VfB Stuttgart

Nur 6000 Fans gegen Frankfurt: Auch beim VfB Stuttgart wächst der Unmut

Mercedes-Benz-Arena Symbolbild
Symbolbild. © Danny Galm

Lediglich 6000 Fans dürfen unter Beachtung der 2G-plus-Regel das kommende Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt besuchen. Welche Regelungen für das Spiel am 05. Februar in der 60.000 Zuschauer fassenden Mercedes-Benz-Arena genau gelten, wird allerdings erst auf Grundlage der aktualisierten Corona-Verordnung am Freitag (28.01.) geklärt, heißt es in einer Mitteilung

So läuft der Ticketverkauf

Fest steht bereits jetzt, wie der Ticketverkauf ablaufen soll: Für Dauerkarteninhaber startet er am Dienstag (01. Februar) um 10 Uhr über den VfB-Onlineshop. Das Vorkaufsrecht ist auf zwei Tickets pro Person beschränkt.

Für die zugelassenen 600 Stehplätze erhalten zunächst die offiziellen Fanclubs die Möglichkeit, Tickets zu erwerben. Preise und Zutritts- und Infektionsschutzregeln werden laut VfB zum Verkaufsstart veröffentlicht. Die Inhaber von Hospitality-Arrangements werden zeitnah gesondert von der VfB Stuttgart Marketing GmbH kontaktiert.

Mislintat begrüßt scharfe Watzke-Kritik

Derweil wächst auch bei den Schwaben der Unmut über die Zuschauereinschränkungen. Sportdirektor Sven Mislintat begrüßt die Worte von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, der den Verzicht von Bund und Ländern auf eine weitere Öffnung der Fußball-Stadien für Zuschauer mit deutlichen Worten kritisiert hatte. Weiter hatte Watzke erklärt, dass sein Klub juristische Schritte in Erwägung ziehe: „Wir werden uns die Beschlüsse des Landes NRW genau anschauen und prüfen, ob wir sie im Eilverfahren kontrollieren lassen“.

„Es ist absolut richtig und gut gewesen, dass gerade mein alter Boss dazu sehr klar Position bezogen hat“, so der Stuttgarter Kaderplaner, der aktuell mit der Mannschaft im Trainingslager in Spanien weilt. Auch beim VfB denke man über rechtliche Schritte nach.

„Es wirkt manchmal nicht mehr logisch“

Mit Blick auf die neuen Regeln in Baden-Württemberg meinte Mislintat: „Es wirkt manchmal nicht mehr logisch und ist schwer nachzuvollziehen. Ob das zu Klagen führt oder nicht, wird am Ende der Vorstand respektive der Aufsichtsrat entscheiden.“ Präsident und Aufsichtsratschef Claus Vogt erklärte dazu: „Wir sprechen darüber. Aber das war es dann momentan auch. Eine Entscheidung gibt es noch nicht.“ 

Stuttgarts Vorstandschef Thomas Hitzlsperger hatte am Mittwoch (26.01.) die Zuschauerbeschränkungen ebenfalls deutlich attackiert: „Alle vorliegenden Daten zeigen, dass Fußballstadien unter 2G-Bedingungen und unter Beachtung der mit den zuständigen Behörden ausgearbeiteten Auflagen und Konzepte keine Infektionsherde sind“, so Hitzlsperger. „Die aktuellen Verordnungen ignorieren dies und stellen den gesamten organisierten Sport vor fast unlösbare Herausforderungen, sowohl finanziell und organisatorisch als auch emotional.“ Veranstaltungen in Sport und Kultur sollten „nicht mehr vorrangig als Gefahrenquelle hingestellt werden“, so der Ex-Profi, „sondern geimpften Bürgern wieder Perspektiven eröffnen“.

Beim Thema Klagen gegen die Einschränkungen gab er sich hingegen am darauffolgenden Tag eher zurückhaltend. Vielmehr setzt Hitzlsperger auf ein gemeinsames Vorgehen der Vereine: „Der VfB Stuttgart sollte jetzt nicht als einziger Klub etwas tun, was unabgestimmt ist.“

Anmerkung der Redaktion: Der Text wurde im Laufe des Vormittags mit den Reaktionen von Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt aktualisiert.

Kennen Sie schon unsere News App?

Mit der ZVW News App kommen Ihre Nachrichten jetzt bequem via Push auf Ihr Smartphone. Welche News Sie bekommen, entscheiden Sie selbst. Sie können die ZVW News App zusammen mit ZVW Plus 30 Tage lang kostenlos testen. Jetzt gleich herunterladen: