VfB Stuttgart

Startelf-Rückkehr gegen den BVB? Warum Orel Mangala wieder gefordert sein könnte

Orel Mangala
VfB-Mittelfeldspieler Orel Mangala. © Danny Galm

Orel Mangala ist neben Chris Führich, Atakan Karazor und Pascal Stenzel einer von vier Profis im Kader des VfB Stuttgart, die schon das Trikot des kommenden Gegners aus Dortmund getragen haben. Seit 2017 spielt der Belgier mittlerweile im Schwabenland und ist somit der dienstälteste Spieler im Aufgebot. War Mangala diese Saison lange Zeit gesetzt, so musste er sich zuletzt mit der Joker-Rolle begnügen. Das könnte sich am Freitag ändern.

Warum Führich zuletzt den Vorzug erhielt

Wohl kaum ein Stuttgarter verfügt über eine solche Technik wie Orel Mangala. Auch das Gefühl für den Raum sowie seine Spielintelligenz gehören zu den Stärken des 24-Jährigen. Doch ein Bluterguss im Oberschenkel bremste den Mittelfeldspieler Ende Februar aus. Sein Stammplatz war weg. 

Trainer Pellegrino Matarazzo vertraute in den vergangenen Partien auf ein Dreier-Mittelfeld mit Chris Führich und Wataru Endo auf den Achterpositionen sowie Atakan Karazor auf der Sechs. Und nach acht Punkten aus den letzten vier Spielen gab es für den Coach auch keinerlei Grund, etwas an dieser Anordnung zu ändern. „Die ersten elf Spieler, die an den letzten Spieltagen auf dem Platz standen, haben es meistens auch gut gemacht“, findet Pellegrino Matarazzo

Mit dem wendigen, dribbelstarken Chris Führich wollte Matarazzo in den kampfbetonten Partien gegen Augsburg und Bielefeld zudem ein anderes Profil auf dem Platz haben. Der ballsichere und passtarke Mangala war weniger gefordert. „Chris auf der Acht hat uns in den letzten Spielen gut getan“, sagt Matarazzo, der das allerdings keineswegs als Kritik an Mangala verstanden wissen will: „Es hat nichts damit zu tun, dass bei den Leistungen von Orel irgendetwas gefehlt hat.“ 

Kalajdzic-Ausfall zwingt Matarazzo zum Umbau

Gegen den BVB am Freitagabend (08.04.) könnte Mangala jetzt wieder in die Startelf zurückkehren. Da Stürmer Sasa Kalajdzic aufgrund einer Corona-Infektion ausfällt, könnte Tiago Tomas oder Omar Marmoush vom Flügel in die Spitze rücken. Den freien Platz auf der Außenbahn dürfte dann Chris Führich übernehmen, was wiederum Orel Mangala zurück in die Anfangsformation bringen würde: Als stabilen Box-to-Box-Player, der auch die Tiefe besprinten kann. 

Die jüngsten Auftritte des Belgiers von der Bank wirkten zielgerichteter und taten dem Stuttgarter Spiel merklich gut. Zum Beispiel beim Punktgewinn an der Alten Försterei, als Mangala nach seiner Einwechslung zum entscheidenden Faktor wurde. „Er hat gezeigt, dass er auch immer wieder im Strafraum auftauchen kann, was er davor nicht so oft gezeigt hat“, so Matarazzo. „Falls er auf dem Platz steht, wird er einen sehr guten Job machen“, ist sich der Trainer jedenfalls sicher.

Ausverkauftes Haus und Sorge vor schlechtem Platz

Gewiss ist den Stuttgartern auch die Unterstützung der heimischen Fans. Das Stadion ist mit rund 60.000 Zuschauern erstmals seit mehr als zwei Jahren wieder ausverkauft. „Ich habe voll Bock, an der Seitenlinie zu stehen und mit den Jungs einen guten Fight abzuliefern“, so Matarazzo.

Sorgen bereitet dem Trainer lediglich der Zustand des Rasens in der Arena. Das Geläuf machte schon in den letzten Heimspielen nicht den besten Eindruck und für Freitagabend sind Regen und Sturm vorhergesagt. Was andere Teams aus dem Tabellenkeller gerne als Vorteil für sich nutzen, um eine spielerische Überlegenheit des Gegners auszugleichen, kommt den Schwaben mit ihrem spielerischen Ansatz weniger gelegen. „Wir wollen Fußball spielen und ich freue mich immer auf einen guten Platz“, sagt Pellegrino Matarazzo. 

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