VfB Stuttgart

Kempf gesperrt, Castro fraglich: So ist die Personalsituation vor dem Auswärtsspiel bei Union Berlin

Marc Oliver Kempf vom VfB Stuttgart in Aktion
Marc Oliver Kempf vom VfB Stuttgart in Aktion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Genau 687 Tage nach dem Relegations-Drama und dem daraus resultierenden Abstieg in die Zweitklassigkeit reist der VfB Stuttgart am Samstag (17.04.) erstmals wieder für ein Pflichtspiel an die Alte Försterei, der Heimspielstätte des FC Union Berlin. Dieses Mal stehen sich die Teams allerdings nicht als aufstrebender Zweitligist (Union) und wankender Traditionsverein (VfB) gegenüber, sondern als stabile Bundesliga-Mannschaften mit Chancen aufs internationale Geschäft.

„Es gibt keine Rachegedanken“

„Wir hegen keinen Groll. Im Gegenteil: Wir freuen uns auf die Auseinandersetzung, weil sie in einer Tabellenregion stattfindet, die beiden Vereinen schmeckt“, hat Sportdirektor Sven Mislintat im Vorfeld der Partie bereits gegenüber der Bild-Zeitung erklärt. Und wie steht es um die Gefühlswelt von Trainer Pellegrino Matarazzo vor dem Duell mit den „Eisernen“?

Während Mislintat im Mai 2019 an jenem aus VfB-Sicht rabenschwarzen Abend bereits in Diensten der Stuttgarter stand, arbeitete Matarazzo damals noch als Co-Trainer bei der TSG 1899 Hoffenheim. „Ich habe das Spiel als neutraler Zuschauer mitverfolgt. Ohne emotionale Bindung in irgendeine Richtung“, erinnert sich der Coach. Zur Einordnung schiebt er hinterher: „Es gibt keine Rachegedanken. Der Abstieg ist mit der kompletten Saison verbunden und nicht mit dem Relegationsspielen von damals.“

„Morgen gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen“

Viel lieber beschäftig sich Matarazzo ohnehin mit der Gegenwart. Für das Spiel in der Hauptstadt muss er aufgrund einer Gelbsperre auf Abwehrspieler Marc Oliver Kempf verzichten. Für Kempf könnte Marcin Kaminski („Er macht einen guten Eindruck. Ich habe nicht das Gefühl, dass es ein Risiko wäre“) in die erste Elf rücken. Zudem ist der Einsatz von Kapitän Gonzalo Castro, der den Verein im Sommer verlassen wird, noch fraglich. Über seinen Einsatz wird das Abschlusstraining am Freitag entscheiden: „Wenn er heute mitmachen kann, wird er morgen dabei sein.“

Stürmer Sasa Kalajdzic, der unter der Woche wegen Knöchelproblemen kürzer treten musste, wird hingegen rechtzeitig fit für das Union-Duell. Den Gegner erwartet der Stuttgarter Trainer als „extrem zäh“ und „sehr kompakt“: „Sie verteidigen mit am besten in der Liga.“ Seine Elf brauche zudem eine „gewisse Hartnäckigkeit“, so Matarazzo: „Morgen gibt es keinen Schönheitspreis zu gewinnen. Das ist Fakt.“