VfB Stuttgart

So reagiert der Vereinsbeirat auf die Buchwald-Kritik

Guido Buchwald
Guido Buchwald. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © dpa

Stuttgart.
Guido Buchwald ist mit seiner Bewerbung um das Präsidentenamt beim Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart auch wegen finanzieller Forderungen gescheitert. Das sagte der Vorsitzende des Vereinsbeirats, Wolf-Dietrich Erhard, am Montag und reagierte damit auf die Kritik des Fußball-Weltmeisters von 1990. "Wir haben das Amt im Ehren- und Nebenamt ausgeschrieben - dazu gehört auch ein enger finanzieller Spielraum bei dem Thema Aufwandsentschädigung. Da hatten Guido und wir als Vereinsbeirat unterschiedliche Vorstellungen", sagte der 65-Jährige. Buchwald war am Montag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der 58 Jahre alte Ex-Profi zählt nicht zu den vier verbliebenen Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Dietrich. In einer Stellungnahme am Sonntag hatte Buchwald seinen Ex-Club heftig kritisiert. "Man will beim VfB Stuttgart in der Vereinsführung keine Fachleute mit eigener Meinung", schrieb Buchwald, "sondern man will Opportunisten und Ja-Sager, damit man - wie in den vergangenen Jahren - ungestört weiter den Club nach seinen Vorstellungen führen kann."

Es werde keine Rücksicht auf "Ethik, Stil, Ehrlichkeit oder Moral" oder die "Meinung der Mitglieder" genommen, monierte Buchwald. Erhard betonte, er kenne Buchwald seit 30 Jahren persönlich und könne dessen "Enttäuschung in gewisser Weise nachvollziehen". Die öffentliche Kritik Buchwalds aber "sei nicht gut für den VfB".

Die VfB-Satzung lässt für die Präsidentenwahl nur zwei Kandidaten zu, die vom Vereinsbeirat aufgestellt werden müssen. Diese Entscheidung soll am 7. November bekannt gegeben werden. Dietrichs Nachfolger wird dann auf der Mitgliederversammlung am 15. Dezember gewählt. Im Moment sind noch Martin Bizer, Christian Riethmüller, Susanne Schosser und Claus Vogt im Rennen.


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