VfB Stuttgart

Präsident Dietrich erläutert seinen Vierjahresplan

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Wolfgang Dietrich bleibt auch weiterhin der ehrenamtliche Präsident des eingetragenen Vereins (e.V.). © Danny Galm

Stuttgart.
Seit ziemlich genau einem Jahr ist Wolfgang Dietrich nun Präsident des VfB Stuttgart. Am 09. Oktober 2016 wurde der 69-jährige Unternehmer mit knapper Mehrheit zum VfB-Präsidenten gewählt. Mittlerweile ist Dietrich auch Aufsichtsratsvorsitzender der neugegründeten VfB-AG und die Schwaben spielen inzwischen wieder in der Bundesliga.

Ein weiterer Investor für die VfB-AG wird gesucht

Mit dem Traditionsclub aus Bad Cannstatt hat Dietrich einiges vor. In der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift „dunkelrot“ hat Dietrich einen Vierjahresplan skizziert, der den VfB Stuttgart wieder zurück in die Spitzengruppe des deutschen Fußballs führen soll.

„Für das erste Jahr sieht dieser Plan aus sportlicher Sicht einzig und allein vor, den Klassenerhalt in der Bundesliga zu sichern“, erläutert der 69-Jährige. Der Saisonstart habe gezeigt, "dass wir gut daran tun, diese Saison mit der gebotenen Demut eines Aufsteigers anzugehen."

Parallel dazu will der Vorstand weitere Investoren für eine Beteiligung an der VfB-AG gewinnen. Aktuell hält nur die Daimler AG als Ankerinvestor Aktien an der VfB-AG. 

Dietrich: "Wir suchen Partner, die optimal zum Verein passen"

Dietrich will sich bei der Suche nach weiteren Investoren alle Optionen offen halten und schließt auch Fonds als Anteilseigner an der AG nicht aus. "Wir suchen Partner, die optimal zum Verein passen. Ob der Partner aus der Region kommt oder nicht, ist zweitrangig. Es muss passen von den Zielen, die er hat", sagte Dietrich der Deutschen Presse-Agentur.

"Wenn ein Fonds unsere Bedingungen akzeptiert, mit unseren Zielen kompatibel ist, will ich das nicht grundsätzlich ausschließen. Entscheidend ist, dass ein Investor das Ziel hat, den Verein erfolgreicher zu machen", sagte Dietrich.

Zum Stand der Dinge auf der Suche nach Investoren sagte er: "Konkrete Verhandlungen gibt es keine. Aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass wir da keine gute Lösung für den VfB finden."

Darum musste Schindelmeiser gehen

In den darauffolgenden drei Jahren soll sich der Verein „Schritt für Schritt zu einem ernsthaften Kandidaten für das erste Tabellendrittel entwickeln.“ Das sei keine Wunschvorstellung, „sondern ein klarer Plan, der mit Zahlen und konkreten Maßnahmen hinterlegt ist“, bekräftigt Dietrich.

Kurz ging Wolfgang Dietrich auch auf die Entlassung von Jan Schindelmeiser kurz vor dem Bundesliga-Start ein. „Verschiedene gemeinschaftlich verabschiedete, aber nicht umgesetzte Maßnahmen“ haben den Vorstand laut Dietrich zur einstimmigen Überzeugung geführt, dass der Vierjahresplan mit Jan Schindelmeiser nicht umzusetzen sei.

Mit dem neuen Sportvorstand Michael Reschke habe man „in fachlicher und in menschlicher Sicht“ einen passenden Nachfolger gefunden. Die nächste Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart findet am 3. Dezember 2017 ab 13 Uhr in Halle 1 der Messe Stuttgart statt.

Mitgliederversammlung am 3. Dezember 2017

Bei der ordentlichen Mitgliederversammlung stehen mit Dr. Bernd Gaiser und Thomas Hitzlsperger zwei Präsidiumsmitglieder und erstmals der neue Vereinsbeirat zur Wahl. Der Vereinsbeirat ersetzt den ehemaligen Ehrenrat und hat zukünftig unter anderem die wichtige Aufgabe, den Mitgliedern die Kandidaten für das Präsidium vorzuschlagen.

Der Vereinsbeirat besteht aus insgesamt bis zu neun Mitgliedern und wird aus den drei jeweils grundsätzlich drei Personen umfassenden Gruppen „Sport und Verein“, „Mitglieder und Fans“ sowie „Wirtschaft und Gesellschaft“ gebildet. Die Kandidaten werden spätestens drei Wochen vor der Mitgliederversammlung bekanntgegeben und vorgestellt.