VfB Stuttgart

Gregor Kobel erwischt einen Sahnetag, Wataru Endo als Doppeltorschütze: Die Einzelkritiken zum 5:1-Sieg des VfB gegen Schalke

Fußball VfB Stuttgart vs. FC Schalke 04
Gregor Kobel jubelt nach seinem gehaltenen Elfmeter eher verhalten, Dinos Mavropanos und Waldemar Anton ist die Freude mehr anzusehen. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel gegen den FC Schalke 04 verdient mit 5:1 gewonnen. Damit stehen die Schwaben nun mit 32 Punkten auf einem soliden Mittelfeldplatz und bauen den Abstand zum Keller weiter aus. Neben Gregor Kobel, der ein ums andere Mal überragend parierte, wusste vor allem der Doppeltorschütze Wataru Endo zu überzeugen.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Gregor Kobel: Hatte gegen Schalke gleich nach fünf Minuten mehr zu tun, als in 90 Minuten gegen Köln: Der Schlussmann rettete mit einer Glanztat den frühen Rückstand gegen Amine Harit. Parierte in der 72. Minute einen Elfmeter und war auch sonst glänzend aufgelegt. Beim 1:3 chancenlos - Note: 1,5

Marc Oliver Kempf: Der 26-jährige hatte seine linke Seite voll im Griff, gewann überragende 85 Prozent seiner Zweikämpfe. Schaltete wie seine Kollegen in Halbzeit zwei einen Gang zurück, musste in der 75. Minute verletzt vom Platz - Note: 2,5

Waldemar Anton: War gegen desolate Schalker kaum gefordert. Hatte einen perfekten Nachmittag, gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 84 Prozent seiner Bälle an den Mann - Note: 1,5

Dinos Mavropanos: Auch der junge Grieche hatte einen ruhigen Nachmittag, war in der Stuttgarter Dreier-Kette aber der schwächste Part. Hat nach wie vor Probleme im Spielaufbau, haut sich dafür voll in die Zweikämpfe - Note: 3

Borna Sosa: Macht der junge Kroate so weiter, wird er noch der beste Vorbereiter der Bundesliga. Vor dem 1:0 trat der Linksfuß die Ecke, beim 3:0 flankte er punktgenau auf Sasa Kalajdzic. Damit hat er nun sieben Assists in den letzten sieben Spielen. Verzichtete gegen anfänglich harmlose Schalker aber fast komplett auf den Rückwärtsgang – was in Halbzeit zwei fast bestraft worden wäre - Note: 2

Wataru Endo: Der Japaner trat gegen die Schalker in einer ungewohnten Rolle auf: nämlich als Torschütze. Der Sechser erzielte gegen desolat verteidigende Gäste je nach einer Ecke seine ersten beide Bundesliga-Treffer (10./26.). In seiner Paradedisziplin war Endo aber überraschend schwach: Der Mittelfeldspieler gewann nur 17 Prozent seiner Zweikämpfe. Ein kleiner Makel in einem sonst perfekten Nachmittag - Note: 1,5

Orel Mangala: Der junge Belgier erwischte wie schon gegen Köln einen schwachen Tag. In Halbzeit eins wurde er kaum gefordert, im zweiten Durchgang schaffte er es zu selten, sich den anrennenden Schalkern in den Weg zu stellen. Ein unauffälliger Auftritt - Note: 3,5

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Gonzalo Castro: Bereitete mit einem Eckball das 2:0 durch Wataru Endo vor. Hatte ansonsten einen ereignisarmen Nachmittag, solides Passspiel (81 Prozent angekommene Pässe), aber schwache und zögerliche Zweikampfführung - Note: 4

Silas Wamangituka: Der quirlige Kongolse sorgte für viel Alarm auf der rechten Seite, Sead Kolasinac musste den Stuttgarter ein ums andere Mal davonziehen lassen. Sein Solo hätte in der 20. Minute einen Elfmeterpfiff verdient, der Pfiff blieb aber aus. Baute in Halbzeit zwei stark ab - Note: 3,5

Philipp Förster: Wie schon gegen Köln durfte der lauffreudige Offensivspieler hinter Sasa Kalajdzic starten. War gewohnt viel unterwegs, wusste trotz schwachem Gegner aber nicht zu überzeugen. Überraschend schlechte Zweikampfquote (12 Prozent gewonnene Zweikämpfe) gegen desolate Schalker - Note: 4

Sasa Kalajdzic: Dem jungen Österreicher gelang gegen Köln der goldene 1:0-Siegtreffer, dementsprechend stand er auch gegen Schalke in der Startelf. Belohnte sich mit seinem elften Saisontor, das er mit einem schönen Kopfball erzielte - Note: 2,5

Daniel Didavi (ab der 62. Minute für Philipp Förster): Belohnte sich in der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Schlenzer in den linken Winkel. Das Tor wird dem Routinier gut tun, der zuletzt etwas auf das Abstellgleis rückte - Note: 2,5

Philipp Klement (ab der 62. Minute für Gonzalo Castro): Zeigte in der 88. Minute, was in seinem linken Fuß steckt, schweißte den Ball ins linke Toreck. Sein Premierentreffer im VfB-Trikot - Note: 2,5

Pascal Stenzel (ab der 76. Minute für Marc Oliver Kempf): Machte seinen Job solide, musste aber auch nicht mehr groß eingreifen - Note: Ohne Bewertung

Tanguy Coulibaly (ab der 86. Minute für Silas Wamangituka): Ohne Bewertung

Hamadi Al Ghaddioui (ab der 86. Minute für Sasa Kalajdzic): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form