VfB Stuttgart

Harmloses 0:0 gegen Mainz: VfB Stuttgart rutscht auf den Relegationsplatz ab

Fußball Union Berlin vs. VfB Stuttgart
Nullnummer bei den Nullfünfern: Weil Stürmer Sasa Kalajdzic und seine Kollegen im Angriff zu harmlos agierten, holte der VfB Stuttgart beim FSV Mainz nur einen Punkt. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und der FSV Mainz 05 trennen sich in einem ereignisarmen Bundesligaspiel mit 0:0. Die Partie war vor allem durch viele kleine Fehler und intensive Zweikämpfe im Mittelfeld geprägt, ein geordnetes Spiel kam nur selten zustande. Während die Schwaben direkt nach der Halbzeitpause zwei große Chancen auf die Führung hatten, waren die Mainzer in der Schlussphase näher dran am 1:0. Ein unterm Strich verdientes Unentschieden, das keinen Sieger verdient hätte. So sah es auch Stürmer Sasa Kalajdzic nach der Partie: "Da war heute nicht mehr drin."

Immerhin kassierte der VfB zum ersten Mal seit dem 18. Spieltag (0:0 gegen Greuther Fürth) keinen Gegentreffer. Die Stuttgarter müssen sich im Abstiegskampf mit dem einen Punkt zufriedengeben und rutschen nach dem Hertha-Sieg in Augsburg auf den Relegationsplatz ab. 

Viele Fehler und Zweikämpfe: Zähe erste Halbzeit

Bereits vor der Partie hatte Trainer Pellegrino Matarazzo eine schwere Aufgabe zu lösen: Mit Wataru Endo und Atakan Karazor fielen die beiden zentralen Mittelfeldspieler vor der Viererkette aus. Ein schmerzhafter Verlust für die Schwaben, kompensiert werden sollten die beiden Ausfälle durch Rückkehrer Waldemar Anton und Chris Führich. Für den Abwehrchef war es der erste Einsatz auf der nominellen Sechser-Position. Auch Sasa Kalajdzic kehrte nach seiner Corona-Infektion zurück in die Startelf und sollte im Sturmzentrum für Torgefahr und Abschlussstärke sorgen.

Genau diese fehlten den Schwaben nämlich gegen Bielefeld und Dortmund. Trotz vieler Möglichkeiten erzielten Omar Marmoush und Co. in den letzten beiden Partien nur einen Treffer. Mit einer Chancenverwertung von 33 Prozent liegt der VfB damit nur auf Rang 17 der Bundesliga-Teams. Gegen die Mainzer waren aber auch noch andere Tugenden gefragt: Robustes, körperbetontes und emotionales Auftreten. Die Nullfünfer sind für ihren Power-Fußball und ihr intensives Spiel bekannt. „Wir müssen mindestens das gleiche Level an Intensität an den Tag legen, sonst sind wir chancenlos“, meinte der VfB-Coach vor dem Auswärtsspiel.

Und der VfB-Coach sollte Recht behalten. Die Mainzer setzten den VfB direkt zu Beginn der Partie unter Druck. Weil die Stuttgarter dafür zunächst keine Lösung fanden, waren die Anfangsminuten durch viel Hektik geprägt. Ein geordnetes Spiel kam kaum zustande. Die erste Torannäherung hatte Tiago Tomas in der 15. Minute, seine scharfe Hereingabe konnte Sasa Kalajdzic aber nicht verwerten. Die Fünferkette der Nullfünfer ließ Tiago Tomas und Co. kaum Platz, weshalb die Schwaben in der Offensive kaum nennenswerte Aktion hatte.

Zweite Halbzeit startet furios - VfB lässt zwei Großchancen liegen

Da auch das Heimteam kaum gefährlich vors Tor kamen, entwickelte sich ein Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Dazu viele kleine Fehler und einfache Ballverluste. Sehenswert war das zwar nicht, immerhin standen die Stuttgarter in der Defensive stabil. Kurz vor der Pause musste Heim-Keeper Robin Zentner einen Schuss von Orel Mangala entschärfen, mehr hatten die ersten 45 Minuten aber nicht zu bieten.

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In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte war mehr los als in den 45 Minuten davor. Zuerst hatte der VfB zwei große Chancen auf die Führung. Nach schöner Kombination steckte Führich auf Tomas durch, der den Ball aber nicht richtig mitnehmen konnte. Seinen Abschluss aus halbrechter Position konnte Zentner reaktionsschnell zur Ecke klären – da war mehr drin (46.).

Nur fünf Minuten später kam Chris Führich nach einem Zentner-Patzer aus rund 30 Metern frei zum Abschluss, schoss aber am Tor vorbei. In der 55. Minute köpfte der Mainzer Kohr den Ball nach einer Ecke an den Pfosten, der Abpraller landete glücklich in den Armen von Florian Müller.

Nach dieser wilden Phase flachte das Spiel aber wieder ab. Die Schwaben taten sich sichtlich schwer, geordnet und strukturiert vors Tor zu kommen. Gegen Ende der Partie kamen dann die Mainzer immer besser ins Spiel. Angreifer Ingvartsen kam in der 81. Minute aus rund elf Metern frei zum Abschluss, schoss aber kläglich über das Tor. So blieb es am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden.

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 0:0 (0:0)

Mainz: Zentner - Tauer, Bell, Niakhaté - Widmer, Kohr (69. Barreiro), Lucoqui - Stach, Boetius - Burkardt, Onisiwo (62. Ingvartsen)

Stuttgart: Müller - Stenzel, Mavropanos, Ito, Sosa - Anton, Mangala (83. Thommy), Führich (83. Millot) - Marmoush (58. Tibidi), Tomas (75. Massimo) - Kalajdzic

Tore: -

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 35.128

Gelbe Karten: - / Stenzel

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