VfB Stuttgart

Ginczek: "Terodde ist unantastbar"

VfB Stuttgart gegen 1.FC Union Berlin VfB Stuttgart gewann 3:1 in der Mercedes Benz Arena in Stuttgart_17
Der VfB Stuttgart ist nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Union Berlin voll auf Kurs in Richtung Bundesliga. © Danny Galm

Stuttgart.
122 Minuten braucht Stuttgarts Torjäger Simon Terodde für ein Tor. In 28 Spielen hat der Toptorjäger der Liga bereits 20 Mal eingenetzt. 13 Mal erzielte er das wichtige Führungstor für seinen VfB. Und genau diese beeindruckenden Zahlen sind der Grund dafür, dass sich Teroddes Sturmpartner Daniel Ginczek aktuell mit der Jokerrolle begnügen müssen.

Als Joker ungemein wertvoll

"Simon ist unantastbar, spielt hervorragend und ist sehr wichtig für die Mannschaft", so Ginczek am Donnerstag im Kicker. Mit Terodde harmoniert der 26-Jährige zwar auf und neben dem Platz prächtig, aber er ist für Trainer Hannes Wolf in seiner Rolle als Joker ungemein wertvoll.

Immer nach etwa einer Stunde brachte Hannes Wolf in den letzten Partien seinen zweiten Sturmtank. Erst dann wurde der selbsternannte „Ochsensturm“ auf die müden gegnerischen Abwehrreihen losgelassen. Und das funktioniert prächtig.

"Haben sehr davon profitiert, ihn einwechseln zu können“

Zuletzt zu beobachten beim wichtigen 3:1-Sieg über Union Berlin: Die „Eisernen“ waren nach der Pause zum 1:2-Anschlusstreffer gekommen und Hannes Wolf wechselte mutig, brachte Ginczek und der Angreifer traf nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung zum vorentscheidenden 3:1. "Wir haben gegen Union Berlin sehr davon profitiert, ihn einwechseln zu können", so Wolf über Ginczeks Jokerrolle.

Natürlich würde auch Daniel Ginczek gerne immer von Anfang an spielen. "Darauf arbeite ich wieder hin", erklärte Ginczek gegenüber dem Kicker.

Spielentscheider von der Ersatzbank

Gegen die SpVgg Greuther Fürth wagte Hannes Wolf das Experiment und brachte Terodde und Ginczek gemeinsam von Beginn an. Doch das Experiment verlief wenig erfolgreich. Der VfB verlor mit 0:1, Ginczek fühlte sich in seiner Rolle auf der linken Außenbahn sichtlich unwohl und so musste sich der zweifache Familienvater in den darauffolgenden Spielen wieder mit einem Platz auf der Ersatzbank zufrieden geben.

Zu wertvoll ist der bullige Angreifer - der aufgrund einer langen Verletzungspause in dieser Saison erst zwei Mal traf - in seiner Rolle als Edeljoker. Wenig spricht dafür, dass Coach Wolf in den verbleibenden vier Saisonspielen nochmals auf eine Doppelspitze setzen wird.

Zu wichtig sind Teroddes Tore für die Schwaben und so muss sich Daniel Ginczek bis auf Weiteres mit seiner Rolle als Spielentscheider von der Ersatzbank abfinden. Damit hat der 26-Jährige allerdings überhaupt kein Problem und richtet den Blick nach vorne: "Schauen wir mal, was die neue Saison bringt. Dann werden die Karten neu gemischt. Aber erst einmal müssen wir aufsteigen. Dafür stellen wir alle unsere Egos nach hinten."