VfB Stuttgart

"Friedlich und 2:0 für den VfB"

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Benjamin Layer, der Vorsitzende des VfB-Fanclubs "Weiß-Rote Schwoba Leutenbach", hofft für den Sonntag auf ein friedliches Derby und einen VfB-Sieg. © Danny Galm

Winnenden.
Allen Giftpfeilen, die in den Wochen vor dem Derby zwischen Karlsruhe und Stuttgart hin und herflogen, zum Trotz, freut sich Benjamin Layer auf das Spiel am Sonntag (13:30 Uhr/ZVW-Liveticker). Im Interview mit ZVW.de spricht der Vorsitzende des VfB-Fanclubs "Weiß-Rote Schwoba Leutenbach" über die Stimmung vor dem "Spiel der Spiele" und die Rivalität zwischen den beiden Vereinen:

Guten Tag Herr Layer, mit welchen Gefühlen blicken Sie voraus auf das Derby gegen den KSC am Sonntag?

Derbys sind ja immer gut, davon lebt der Fußball. Rivalität und Schmähgesänge muss es geben, das gehört einfach dazu. Beim Fußball sind aber auch ältere Menschen, Kinder und Behinderte im Stadion und dann muss immer an erster Stelle stehen, dass alles friedlich abläuft. 

Wie haben Sie die Provokationen in den Wochen vor dem Derby empfunden?

Nochmal: Es ist toll, dass es Derbys gibt. Am Wochenende geht es ja auch im Ruhrgebiet beim Spiel Schalke gegen Dortmund ordentlich rund. Das Spiel hat eine ähnliche Brisanz, wie hier bei uns der VfB gegen den KSC. Bei all der Rivalität gibt es aber auch Grenzen, die nicht überschirtten werden dürfen. Diese Grenzen wurden bei den letzten Duellen schon einige Male überschritten. Auch das letzte Spiel in Stuttgart wurde ja immer wieder unterbrochen. Ich habe es jetzt gar nicht so genau mitbekommen, was auf diesen Plakaten stand….

…"Tod dem VfB" zum Beispiel, oder ein Aufruf zur "Schwaben-Jagd"…

…das ist natürlich völlig überzogen. Ich weiß nicht wer das aufgehängt hat und aus welchen Gruppierungen diese Provokationen kommen. Auf unserer Welt passiert zurzeit so viel Schlimmes und ich denke mir dann immer: Es ist nur Fußball - Rivalität hin oder her. Es sollte alles immer im Rahmen bleiben. Ich habe diese ganze Geschichte rund um die Plakate gar nicht so verfolgt. Ich blende das auch bewusst ein bisschen aus. Viel mit Fußball hat das ohnehin nicht zu tun.

Fährt überhaupt jemand aus ihrem Fanclub am Sonntag zum Spiel?

Ja, es gibt einige die am Sonntag nach Karlsruhe fahren. Die Nachfrage nach Tickets für das Derby war trotz der Brisanz enorm. Bei uns gab es auch einige, die hin fahren wollten, aber keine Karten mehr bekamen. Mit Kindern fährt aber niemand nach Karlsruhe. Die wurden dann doch abgeschreckt.

Hat sich die Rivalität zwischen den beiden Fanlagern im Laufe der Jahre verändert?

Ich glaube das war schon immer so. Heutzutage bekommt man das alles über die sozialen Medien nur viel besser mit. Auch können solche Aktionen über Facebook, Whats App und Co. viel besser organisiert werden. Man erhöht die Reichweite und kann dementsprechend auch viel mehr Leute mobilisieren.

Unabhängig von all der Brisanz abschließend der Blick auf das Sportliche: Ist der VfB am Sonntag der Favorit?

Ja klar (lacht). Das Spiel ist natürlich für alle Stuttgarter das Spiel der Spiele in dieser Liga. Das muss einfach gewonnen werden und ich bin mir auch sicher, dass die Mannschaft am Sonntag die entsprechende Einstellung auf den Platz bringen wird. Es sind ja unter der Woche einige Spieler nicht mit nach Gladbach gefahren – der Fokus des Vereins wurde enorm auf das Derby gelegt. Das wichtigste Ziel in dieser Saison ist natürlich der Aufstieg. Wichtiger noch, als der Derby-Sieg. Der VfB muss wieder hoch in die Bundesliga.

Ihr Tipp, wie geht’s am Sonntag aus?

Zuerst einmal hoffe ich, dass das Spiel beendet werden kann. Das Spiel soll friedlich ablaufen und dann hoffe ich gewinnt der VfB mit 2:0.