VfB Stuttgart

Pfiffe und Schmähgesänge gegen Timo Werner

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Werner blieb bei seiner ersten Bundesliga-Rückkehr nach Stuttgart ebenso blass wie sein Nationalmannschaftskollege Mario Gomez auf Seiten der Stuttgarter. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Timo Werner hat die Ruhe vor dem Sturm genossen. Der RB-Angreifer war der erste Leipziger Spieler, der rund 90 Minuten vor dem Anpfiff schon auf dem Rasen war und das saftige Grün inspizierte, auf dem er 103 Mal im VfB-Trikot aufgelaufen war.

Rudelbildung nach 28 Minuten

Zunächst gab es keine Pfiffe gegen den gebürtigen Cannstatter, der 2016 für zehn Millionen Euro zu RB Leipzig gewechselt war und am Sonntag erstmals im RB-Trikot in seine Heimatstadt zurückkehrte.

Doch nach 28 Minuten wurde es hektischer. Es kam zu einer Rudelbildung nachdem Yussuf Poulsen den Ball nicht ins Seitenaus gespielt hatte, obwohl Emiliano Insua verletzt in der Leipziger Hälfte lag. 

Da auch Stuttgarts Andreas Beck den Ball nicht ins Aus beförderte, sah sich Holger Badstuber gezwungen das Spiel mit einem Foul zu unterbinden. Im Anschluss wurde es hitzig. Nach einem kleinen Gerangel und einigen ermahnenden Worten von Schiedsrichter Tobias Stieler wurde aber wieder Fußball gespielt.

Wüste Beschimpfungen und ein gellendes Pfeifkonzert

Doch die Atmosphäre war in der Folge aufgeheizt und giftig. Als Timo Werner in der 30. Minute einen Eckball für seine Mannschaft erkämpfte, musste der 22-Jährige direkt an der Cannstatter Kurve vorbeimarschieren und sich einige wüste Beschimpfungen („Timo Werner ist ein H…sohn) und ein gellendes Pfeifkonzert gefallen lassen.

Sportlich ging bei dem pfeilschnellen Stürmer in seinem 150. Bundesligaspiel, wie auch bei seinen Teamkollegen, wenig zusammen. Werner blieb bei seiner ersten Bundesliga-Rückkehr nach Stuttgart ebenso blass wie sein Nationalmannschaftskollege Mario Gomez auf Seiten der Stuttgarter. 

Werner: "Fühle mich wohl in Leipzig"

Einzig in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam Werner gefährlich zum Abschluss, scheiterte aber am aufmerksamen VfB-Schlussmann Ron-Robert Zieler (46.). Nach 76 Minuten war für den Nationalstürmer Schluss. Begleitet von Pfiffen und „Werner, du A…loch“-Rufen verließ der 22-Jährige das Feld.

Nach der Partie bekräftigte Werner im Sky-Interview, dass er auch in der kommenden Saison für RB Leipzig auflaufen werde: „Ich habe noch einen Vertrag bis 2020, ich fühle mich wohl in Leipzig.“

Noch vor dem Duell bei seinem Ex-Verein hatte der gebürtige Stuttgarter gesagt, dass er sich momentan nicht mit einer Vertragsverlängerung oder einem Vereinswechsel auseinandersetzt.