VfB Stuttgart

Es knistert im Ländle

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Rund 3000 VfB-Fans werden ihren Verein am Sonntag nach Karlsruhe (Sonntag, 13:30 Uhr/ZVW-Liveticker) begleiten. © Danny Galm

Stuttgart.
Dieses Spiel elektrisiert die Fanlager: Karlsruhe gegen Stuttgart, KSC vs. VfB, Blau vs. Rot, Baden gegen Schwaben. Die Stimmung vor dem Landes-Duell ist aufgeheizt - es knistert im Ländle. Vor dem für die Fans wohl wichtigsten Spiel des Jahres (Sonntag, 13:30 Uhr/ZVW-Liveticker) bemühen sich beide Seiten etwas Druck aus dem Kessel zu nehmen.

Das 30.000 Zuschauer fassende Karlsruher Wildparkstadion ist ausverkauft. 3000 VfB-Fans werden ihre Mannschaft ins rund 70 Kilometer entfernte Karlsruhe begleiten. Der VfB hätte locker das Fünfache an Karten verkaufen können. Auf ihrer Website veröffentlichten der KSC und der VfB nun vorab ein Doppelinterview mit ihren Teammanagern Günther Schäfer (VfB) und Burkhard Reich (KSC).

"Keine Kinder von Traurigkeit"

Auf dem Platz standen die beiden Abwehrrecken in den 90er Jahren, kreuzten allerdings nur selten die Klingen. Was wohl auch gut so war: "Auf dem Platz selbst kam es zwischen uns nur selten zum direkten Duell – zum Glück, muss man wohl sagen, denn wir beide waren sicherlich keine Kinder von Traurigkeit", berichtet VfB-Teammanager Günther Schäfer lachend.

Konzentration auf das Wesentliche

Vor dem ersten Aufeinandertreffen des VfB und des KSC seit sieben Jahren bemühen sich die beiden um Deeskalation. "Es ist unheimlich wichtig, dass sich alle Beteiligten auf das Wesentliche, also auf das sportliche Geschehen konzentrieren. Der Kampfgeist sollte sich ausschließlich auf dem Platz widerspiegeln und nicht im Umfeld", so Günther Schäfer.

Burkhard Reich pflichtet seinem Pendant bei: "Ich wünsche mir und hoffe, dass die Emotionen ausschließlich auf dem Platz hochkochen, dass wir dort ein emotionsgeladenes Spiel mit hoffentlich vielen Toren erleben."

"Derby-Stimmung auf den Rängen"

Der ehemalige VfB-Profi Thomas Hitzlsperger stand beim bisher letzten Aufeinandertreffen in der Saison 2008/2009 auf dem Platz und erinnert sich: „Ausverkauftes Stadion, prickelnde Flutlichtatmosphäre und echte Derby-Stimmung herrschte auf den Rängen, schon während sich die Mannschaften aufgewärmt haben.“ Hitzelsperger saß zunächst auf der Bank und kam kurz vor dem Ende ins Spiel. Am Ende siegte der VfB in Karlsruhe mit 2:0 durch die Tore von Elson und Sami Khedira.

Auch der gebürtige Bayer Thomas Hitzlsperger misst den dem Derby eine ganz besondere Bedeutung bei: „Die Intensität auf dem Platz und auf den Rängen ist deutlich höher als bei einem "normalen" Spiel." Bei all der Emotionalität ruft aber auch Hitzelsperger zur Besonnenheit auf: "Entscheidend bei aller Emotion ist aber, dass sich alles in friedlichen Bahnen abspielt. Sportliche Rivalität darf nie dazu führen, dass der Fairplay-Gedanke auf der Strecke bleibt. Ich wünsche mir ein friedliches Derby."