VfB Stuttgart

Kommt das Kabak-Debüt früher als geplant?

VfB-Training vor dem Spiel in München_3
Ozan Kabak: Bekam es bei seinem Debüt mit Bayern-Star Robert Lewandowski zu tun und löste die anspruchsvolle Aufgabe über weite Strecken ordentlich. Kompromisslosen Zweikampfführung und robuste Spielweise - Note: 3,5 © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Groß gewachsen, jung und sehr robust – mit diesen Attributen lässt sich Ozan Kabak wohl am treffendsten beschreiben. Der 18-jährige Innenverteidiger kam für elf Millionen Euro von Galatasaray Istanbul zum VfB Stuttgart. In der Bundesliga möchte er nun die nächsten Schritte seiner noch jungen Karriere gehen - und könnte früher als geplant schon am Sonntag in München zu seinem Debüt kommen. 

In seinen ersten Tagen beim VfB hinterlässt der selbstbewusste Jungspund einen guten Eindruck. „Ozan ist sehr offen und freundlich“, sagt Trainer Markus Weinzierl über seinen Winter-Neuzugang. Spielerisch sieht Weinzierl im Training das, was man sich vom Türken erhofft hat: „Er legt eine robuste Spielweise an den Tag und möchte schnell lernen, wie wir spielen wollen. Er bringt das auf den Platz, was wir bei Galatasaray von ihm gesehen haben, braucht aber noch ein bisschen Zeit, um sich hier zurechtzufinden.“ 

Auch der FC Bayern wollte Kabak verpflichten

Eigentlich als Vorgriff für den Sommer geholt, ist Kabak aber womöglich schon am Sonntagnachmittag beim FC Bayern mit dabei. Innenverteidiger Timo Baumgartl musste das Mannschaftstraining am Mittwoch abbrechen. Ein Einsatz in München ist fraglich. Markus Weinzierl sagt: „Ozan ist eine Option für den Kader“. 

Das Spiel in München ist auch deshalb interessant, da auch der Rekordmeister am talentierten Kabak interessiert war. Einem Bericht der Bild zufolge wollten die Bayern ihn ebenfalls im Winter verpflichten. Da er im Team von Niko Kovac aber wohl kaum Einsatzzeit bekommen hätte, hätten die Münchner ihn gerne direkt nach Stuttgart weiter verleihen. Dabei spielte der VfB nicht mit und stemmte den Deal letztlich alleine.

"Wenn er gebraucht wird, muss er seinen Mann stehen"

Laut Sportvorstand Michael Reschke soll Kabak auch „auf dem Zettel einiger Top-Ten-Clubs in Europa“ gestanden haben. Dass die Wahl schlussendlich auf die Bundesliga und den kriselnden VfB gefallen ist, dürfte auch mit Benjamin Pavard zu tun gehabt haben. 

Der junge Franzose entwickelte sich in Stuttgart vom Zweitliga-Spieler zum Weltmeister. Im Sommer wechselt Pavard für 35 Millionen Euro zum Rekordmeister. Perspektivisch soll Kabak diese Lücke schließen. "Wir haben frühzeitig Ersatz geholt und wollen ihn langfristig aufbauen", sagt Markus Weinzierl, "aber ich will die kurzfristige Sichtweise nicht ausschließen. Wenn er gebraucht wird, muss er seinen Mann stehen."


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