VfB Stuttgart

Schindelmeisers Strategie

VfB PK vor KSC_0
VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser: "Wir brauchen mehr Winnermentalität" © Danny Galm

Stuttgart.
In diesem Sommer müssen sich die VfB-Fans in Bezug auf Neuverpflichtungen noch etwas in Geduld üben. In allen Mannschaftsteilen wollen sich die Stuttgarter verstärken, um gut gerüstet in die Bundesligasaison zu gehen. Seit dem 01. Juni ist der Transfermarkt offen, doch VfB-Sportvorstand Schindelmeiser hat erst einmal zugeschlagen.

Agieren statt reagieren

Orel Mangala (19) wurde für rund 1,75 Millionen Euro vom RSC Anderlecht abgekauft. Viele Namen werden in der fußballfreien Zeit rund um den Wasen gehandelt. Nochmals zugeschlagen haben die Stuttgarter aber noch nicht. Und das hat seinen Grund.Jan Schindelmeiser verfolgt in Sachen Transfers eine klare Strategie: Agieren statt reagieren. „Wir reagieren nicht in erster Linie auf Beraterangebote, sondern sind bestrebt, den gesamten Prozess aktiv zu gestalten“, erklärte Schindelmeiser vor kurzem gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

„Uns ist klar, dass wir nicht mit 20 Spielern eine Bundesligasaison bestreiten können"

Insbesondere Nischen abseits der altbekannten Märkte rücken in den Fokus des 53-Jährigen. Sein VfB sei nicht der richtige Klub für einen jungen Spieler, „bei dem der finanzielle Aspekt an allererster Stelle steht.“

Ein neuer Spieler muss aber auch nicht zwangsläufig immer unter 20 Jahre alt sein. „Uns ist klar, dass wir nicht mit 20 Spielern eine Bundesligasaison bestreiten können, die gerade mal 18 Jahre alt sind“, so Schindelmeiser.

Der Blick auf die Kadergröße

Gut durchdacht muss Schindelmeiser auf dem Transfermarkt agieren. Zudem hält er die aktuelle Kadergröße für genau richtig. „Wenn wir weitere Spieler verpflichten, wird der Kader größer. Und es ist nicht unsere Absicht, mit 28 oder 30 Spielern in die Saison zu gehen“, verkündete Schindelmeiser am Montag im Kicker.

Der finanzielle Spielraum ist durch die Ausgliederung nicht sonderlich größer geworden. Von den 41,5 Millionen Euro, die durch die Ausgliederung in die Clubkasse gespült wurden, fließt ein Teil in die Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten am Clubgelände und ein anderer Teil in Spielerverträge, die wieder an das ursprüngliche Erstliganiveau angepasst werden. Ein weiterer Teil soll für etwaige Wintertransfers zurückgehalten werden.

Durch interne Umstrukturierungen konnten die Schwaben zuletzt einige Millionen einsparen. Finanziell sind die Stuttgarter also trotz dem Jahr in der Zweitklassigkeit gut aufgestellt. Dennoch stellt Jan Schindelmeiser klar: „Wir werden es beim VfB in den nächsten Jahren kaum erleben, dass wir einen Spieler für 20 Millionen Euro verpflichten.“