VfB Stuttgart

Hitzlsperger-Nachfolger gefunden? Warum vieles für Alexander Wehrle spricht

Alexander Wehrle
Alexander Wehrle, Geschäftsführer der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, vor dem Spiel. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Bildarchiv © Rolf Vennenbernd

Spätestens im Oktober 2022 werden beim VfB Stuttgart zwei hochrangige Posten frei: Der des Vorstandsvorsitzenden der VfB-AG und der des Sportvorstandes. Thomas Hitzlsperger, der aktuell beide Positionen ausfüllt, verlässt die Schwaben. Die Suche nach einem oder mehreren Nachfolgern läuft auf Hochtouren - und der Aufsichtsrat um Präsident Claus Vogt könnte noch in diesem Jahr einen neuen AG-Boss präsentieren.

Alexander Wehrle schlägt Vertragsverlängerung in Köln aus

In den vergangenen Wochen kreiste immer wieder ein Name um das rote Clubhaus in Bad Cannstatt, wenn es um die Hitzlsperger-Nachfolge ging: Der von Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle. Der 46-Jährige ist bei den Stuttgartern kein Unbekannter. Bereits von 2003 bis 2013 war er als Referent des damaligen Vorstands um Präsident Erwin Staudt beim VfB angestellt - ehe es ihn zum 1. FC Köln zog.

Nun deutes vieles daraufhin, dass Wehrle der neue starke Mann beim VfB werden könnte. Laut der Sport-Bild hat der 46-Jährige eine Vertragsverlängerung bei den Kölnern ausgeschlagen, Wehrles Vertrag läuft noch bis in den Sommer 2023.

Dem Vernehmen nach hat der VfB-Ausichtsrat dem gebürtigen Bietigheimer eine Frist gesetzt: Bis Ende des Jahres wollen die Schwaben Planungssicherheit haben, ob er den Posten des Vorstandsvorsitzenden antritt. Es könnte also ziemlich schnell gehen mit einer Wehre-Rückkehr nach Bad Cannstatt. Zudem hängt von der Personalie auch der zweite freie Posten der Schwaben ab - der des Sportvorstandes.

Was passiert mit dem Sportvorstand - und Sven Mislintat?

Sollte Alexander Wehrle der neue AG-Boss werden, wird er nicht wie Thomas Hitzlsperger auch noch die Rolle des Sportvorstands übernehmen. Warum? Der 46-Jährige gilt als ausgemachter Finanz- und Managementexperte, wird sich aus den sportlichen Entscheidungen der Schwaben aber wohl eher heraushalten. Dann bleibt die Frage offen: wer wird Sportvorstand?

Zuletzt hatte Sportdirektor Sven Mislintat zu dieser Frage in einem brisanten Interview öffentlich Stellung bezogen und den Aufsichtsrat unter Druck gesetzt. Sollte der Posten mit einer externen Lösung besetzt werden, sehe der Kaderplaner sein Projekt "Junge Wilde 2.0" in Gefahr. Als Nachfolger wurde unter anderem der DFB-Mann Panagiotis „Joti“ Chatzialexiou gehandelt. Eine Personalie, mit der Mislintat wohl überhaupt nicht zufrieden war - und sich deshalb klar für eine interne Lösung aussprach.

Besetzt der VfB den Posten des Sportvorstandes überhaupt?

Der VfB verfügt aktuell im Sportbereich mit Mislintat, Thomas Krücken (Nachwuchs) und Markus Rüdt (Organisation) über drei Verantwortliche auf Direktoren-Ebene. Einer dieser drei Direktoren solle es seiner Meinung nach werden - wobei Mislintat kein Hehl daraus macht, dass er selbst nicht unbedingt Sportvorstand werden muss.

Zudem ist fraglich, ob der VfB den Posten überhaupt neu vergeben muss. Der aktuelle Sportvorstand Thomas Hitzlsperger hat Sven Mislintat mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet. Dadurch hat der Kaderplaner einen Handlungsspielraum, den er wohl bei keinem anderen Club hätte - und der dem eines Sportvorstandes gleich kommt.

Sollte der Aufsichtsrat noch Ende des Jahres verkünden, dass er mit Alexander Wehrle den neuen AG-Boss gefunden hat, wird in diesem Zuge wohl auch die Personalie des Sportvorstandes geklärt. Alles deutet nach den Aussagen von Sven Mislintat auf eine interne Lösung hin - oder der Posten erst gar nicht neu besetzt wird.

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