VfB Stuttgart

Ex-VfB-Spieler Kevin Großkreutz wechselt zum KFC Uerdingen

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Der VfB Stuttgart hat auch den drei beteiligten Jugendspielern in der Affäre um Kevin Großkreutz einen Denkzettel verpasst. © Danny Galm

Krefeld. 2014 stand Kevin Großkreutz beim WM-Triumph Deutschlands noch im Konfetti-Regen. Nun setzt der 29-Jährige seine Karriere unterklassig fort.

Von der großen Fußball-Bühne in die Provinz: Vier Jahre nach dem deutschen WM-Triumph in Brasilien ist Kevin Großkreutz in der Drittklassigkeit angekommen. Er wird künftig für den KFC Uerdingen spielen. Der 29-Jährige wechselt vom Zweitligisten Darmstadt 98 nach Krefeld und erhält beim Drittliga-Aufsteiger einen Dreijahresvertrag.

"Für uns zählt weniger der Name als die spielerische Qualität, die Kevin Großkreutz mitbringt", sagte Uerdingens Geschäftsführer Nikolas Weinhart. "Er wird die Mannschaft sicher noch einmal enorm verstärken."

Beim KFC spielt unter anderem auch der ehemalige Bundesligaprofi Maximilian Beister. Uerdingen hatte bereits 2009/2010 als Niederrhein-Ligist für Furore gesorgt, als der Club den einstigen Bundesliga-Torschützenkönig und Double-Gewinner Ailton verpflichtete.

Großkreutz ist wieder so ein großer Name. Der Profi hat insgesamt 186 Bundesliga-Spiele absolviert und wurde mit Borussia Dortmund zweimal Meister und einmal DFB-Pokalsieger. 2015 wechselte er vom BVB zu Galatasaray Istanbul, wo er nie spielte. Dann ging es zum VfB Stuttgart und 2017 zu Zweitligist Darmstadt 98, wo er noch einen Vertrag bis 2021 hatte.

Uerdingens Aufstieg war von großen Turbulenzen begleitet. Das Playoff-Rückspiel bei Waldhof Mannheim war wegen Fan-Ausschreitungen abgebrochen und zugunsten von Uerdingen gewertet worden. Dann überprüfte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Club, weil bei der Lizenzvergabe die geforderte Liquiditätsreserve möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist eingegangen sei.

Geldgeber Michail Ponomarew hatte betont, dass alles korrekt verlaufen und das Geld sogar zweimal überwiesen worden sei. Ponomarew hatte damit gedroht, sein Engagement zu beenden, falls die Lizenz nicht erteilt worden wäre. Nun rüstet der einstige Bundesligist, der als Bayer Uerdingen 1985 den DFB-Pokal gewann, mächtig auf.