VfB Stuttgart

Schwache Schwaben: Die Einzelkritiken zum 2:3 des VfB gegen Frankfurt

Fußball VfB Stuttgart vs. Eintracht Frankfurt
Stets bemüht, aber ohne Erfolg: Auch VfB-Flügelflitzer Silas kam gegen Frankfurt nur selten an seinem Gegenspieler vorbei. © Pressefoto Baumann

Der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart hat seine Talfahrt in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und wartet seit mittlerweile sechs Spielen auf einen Sieg. Zwar beendeten die Schwaben am Samstag beim 2:3 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt nach fünf Anläufen ohne eigenen Treffer ihre Torflaute, der ersehnte Befreiungsschlag des Vorletzten blieb aber aus. Die Hessen fuhren dagegen den ersten Sieg im neuen Kalenderjahr ein und bleiben als Neunter nahe Europapokal-Rängen. 

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: Klebte bei zahlreichen Ecken auf der Linie. So auch vor dem 0:1. Zunächst auf dem Posten gegen Hrustic bei der anschließenden Volleyabnahme allerdings ohne Abwehrchance (46.). Ebenso beim abgefälschten Treffer zum 3:2 (77.) - Note: 3,5

Hiroki Ito: Gab diese Woche den linken Innenverteidiger in der neuformierten Abwehrformation. Ordentliche Pass- (80 Prozent), ganz maue Zweikampfquote (38 Prozent) - Note: 4 

Waldemar Anton: Aufgrund der Umstellung auf eine Viererkette als Rechtsverteidiger im Einsatz. Teils haarsträubende Fehlpässe. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann jedoch zur Stelle, drückte den Ball nach Führich-Flanke über die Linie (42.). Ausbaufähige Werte in den direkten Duellen (45 Prozent) - Note: 3,5 

Konstantinos Mavropanos: Rückte ins Zentrum und verrichtete seinen Job dort solide. Starke Zweikampfquote (90 Prozent). Für einen (viel zu) riskanten Ball im Spielaufbau oder als Rückpass auf seinen Keeper (65.) ist der Grieche jedoch immer zu haben. Fälschte den Ball vor dem 2:3 unhaltbar für seinen Torhüter ab (77.) - Note: 3,5

Borna Sosa: Defensiv wackelig und Offensiv meist harmlos. In der 70. Minute dann mit der Vorarbeit zum 2:2 durch Kalajdzic. Unter dem Strich kam aber auch vom Kroaten viel zu wenig - Note: 4 

Orel Mangala: Bekam im Zentrum kaum Zugriff aufs Spiel (nur 28 Ballkontakte). Dazu keine Ideen und wenig Schwung im Vorwärtsgang. Nach 59 Minuten war bereits Feierabend für den Belgier - Note: 5 

Wataru Endo: Mühte sich nach Kräften, den Laden zusammenzuhalten und stopfte Löcher, wo er nur konnte. Dafür leistete er sich immer wieder vermeidbare Abspielfehler - Note: 3,5 

Silas: Kaum Durchschlagskraft, bei Frankfurts Christopher Lenz in guten Händen. Steckte allerdings niemals auf und probierte ein Dribbling nach dem anderen - Note: 4,5

Chris Führich: In Halbzeit eins lange Zeit quasi unsichtbar, dann jedoch noch mit der Vorarbeit zum 1:1. Anschließend kam vom Blondschopf bis auf einen harmlosen Distanzschuss (68.) aber kaum noch was - Note: 4

Philipp Förster:Arbeitete fleißig mit nach hinten, konnte im Offensivspiel aber kaum Impulse setzen. Schwacher Abschluss (32.) und maue Zweikampfquote (29 Prozent) - Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Zu passiv vor dem Frankfurter Führungstor (7.) - und in der Sturmspitze meist alleine auf weiter Flur. Eine Großchance alleine vor Eintracht-Keeper Trapp versiebt er leichtfertig (62.). Wenig später war er mit dem Kopf nach einer Sosa-Flanke zur Stelle (70.). Doch der Weg zurück zu alter Stärke ist ein weiter ... - Note: 4

Einwechselspieler

Alexis Tibidi (ab der 59. Minute für Philipp Förster): Trat nach seiner Hereinnahme kaum in Erscheinung - Note: 4 

Naouirou Ahamada (ab der 59. Minute für Orel Mangala): Kam in die zerfahrene und fehlerbehaftete Partie und fand sich zunächst nur schwer zurecht - Note: 4

Tiago Tomas (ab der 80. Minute für Silas): Debüt für den Neuzugang von Sporting Lissabon, Akzente konnte er allerdings keine mehr setzen - Note: -

Mateo Klimowicz (ab der 80. Minute für Chris Führich): - Note: -

Roberto Massimo (ab der 85. Minute für Waldemar Anton): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form