VfB Stuttgart

Große Euphorie rund um den VfB Stuttgart

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Fans und Mannschaft sind bereit für die neue Saison. © ZVW/Danny Galm
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Tausende Fans strömten am Sonntag zum "Tag des Brustrings".
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Die ehemaligen VfB-Profis Hansi Müller, Thomas Hitzlsperger und Cacau beim "Spiel der Legenden".

Stuttgart. Fast 100.000 VfB-Fans sind am vergangenen Sonntag nach Bad Cannstatt gepilgert, um das 125-jährige Vereinsjubiläum des VfB Stuttgart zu feiern. Die Euphorie rund um den Club ist knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart groß. Die starke Rückrunde und die Neuverpflichtungen von Sportvorstand Michael Reschke wecken Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison. 

„Wir haben sehr viel Potenzial in der Mannschaft und im ganzen Verein“, sagt VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. Dennoch gehe es nicht darum, einen bestimmten Tabellenplatz als Ziel auszurufen: „Ich erwarte aber, dass jeder Mitarbeiter das Optimale aus seinem Potenzial herausholt“, fordert der Club-Boss. „Wenn das eintrifft, dann wird es eine gute Saison und der gesamte Verein wird wieder einen Schritt nach vorne machen.“

Die starke Rückserie der Schwaben und die Neuverpflichtungen von Sportvorstand Michael Reschke stimmen die Anhänger im Hinblick auf die neue Spielzeit optimistisch.

Die Euphorie rund um den Traditionsclub aus Bad Cannstatt ist groß - und das spürt auch Trainer Tayfun Korkut: "Die Unterstützung unserer Fans ist großartig und eine große Motivation für uns.“

Hitzlsperger: "Der Kader wurde gut verstärkt"

Beim zahlreiche VfB-Legenden die Ehre. Und die Allstars sind guten Mutes, was die Mannschaft von Tayfun Korkut angeht. „Der VfB hat gut eingekauft“, findet Timo Hildebrand, der Torhüter der Meistermannschaft von 2007. 

Auch Thomas Hitzlsperger, Hildebrands ehemaliger Teamkollege und mittlerweile Chef des Stuttgarter Nachwuchsleistungszentrums, lobt die Arbeit von VfB-Sportvorstand Michael Reschke: „Der Kader wurde gut verstärkt und trotzdem wissen wir alle, dass die Jungs erst einmal in der Bundesliga Fuß fassen müssen.“

Guido Buchwald, Kapitän der Meistermannschaft von 1992, traut dem aktuellen Kader in der neuen Saison einiges zu: „In den letzten zwei Jahren wurde hervorragend gearbeitet. Man hat neue Spieler gewonnen, die auch charakterlich zur Mannschaft passen.“

Ähnlich sieht es auch der Europameister von 1980 und Vize-Weltmeister von 1982 Hansi Müller: „Jede Postion ist doppelt und auch noch hochwertig besetzt.“

Kuranyi: "So was habe ich nocht nicht erlebt"

Egal ob erfahrene Recken wie Gonzalo Castro und Daniel Didavi oder hochbegabte Talente wie Pablo Maffeo und Nicolas Gonzalez: Die Neuverpflichtungen von Sportvorstand Reschke wecken beim VfB-Anhang Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison. 

Gegner wie Atletico Madrid wollen die Schwaben in absehbarer Zeit wieder im Rahmen eines Pflichtspiels in der Stuttgarter Arena begrüßen dürfen. Fast 60.000 Fans kamen zum Testspiel gegen die Simeone-Elf. Die Tickets für den Jubiläums-Kick gegen die Spanier gingen weg wie warme Semmel.

In Stuttgart liegt etwas in der Luft. Das nimmt auch Benjamin Layer vom Fanclub OFC Weiß-Rote Schwoba Leutenbach 2002 so wahr. "Absolut", sagt Layer, "alle waren beeindruckt von der Euphorie und wie sich der Verein in den letzten Jahren entwickelt hat."

Dass am "Tag des Brustrings" so viele VfB-Allstars den Weg nach Stuttgart gefunden haben, hat nicht nur Layer sondern auch Ex-VfB-Stürmer Kevin Kuranyi schwer beeindruckt: "So was habe ich nocht nicht erlebt."

Werbung für Verein und Region

"Das war Werbung für den Verein und die Region", findet Layer, "die Leute waren begeistert." In den letzten Jahren wurden im Verein, so Layer, viele richtige Entscheidungen getroffen. 

"Es hängt allerdings alles am sportlichen Erfolg", weiß der Leutenbacher, der den Kader für die neue Saison gut aufgestellt sieht: "Es wurden Spieler verpflichtet, die Sinn machen."

Die Stimmung unter den Anhängern schätzt er als "realistisch" ein. Von der Champions League rede niemand. Doch träumen ist erlaubt. Layer: "Natürlich wünschen sich die Leute, dass der VfB wieder ins obere Tabellendrittel kommt, aber die Fans sind auch sehr realistisch."

Das Vertrauen der Anhänger in die Mannschaft ist da, sagt Layer und ergänzt: "Wir haben in diesem Jahr mehr Möglichkeiten."


OFC Weiß-Rote Schwoba Leutenbach 2002

Gegründet wurde der Fanclub 2002, nachdem ein Jahr zuvor der Vereinsvorsitzende Benjamin Layer und Martin Maron den Entschluss gefasst haben, VfB-Profi Andreas Hinkel einen Fanclub zu widmen.

Nachdem Hinkel zum FC Sevilla wechselte, benannte sich der Fanclub zum fünfjährigen Jubiläum in „OFC Weiß-Rote Schwoba Leutenbach 2002“ um. Im Jahr 2008 folgte die Eintragung ins Vereinsregister.

Layer bezeichnet den Verein als „keinen gewöhnlichen Fanclub“. Sie haben ihr eigenes Leitbild, bei dem das soziale Engagement eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus spielt neben den Besuchen im Stadion das Miteinander eine wichtige Rolle wie etwa bei Vereinsabenden, zu denen hin und wieder Spieler oder ehemalige Spieler eingeladen werden oder Vorträge mit VfB-Referenten stattfinden.

Weitere Infos: www.facebook.com/ofc.wrs.leutenbach2002.ev