VfB Stuttgart

Florian Klein nach Israel?

VfB-Training vor dem Heimspiel gegen Aue, 03.05.2017_1
VfB-Training vor dem Heimspiel gegen Aue, 03.05.2017 © Danny Galm

Stuttgart.
Fest steht: Abwehrspieler Florian Klein wird den VfB Stuttgart nach dieser Saison verlassen. Der Vertrag des Österreichers wird nicht verlängert. Doch wohin es den 30-Jährigen zieht, ist noch offen.

Maccabi Haifa ist "sehr interessiert"

Laut seinem Berater Maximilian Hagmayr gibt es aktuell drei Anfragen für seinen Mandanten. Gute Chancen soll der israelische Erstligist Maccabi Haifa haben. Nach einem Bericht des israelischen TV-Senders Sport 5 sind die Rahmenbedingungen für den Vertrag bereits abgesteckt: Beim zwölffachen israelischen Meister soll Klein pro Jahr 350.000 Euro verdienen.

"Es stimmt, dass Maccabi Haifa sehr an Florian interessiert ist - und ein seriöser Ansprechpartner ist, mit dem wir in Kontakt stehen", bestätigte Berater Hagmayr gegenüber nachrichten.at.  

Laut Sport 5 wird Florian Klein demnächst nach Israel reisen, um sich dort das Klubgelände und die Stadt anzuschauen. Für den österreichischen Nationalspieler wäre es der erste außereuropäische Wechsel seiner Karriere. Vor seinem Engagement in Stuttgart stand er in Salzburg, Wien und Linz unter Vertrag.

Pavard nutzte die Gunst der Stunde

In seiner Zeit beim VfB Stuttgart (2014-2017) war Klein lange Zeit als Rechtsverteidiger gesetzt. In der Winterpause der Vorsaison landete der Abwehrspieler dann plötzlich auf dem Abstellgleis. Dann verpflichtete der damalige Manager Robin Dutt Kevin Großkreutz. Gleichzeitig eröffnete Dutt Kleins Berater Hagmayr im Trainingslager in der Türkei, dass es für seinen Mandanten fortan wohl keine Verwendung mehr gebe.

Unter Jos Luhukay erkämpfte sich Klein zu Beginn dieser Saison trotzdem noch einmal einen Platz in der Stammelf, verlor diesen allerdings wieder unter Hannes Wolf. Nach der Trennung von Kevin Großkreutz nutze der junge Franzose Benjamin Pavard die Gunst der Stunde und spielte sich auf Kleins Stammposition durch gute Leistungen fest. Anfang des Jahres verständigten sich Kleins Berater und Sportvorstand Schindelmeiser darauf, dass Kleins auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.

"Sehr ans Herz gewachsen"

Klein wäre gern geblieben erklärte Berater Hagmayr gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Der Verein sei ihm „sehr ans Herz gewachsen“. Bevor Florian Klein nun nach der Saison seine Zelte am Wasen abbricht und womöglich ein neues Kapitel im fernen Israel aufschlägt, beschenkte er die VfB-Fans noch mit einem seiner wenigen Treffer (vier Treffer in 77 Spielen).

In Nürnberg schoss Klein den VfB in der 91. Minute zum 3:2-Sieg über die Franken. Sein erstes Saisontor und womöglich sein wichtigstes Tor für die Stuttgarter.