VfB Stuttgart

Korkut macht sich keine Gedanken über Rückhalt

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Steht mit seiner Mannschaft immer mehr unter Druck: VfB-Trainer Tayfun Korkut. © ZVW/Danny Galm

Leipzig. Sie wollen keine Trainerdiskussion. Sie wollen ihn nicht infrage stellen. Ohne Sieg als Tabellenvorletzter stehen die Stuttgarter mit Tayfun Korkut gegen ungeschlagene Bremer am Samstag aber gehörig unter Druck.

Tayfun Korkut weiß, was jetzt auf ihn zukommt: "Dass ich mich auf Kritik einstellen muss, ist normal." Großartig beschäftigen will er sich damit aber nicht. "Ich mache mir niemals Gedanken über Rückhalt. Ich weiß, was mein Job ist", betonte der Trainer des VfB Stuttgart in der ARD relativ bestimmt auch nach der dritten Niederlage im fünften Saisonspiel der Schwaben.

Kapitän Gentner: "Jetzt gilt es, die Ruhe zu bewahren"

Zwei Punkte, weiter Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga. "Dass wir nicht die große Hilfe von außen herum erwarten müssen, ist uns bewusst, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Jetzt gilt es, die Ruhe zu bewahren", betonte Kapitän Christian Gentner. "Wenn man nach fünf Spielen immer die Trainer entlassen würde, hätten wir zehn Trainer pro Mannschaft in einer Saison. Von daher muss man die Frage nicht stellen", sagte Abwehrmann Timo Baumgartl.

Es blieb ihnen auch nicht viel mehr übrig, als Einigkeit und Besonnenheit zu beschwören. Nur eine halbe Stunde lang hielten die Stuttgarter beim 0:2 auswärts gegen RB Leipzig mit. Chancen konnte sich das Team von Korkut am Mittwochabend allerdings nicht mal in seiner besten Phase herausspielen gegen eine Leipziger Mannschaft, die in dieser Saison im 13. Pflichtspiel erst zum dritten Mal kein Gegentor kassierte.

Zuvor hatten nur der BK Häcken (0:4) und FK Sorja Luhansk (0:0) nicht gegen die RB-Mannschaft des ehemaligen Stuttgarter Trainers Ralf Rangnick getroffen.

Reschke: "Er ist definitiv der Richtige"

"Die Mannschaft will schon, aber wir tun uns schwer, nach vorne zu spielen", konstatierte Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler. Der ehemalige Nationalkeeper leitete mit einem unglücklichen Abklatscher zu einem noch unglücklicheren Zeitpunkt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung der Leipziger ein. Zehn Minuten vor Schluss waren alle Hoffnungen wenigstens auf einen Punkt durch den zweiten Gegentreffer komplett dahin. Ein großes VfB-Aufbäumen gab es nicht. Die Niederlage hätte auch noch höher ausfallen können.

Eine Trainerdiskussion wollte aber auch Sportvorstand Michael Reschke im Anschluss nicht beginnen. "Er ist definitiv der Richtige", sagte der Manager mit Blick auf Korkut. "Wir diskutieren viel - aber vor allem mit dem Trainer." Aber auch Korkut dürfte wissen, dass spätestens am Wochenende auch positive Ergebnisse folgen sollten.

Jetzt kommt in Werder Bremen der bisher stark aufgelegte und vor allem ungeschlagene Tabellendritte am Samstag nach Stuttgart. Man müsse die erste halbe Stunde in Leipzig mitnehmen ins Heimspiel, forderte Korkut. "Wir müssen so beginnen, dass wir das Spiel hoffentlich mit einem Sieg beenden", sagte der 44-Jährige. Ansonsten wird er sich zwangsläufig mit seiner prekären Situation beschäftigen müssen.