VfB Stuttgart

Hoffenheim verpasst das 2:0 - Stuttgart effektiv

Steven Zuber gegen Hoffenheim_0
Steven Zuber lieferte sich einige heiße Duelle mit den Abwehrspielern der TSG Hoffenheim. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Wirklich zufrieden sein konnte mit dem einen Punkt eigentlich weder Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann noch VfB-Coach Markus Weinzierl. Während sich die abstiegsbedrohten Schwaben aber immerhin über einen Zähler im Kampf um den Klassenverbleib freuen durften, verpassten die Hoffenheimer den Anschluss an die Europapokalplätze. 

Wie das 1:1 zwischen dem VfB und der TSG Hoffenheim zustande kam, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse:

Startformation und Aufstellung

VfB-Trainer Markus Weinzierl entschied sich in der G-Frage für den erfahrenen Mario Gomez und gegen den jungen Nicolas Gonzalez. Der Wechsel im Sturm war die einzige Veränderung im Vergleich zur 1:3-Niederlage bei Borussia Dortmund. Im Heimspiel gegen die offensivstarken Hoffenheimer setzten die Schwaben erneut auf ihr auf defensive Stabilität ausgerichtetes 5-3-2-System mit den drei Sechsern vor der Fünferkette.

Spielidee und Taktik

Beide Teams hatten in der Anfangsphase Probleme, ins Spiel zu finden. Für die Zuschauer entwickelte sich eine muntere Anfangsphase mit einigen Torraumszenen. Mit zunehmender Spieldauer kam die TSG Hoffenheim dann besser in die Partie und spielte mit Tempo und Zug zum Tor. Die Nagelsmann-Elf erarbeitete sich ein spielerisches Übergewicht im Mittelfeld und ging mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause. Der VfB hatte lediglich in den ersten zehn Minuten längere Ballbesitzphasen und fand lange Zeit keine spielerischen Lösungen gegen die gut gestaffelten Gäste aus Nordbaden.

Spielentscheider

Unter dem Strich stand trotz der Feldüberlegenheit der Hoffenheimer ein leistungsgerechtes Remis im Baden-Württemberg-Duell. Die TSG verpasste es, das zweite Tor nachzulegen und die Stuttgarter hatten Glück, dass Kaderabeks Kopfball kurz nach dem Wiederanpfiff nur an den Pfosten klatschte (48.). Zum zehntem Mal in dieser Saison brachten die Kraichgauer eine Führung nicht ins Ziel. Schuld daran war ausgerechnet die TSG-Leihgabe Steven Zuber. Der Schweizer Nationalspieler erzielte in der 66. Minute das 1:1. Zwar fehlten der Weinzierl-Elf in ihren Offensivaktionen Struktur und Genauigkeit, aber immerhin nutzten die Schwaben eine ihrer wenigen klaren Torchancen in Hälfte zwei eiskalt aus.

Stimmen zum Spiel

VfB-Trainer Markus Weinzierl: „Wir können mit dem Punkt leben, es ist ein gerechtes Ergebnis. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt, lassen aber gleich am Anfang eine Chance liegen und haben später beim Pfostenschuss von Andreas Beck Pech. Danach mussten wir dann einem Rückstand hinterherrennen. Ich freue mich über die Moral, die meine Mannschaft bewiesen hat. Wenn wir künftig noch öfters so eine Leistung wie heute zeigen, bin ich zuversichtlich, dass wir noch viele Punkte holen und auf dem direkten Weg in der Liga bleiben werden. Es ist nicht heute Schluss, sondern nach dem 34. Spieltag.“

TSG-Coach Julian Nagelsmann: „Wenn ich die Chancen auf beiden Seiten sehe, ist die Punkteteilung sicherlich in Ordnung. In der ersten Hälfte ging es bei uns schleppend los. Je länger das Spiel jedoch andauerte, desto mehr Tempo haben wir aufgenommen, sodass der VfB Probleme bekam uns zu verteidigen. Es zieht sich leider schon die ganze Saison durch, dass wir Probleme haben, das 2:0 zu machen. Daher müssen wir eben auch mal ein 1:0 über die Zeit bekommen.“

VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler: „Wenn man das Spiel gesehen hat, dann ist der Punkt unterm Strich in Ordnung. Klar hätten wir gerne zwei mehr mitgenommen, aber die Hoffenheimer haben schon auch ihre Qualitäten. Wir sind in der Lage immer wieder Nadelstiche zu setzen, das macht es dem Gegner schwer gegen uns. Wir haben heute Charakter und Mentalität gezeigt, das ist die Grundlage. Nach der Länderspielpause müssen wir dort anknüpfen.“

VfB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro: „Es war schwer heute, wir wussten, dass die Hoffenheimer nach vorne einen guten Fußball spielen. Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir noch keinen Zugriff, aber mit dem Tor durch Steven wurden wir etwas besser und hatten auch Chancen zum zweiten Treffer. Es war ein offenes Spiel, in dem das 1:1 am Ende gerecht ist.“

VfB-Rechtsverteidiger Andreas Beck: „Wir haben heute mit sehr viel Energie und Leidenschaft gespielt, so musst du den Abstiegskampf bestreiten. Das Ergebnis fühlt sich gut an, weil wir letzte Woche ein ähnliches Spiel gegen den haushohen Favoriten noch hergegeben haben. Heute wollten wir dagegen unbedingt diesen Punkt haben. Wir haben in der letzten Minute noch eine Möglichkeit, wenn wir da einen Schritt besser dran sind, schießen wir sogar noch den Siegtreffer. So müssen wir weitermachen.“

Ausblick 27. Spieltag

Freitag, 29. März 

  • 1899 Hoffenheim - Bayer Leverkusen; 20.30 Uhr

Samstag, 30. März 

  • Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg; 15.30 Uhr
  • Werder Bremen - FSV Mainz 05; 15.30 Uhr
  • SC Freiburg - Bayern München; 15.30 Uhr
  • Fortuna Düsseldorf - Bor. Mönchengladbach; 15.30 Uhr
  • 1. FC Nürnberg - FC Augsburg; 15.30 Uhr
  • RB Leipzig - Hertha BSC; 18.30 Uhr

Sonntag, 31. März

  • Hannover 96 - FC Schalke 04; 15.30 Uhr
  • Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart; 18 Uhr

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