VfB Stuttgart

Regeneration in der 2. Liga

VfB-Training 29.03.2017_0
VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser, hier links neben VfB-Präsident Wolfgang Dietrich: Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen auf Hochtouren. © Danny Galm

Stuttgart.
90 Minuten trennen den VfB Stuttgart noch von der ersehnten Rückkehr in die Bundesliga. 90 Minuten und ein kampfstarker Aufsteiger aus Würzburg. Doch mit einem Blick auf die Tabelle, dürfen sich die Stuttgarter eigentlich schon sicher sein: Drei Punkte und ein um zehn Tore besseres Torverhältnis stehen zwischen den Schwaben und dem Drittplatzierten aus Braunschweig.

„Big Point verpasst“

„Zunächst einmal haben wir gegen Hannover den Big Point verpasst“, räumte Dietrich nach der Niederlage in Hannover ein. Dennoch blickte der Präsident im Bauch der HDI-Arena optimistisch in Richtung Saisonfinale gegen die Würzburger Kickers: „Wir können zuversichtlich in den letzten Spieltag gehen und dann hoffentlich den Sack zu machen.“

Mit einem Sieg von den Fans verabschieden und den Meistertitel einfahren lautet also die Zielvorgabe für den nächsten Sonntag. „Wir wollen ja nicht durch das Torverhältnis aufsteigen“, so Dietrich.

Der Verein habe sich in vielerlei Hinsicht regeneriert

Trotz des noch nicht zu 100 Prozent sicheren Aufstiegs, zog der VfB-Präsident in Niedersachsen schon ein klein wenig Bilanz. Das Jahr in der 2. Liga habe dem Verein gut getan: „Wir haben eine runderneuerte Mannschaft und Ruhe im Verein.“ Der VfB habe sich in vielerlei Hinsicht regeneriert, so Dietrich.

Nach dem Abstieg mussten Präsident Bernd Wahler, Sportdirektor Robin Dutt und Trainer Jürgen Kramny gehen. Mit Trainer Jos Luhukay lagen die Schwaben zwar zunächst daneben, doch mit der Verpflichtung des bis dato nur Insidern bekannten Hannes Wolf landete der neue Sportvorstand Jan Schindelmeiser einen Glücksgriff.

"Ich weiß nicht, ob man dafür absteigen muss"

Sollte am Sonntag mit dem Aufstieg alles klappen, dann habe man sich „eine gute Grundlage geschaffen, um gute Jahre für den VfB einleiten zu können.“ Demut, Gelassenheit und Kontinuität forderte Dietrich für die nahe Zukunft. „Das hatte der Klub in den letzten Jahren nicht.“

Als einen Glücksfall wollte VfB-Coach Hannes Wolf  den Abstieg in die Zweitklassigkeit allerdings nicht bezeichnen: "Über den Schritt hat sich in Stuttgart niemand gefreut. Das, was daraus geworden ist, ist etwas ganz Besonderes, aber das war ja kein Automatismus. Aber ich weiß nicht, ob man dafür absteigen muss."

Der Abstieg als Folge einer langen Entwicklung

Eine ähnliche Bilanz zog auch Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Der Abstieg des VfB sei ja kein Betriebsunfall gewesen, sondern „die Folge einer langen Entwicklung. Erst danach konnte eine andere Kultur entstehen“, erklärte Stuttgarts Sportvorstand.

Doch mit einem Auge geht der Blick auch schon in Richtung Bundesliga. Der Verein werde für die nächste Saison kein anderes Ziel als den Klassenerhalt ausgeben, so der Sportvorstand.