VfB Stuttgart

Korkut bemängelt die fehlende Effizienz

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VfB-Trainer Tayfun Korkut. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Vier Spiele, zwei Punkte, Tabellenplatz 17: Der VfB Stuttgart und Trainer Tayfun Korkut stehen in der Englischen Woche unter Druck. Am Mittwoch müssen die Schwaben in Leipzig ran (18.30 Uhr/ZVW-Liveticker) und wollen in Sachsen ihren ersten Saisonsieg holen. Der Trainer gibt sich vor dem 5. Spieltag äußerlich gelassen, bemängelt aber die fehlende Effizienz seiner Offensive.

„Zufrieden ist keiner, aber wir wissen, woran es lag“, erklärt Tayfun Korkut den schwachen Saisonauftakt seiner Mannschaft. „Wir hätten alle Spiele, außer das Bayern-Spiel gewinnen können.“ Doch warum funktioniert das Stuttgarter Kollektiv noch nicht so, wie es sich Trainer und Fans erhofft haben?

"Es ist ein Findungsprozess"

Für knapp 40 Millionen Euro wurde der VfB-Kader in der Sommerpause verstärkt. Die Saisonvorbereitung verlief reibungslos und erfolgreich - und dennoch stehen die Schwaben Ende September mit mageren zwei Punkten aus den ersten vier Spielen da. Die Gründe für den Fehlstart in Liga und Pokal sind vielschichtig: eine harmlose Offensive, eine wackelige Defensive, fehlendes Spielglück.

„Es ist ein Findungsprozess“, sagt Korkut. „In den ersten vier Spielen haben wir es nicht geschafft, ein Spiel zu gewinnen, das nicht unser bestes war.“ Auch sind der Mannschaft die Tugenden, welche das Team in der letzten Hinrunde auf den siebten Tabellenplatz geführt haben, abhanden gekommen. Die Defensive steht nicht mehr sattelfest, in der Offensive fehlt die Effizienz.

Bereits sieben Gegentreffer kassierten die Schwaben in den ersten vier Bundesliga-Spielen. Dreimal ging die Stuttgarter Sturmreihe leer aus. Lediglich beim 3:3 in Freiburg lief die VfB-Offensive heiß - was allerdings auch durch eine schwache Freiburger Hintermannschaft begünstigt wurde.

Korkut gibt sich kämpferisch

Das berühmte Momentum hatten die Stuttgarter in ihren bisherigen Auftritten ebenfalls nicht auf ihrer Seite. Zudem ging der VfB in der neuen Saison in noch keinem Pflichtspiel in Führung. Probleme, die Korkut und seine Elf allerdings nicht exklusiv haben.

Auch bei Europa-League-Teilnehmer Leverkusen, Vizmeister Schalke und Pokalsieger Frankfurt ist noch gehörig Sand im Getriebe. „Im Moment sind alle Teams in der Liga mit Ausnahme der Bayern noch anfällig", betonte Korkut auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel in Leipzig. Viele Spiele seien unheimlich eng und werden erst spät in den Endphasen entschieden.

Korkut gibt sich äußerlich gelassen und verweist auch auf die Probleme der Konkurrenz: „Bei vielen Teams passt noch nicht alles. Die Balance stimmt noch nicht und es herrscht eine gewisse Nervosität. Das ist aber nichts Außergewöhnliches.“

Dem VfB fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor

Nervosität herrscht nach dem schwachen Saisonstart auch rund um den Wasen. Für Ruhe können da letztlich nur Ergebnisse sorgen. Korkut gibt sich kämpferisch und richtet den Blick auf das kommende Auswärtsspiel in Sachsen: „Wir wollen den nächsten Schritt machen und der geht jetzt über einen Dreier.“

Ein wichtiger Faktor, der den VfB noch in der letzten Rückrunde ausgezeichnet hatte, war auch die gnadenlose Effektivität vor dem gegnerischen Tor.

„Das fehlt uns im Moment“, sagt Korkut und appelliert an seine Sturmreihe: „Wir müssen hartnäckig weiter nach vorne spielen und den Moment wieder auf unsere Seite bekommen.“