VfB Stuttgart

«Neustart» in Fürth: VfB mit Kalajdzic und bekannten Sorgen

Sasa Kalajdzic
Sasa Kalajdzic reagiert während eines Spiels. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © Tom Weller

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Hoffnung des VfB Stuttgart trägt einen Namen: Sasa Kalajdzic. Mehr als vier Monate nach seiner im Spiel bei RB Leipzig erlittenen Schulterverletzung wird der Stürmer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) wieder im Kader der Schwaben stehen - und soll ihnen dabei helfen, die Wende zum Positiven herbeizuführen. «Er fühlt sich überraschend gut», sagte Trainer Pellegrino Matarazzo am Donnerstag. «Ob es für 60 Minuten reichen wird, werden wir sehen.»

Die Partie bei Tabellenschlusslicht SpVgg Greuther Fürth sei für den Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga ein «Neustart», so Matarazzo. «Es ist nicht unwichtig, dass wir mit guter Energie, einer guten Leistung und einem guten Ergebnis in die Rückrunde starten.» Immerhin hat der VfB in der Hinrunde gerade mal 17 Punkte gesammelt. Dem deutschen Meister von 2007 droht der dritte Abstieg in nur sechs Jahren.

Die Rückkehr von Kalajdzic kommt den Stuttgartern daher sehr gelegen. «Es tut gut, Sasa auf dem Platz zu erleben», sagte Matarazzo und lobte den österreichischen Nationalstürmer nicht nur für seine «Qualitäten im Sechzehner», sondern auch für «seine Fähigkeit zu kombinieren» und seine «Führungsqualität». In der vergangenen Saison war Kalajdzic mit 16 Liga-Toren bester Schütze des VfB. In der ersten Hälfte der aktuellen Spielzeit wurde der 24-Jährige schmerzlich vermisst. Nun soll er die Schwaben wieder aus dem Liga-Keller führen.

«Weniger Gegentore», wünscht sich Coach Matarazzo vor dem Start in die Rückrunde. Dafür «mehr Geschwindigkeit und Torgefahr». Immerhin hat es hinten beim VfB in den bisherigen 17 Liga-Partien schon 31 Mal eingeschlagen, vorne 22 Mal. Zumindest dort könnte Kalajdzic schon sehr schnell wieder sehr wichtig für die Stuttgarter werden.

Der vom VfL Wolfsburg ausgeliehene Omar Marmoush ist mit nur zwei Toren noch einer der treffsichersten Angreifer im Kader der Schwaben, mit Ägypten in den kommenden Wochen aber beim Afrika-Cup in Kamerun im Einsatz. Auch die offensiven Wahid Faghir und Silas Katompa Mvumpa können - genau wie Mittelfeldmann Naouirou Ahamada - dem VfB in Fürth nicht helfen. Das Trio befindet sich nach positiven Corona-Tests noch bis 9. Januar in häuslicher Isolation, wie Matarazzo mitteilte.

Der ebenfalls positiv getestete Mateo Klimowicz soll am Freitag aus Argentinien zurück nach Stuttgart reisen und dann «aufgebaut werden». Konstantinos Mavropanos ist nach seinem positiven Befund bereits raus aus der Quarantäne, wegen seines Trainingsrückstands laut Matarazzo aber «höchstwahrscheinlich keine Option» für den Rückrundenauftakt. Auch der Einsatz von Atakan Karazor (Mittelfußprobleme) sei fraglich.

Corona-Sorgen sind nichts Neues für den VfB. Schon mehrfach hatte er in dieser Saison mit derlei Rückschlägen zu kämpfen. Sie dürften mit ein Grund sein, warum die junge Mannschaft an die starke Form aus der Vorsaison, die immerhin auf Rang neun endete, bislang nicht oder nur selten anknüpfen könnte. «Ausfälle von Spielern und Leistungsträgern können immer einen Effekt auf die Leistungsfähigkeit einer Mannschaft haben», sagte Matarazzo dazu. «Es gibt verschiedene Gründe, warum man auf- oder absteigt. Es ist nicht der alles entscheidende Grund, aber sicher ein Faktor.» Und im Fall Kalajdzic gewiss kein unbedeutender.

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