VfB Stuttgart

Esswein und Zuber sind heiße Startelf-Kandidaten

VfB-Neuzugang Steven Zuber_0
Könnte am Samstag gegen Mainz sein VfB-Debüt feiern: Neuzugang Steven Zuber. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Der VfB Stuttgart steckt vor dem Rückrundenauftakt einmal mehr in einer schweren Krise. Trainer Markus Weinzierl setzt auf eine Führungsriege, um den Abstieg zu vermeiden. Auch die beiden bisherigen Winterneuzugänge sind heiße Startelf-Kandidaten. Geht sein Plan auf?

Als Führungskraft im Abstiegskampf zählt VfB-Trainer Markus Weinzierl auch Marc Oliver Kempf auf. Der junge Verteidiger gehört zu der Achse, die bei den Stuttgartern vorangehen soll und die am Samstag (15.30 Uhr / ZVW-Liveticker) beim wichtigen Rückrundenauftakt gegen den FSV Mainz 05 besonders in der Pflicht steht. Das Gerüst in der über Monate verunsicherten Elf des Drittletzten der Fußball-Bundesliga bilden aus Weinzierls Sicht zudem Ron-Robert Zieler (29 Jahre), Christian Gentner (33), Dennis Aogo (32) und Mario Gomez (33).

Kempf hat sich Weinzierls Vertrauen erarbeitet

"Diese Fünf haben die Fähigkeiten, das Ganze zu stabilisieren. Es kennzeichnet eine Achse, dass sie das Ganze trägt, das ist die Aufgabe", sagte Weinzierl am Donnerstag und forderte die Führungscrew auf, ihre Qualitäten in dieser Rolle auch umzusetzen.

Seine Achse, das sind die Nummer eins im Tor, ein Verteidiger, zwei Mittelfeldspieler und der Torjäger. Zieler wurde 2014 Weltmeister, Gentner ist Kapitän. Gomez hat über Jahre, Aogo in einem Dutzend Länderspielen Erfahrungen in der Nationalelf gesammelt. Es sind alles routinierte Kräfte - außer Kempf (23). "Ich glaube, dass uns seine Zweikampfstärke gut tut. Er ist jemand, der den Mund aufmacht, wenn ihm etwas nicht passt", lobte Weinzierl den früheren Freiburger.

In den Wochen vor der Winterpause hat sich der Abwehrspieler das Vertrauen von Weinzierl und seinen Mitspielern beim VfB Stuttgart erarbeitet. Kempf ist der einzige in der Führungsriege, der erst vor der Saison zum Kader stieß und der bisher einzige Neuzugang aus dem vergangenen Sommer, der überzeugt.

Auch Daniel Didavi will ein "Fixpunkt" sein

Gonzalo Castro? Daniel Didavi? Von ihnen war eher eine Anführerrolle erwartet worden. Doch der eine (Castro) wirkte über die gesamte Hinrunde nicht so, als wäre er in Stuttgart angekommen. Der andere (Didavi) kämpfte mit seinen Achillessehnenproblemen. "Wenn ich fit bin, dann werde ich auch ein Fixpunkt sein", sagte Didavi.

In der Hinserie schwächelten auch Führungsspieler. Mit dem 0:1 in Mainz hatte die enttäuschende erste Halbserie begonnen. Es sind verpasste Punkte gegen einen vermeintlich schlagbaren Gegner, denen der VfB noch Monate später nachtrauert. Sieben Zähler haben die Mainzer als 12. vor dem Rückrundenauftakt mehr.

"Die Mannschaft muss verstehen, dass wir in jedem Spiel 110 Prozent brauchen, dass wir immer an die Leistungsgrenze gehen müssen, dass wir uns steigern müssen", forderte Weinzierl. Seine Devise: Wenn die Führungsspieler ihre Leistungen optimieren, helfen sie jedem Einzelnen und die gesamte Mannschaft hebt ihr Niveau an.

Die Neuzugänge Zuber und Esswein sind Startelf-Kandidaten

Dabei soll auch der Konkurrenzkampf helfen. Anders als vor der Winterpause haben die Schwaben vor dem Start in die Rückrunde kaum Verletzungssorgen. Außer dem französischen Weltmeister Benjamin Pavard, nach seinem Muskelbündelriss noch in der Aufbauphase, stehen alle Spieler bereit. Den Abschied des Franzosen zum FC Bayern im kommenden Sommer fangen die Stuttgarter auch mit der Verpflichtung des erst 18 Jahre alten Verteidigers Ozan Kabak von Galatasaray Istanbul auf. Der mit mutmaßlich elf bis zwölf Millionen Euro teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte ist mit einem Vertrag bis 2024 eine Investition in die Zukunft, soll aber auch in der Rückrunde weiterhelfen.

Die beiden Leihspieler Alexander Esswein und Steven Zuber sind schon im Heimspiel gegen Mainz heiße Kandidaten für die Startelf und sollen mit ihrem Tempo Schwächen in der Offensive beheben und Gomez mehr in Szene setzen. "Der Start ist wichtig, da sind wir uns alle einig", sagte der Coach.


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