mvumpa zu schaffen machen. «Die Spieler, die da sind, sollen an unsere Leistungsgrenze kommen, defensiv genauso wie offensiv, damit wir schlagkräftig werden.»

Mittelfeldspieler Philipp Förster, der erkrankt war, schickte er zum Regionalliga-Team, um am Dienstagabend gegen den FSV Frankfurt Spielpraxis zu sammeln. «Damit er auf ein Leistungsniveau kommt, wo wir ihn gerne haben wollen», begründete Matarazzo. Von Flügelspieler Tanguy Coulibaly forderte er, mehr Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Und bei Wahid Faghir steht für ihn noch ein Fragezeichen hinter der notwendigen Fitness für eine Startelf-Premiere.

Dank des 18-Jährigen und der Moral war der VfB in Unterzahl im letzten Moment zu einem 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin gekommen. Spielerisch für sich werben konnten die Schwaben nicht. Bei diesem Mittwochabend-Spiel werden sie voraussichtlich von ein paar Tausend Fans weniger und einem nicht einmal zur Hälfte gefüllten Stadion unterstützt. 25 000 Fans, darunter 1200 Kölner, werden erwartet, wie der Club mitteilte.

Am Sonntag geht's nach Augsburg

Den Kölnern hatte am Sonntag Torjäger Anthony Modeste nach einem 0:2 ein 2:2 gegen Bayer Leverkusen gerettet. Nach dem Pokal-Spiel bleibt nur wenig Zeit bis zu wegweisenden Bundesliga-Spielen. Am Sonntag folgt das Auswärtsspiel beim FC Augsburg, anschließend erwartet der VfB am 6. November Arminia Bielefeld. Es sind zwei Clubs, die hinter dem VfB und auf einem Abstiegsplatz stehen.