VfB Stuttgart

Ohne Großkreutz gegen Kaiserslautern

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Der Weltmeister hatte am vergangenen Freitag beim Heimsieg über die "Löwen" große Probleme mit seinem Gegenspieler Victor Andrade und fand sich im DFB-Pokal ertsmal auf der Bank wieder. © Danny Galm

Stuttgart.
Der VfB Stuttgart wird ohne Weltmeister Kevin Großkreutz gegen den 1. FC Kaiserslautern antreten müssen. Der Rechtsverteidiger fällt am Sonntag (13.30 Uhr/ZVW-Liveticker) wegen Problemen nach einer Prellung am Fuß aus. Der Fuß habe nach Großkreutz’ Einsatz beim 2:1 in Heidenheim eine Reaktion gezeigt, sagte VfB-Cheftrainer Hannes Wolf am Freitag auf der Pressekonferenz. „Wir wollen ihn da auch einfach schützen. Ansonsten sind alle mit dabei.“ Die besten Aussagen von der Pressekonferenz im Video:

Hannes Wolf über…

…die Personalsituation: „Kevin wird für Sonntag ausfallen. Sein Fuß hat nach Heidenheim wieder reagiert. Er könnte wohl irgendwie spielen, aber das wollen wir nicht. Wir wollen ihn schützen, damit nichts Größeres daraus wird. In seinem Fuß ist keine Struktur kaputt, aber er die Sehnen sind sehr gereizt. Ansonsten sind alle mit dabei.“

…einen Einsatz von Jean Zimmer: „Wir haben mehrere Optionen. Die rechte Verteidigerposition haben wir mehrfach gut besetzt. Jean Zimmer, Florian Klein, aber auch Matthias Zimmermann können auf dieser Position ran. Ich weiß, dass es für Jean ein ganz besonderes Spiel ist. Wie wir es dann machen, möchte ich heute noch nicht entscheiden.“

…den 1. FC Kaiserslautern: „Sie haben ein beeindruckendes Torverhältnis. Kaiserslautern hat die beste Abwehr der Liga und zuletzt gute Ergebnisse erzielt. Wir treffen auf eine Mannschaft, die aus einer defensiven Kompaktheit inzwischen auch sehrt gut nach vorne spielt. Im ersten Rückrundenspiel gegen Hannover haben sie zwar nicht getroffen, sich aber etliche Torchancen erarbeitet. Wir sind darauf vorbereitet. Es wird wie schon gegen Heidenheim scharf werden. Sie werden uns alles abverlangen.“

…eine Doppelspitze mit Ginczek/Terodde: „Eine Doppelspitze ist immer eine Alternative, aber nur weil man mit zwei Stürmern spielt, heißt das noch lange nicht, dass man offensiver spielt. Wir haben im Moment eine Struktur, die ganz gut funktioniert. Insofern glaube ich nicht, dass wir es am Sonntag ändern müssen. Aber nochmal: Wir haben immer die Offenheit zu entscheiden. Wenn Simon und Daniel im Training so drauf sind, dass wir sagen, die müssen beide spielen, dann werden wir auch eine Formation finden, die das zulässt. Ob das jetzt aber schon am Sonntag der Fall ist, weiß ich nicht genau.“

…die Zufriedenheit in seiner Mannschaft: „Ich beobachte meine Mannschaft sehr genau. Ich glaube nicht, dass unser Kader es aktuell zulässt. Wir haben so viele Optionen, die wir ziehen können. Es ist einfach so viel Druck da ist. Da ist es für keinen Spieler zulässig, sich jetzt zurückzulehnen. Wir haben auf allen Positionen sehr gute Alternativen. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir zufrieden sind. Die Mannschaft war auch jetzt im Training wieder sehr lebendig und aktiv. Wir wollten schon in dieser Woche eine große Ernsthaftigkeit im Training haben. Denn am Sonntag den An-Knopf für Ernsthaftigkeit zu drücken funktioniert nicht. Wir alle wissen, wie schwer der Weg noch ist. Wenn man sieht, wie eng die letzten vier Spiele waren, dann wissen wir, dass wir uns selbst immer alles abverlangen müssen und übers Limit gehen müssen.  “

…die Euphorie in der Stadt: „Es ist sehr schön, dass sich die Menschen in Stuttgart freuen. Wir werden das jetzt nicht unterdrücken. Entscheidend ist, dass wir total wachsam bleiben. Aber auch die Mannschaft darf natürlich ein gutes Gefühl haben. Wir werden versuchen, dass es so weiter geht und es natürlich nicht unterbinden.“

Heimstarke Schwaben erwarten über 50 000 Zuschauer

  • Zum Heimspiel gegen Kaiserslautern werden über 50 000 Zuschauer erwartet.
  • Der VfB verlor nur eines der letzten neun Pflichtspiele gegen Kaiserslautern. Im Kalenderjahr 2017 hat der Vfb bisher jede Partie gewonnen. Acht der zehn Heimduell der laufenden Saison konnten die Stuttgarter für sich entscheiden.
  • Zusätzlich zu den 85 Begegnungen in der Bundesliga und der 2. Liga trafen beide Teams in sieben DFB-Pokalspielen aufeinander. 
  • Schiedsrichter der Partie ist Sven Jablonski. Er wird an der Seitenlinie von seine Assistenten Eric Müller und Daniel Riehl assistiert. Bankkaufmann Jablonski hat bisher ein Pflichtspiel mit VfB-Beteiligung geleitet: Der 4:0-Sieg der Schwaben in der Hinrunde gegen Erzgebirge Aue.