VfB Stuttgart

Systemwechsel gegen Köln?

VfB im Trainingslager im Stubaital Tag 3_0
Die personellen Probleme in der Defensive trüben die Stimmung vor dem Bundesliga-Start. © Danny Galm

Stuttgart.
Die Länderspielpause kam VfB-Cheftrainer Hannes Wolf ungelegen. Nach der ärgerlichen Pleite in Frankfurt wollte sich der 36-jährige Fußballlehrer eigentlich direkt in die Arbeit mit seiner Mannschaft stürzen, musste allerdings zwölf seiner Profis zu ihren jeweiligen Nationalmannschaften ziehen lassen.

Remis im Testspiel gegen Aalen

Für die „Daheimgebliebenen“ stand am vergangenen Freitag ein Testspiel gegen den VfR Aalen auf dem Programm. Beim 2:2 (2:0) gegen den Drittligisten schickte Wolf einige Jugendspieler auf den Rasen und testete zudem ein anderes Spielsystem.Der Aufsteiger agierte auf der Ostalb in einem 3-4-3 mit U 23-Profi Nicolas Sessa auf der Zehn und Simon Terodde und Daniel Ginczek als Doppelspitze. Auch eine Option für das nächste Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln? „Wir haben verschiedene Optionen, aus den Räumen zu agieren. Das war jetzt mal eine“, erklärte Wolf anschließend gegenüber dem kicker.

Wolf: „Wir wollen es besser machen und gefährlicher werden“

An den ersten sieben Bundesliga-Spieltagen schickte Wolf seine Elf in einem 3-4-2-1-Sytstem auf den Rasen. In der Defensive stand der Aufsteiger stabil. Was fehlte, war die Durchschlagskraft in der Offensive.

„Wir wissen, dass vier Tore aus, davon zwei aus dem Spiel heraus, dünn sind. Wir hätten mehr schießen können“, sagt Hannes Wolf und ergänzt: „Wir wollen es besser machen und gefährlicher werden.“

Vier Saisontore nach sieben Spieltagen lassen den Cheftrainer grübeln und auch über einen Systemwechsel nachdenken. Eine Systemumstellung vom 3-4-2-1 auf ein 3-4-3 mit einer Doppelspitze und einem klassischen Zehner, könnte gegen Schlusslicht Köln eine Möglichkeit sein, um die bisher harmlose Offensive zu beleben.

Revival für Ochsensturm?

Gegen die noch sieglosen Rheinländer könnte der „Ochsensturm“ Terodde/Ginczek sein Revival feiern. Auf der zentralen Position hinter den beiden Sturmspitzen wären Anastasios Donis oder Takuma Asano eine Option. Auch der junge Berkay Özcan und Neuzugang Orel Mangala könnten in der Zentrale ran.Durch einen Systemwechsel will Hannes Wolf aber keinesfalls die neugewonnene defensive Stabilität verlieren. An der Dreier-/Fünferkette um Leitwolf Badstuber und den beiden erfahrenen Außenbahnspieler Dennis Aogo und Andreas Beck wird Wolf festhalten. In der Offensive hingegen, könnte Wolf an einigen kleinen Stellschrauben drehen.

Reschke: „Das Köln-Spiel wird deutlich das intensivste in der bisherigen Saison“

Das erste Freitagabend-Spiel (20.30 Uhr / ZVW-Liveticker) der Saison bekommt einen wegweisenden Charakter. „Das Köln-Spiel wird deutlich das intensivste in der bisherigen Saison. Für den FC hat es Final-Charakter, und für uns ist es extrem wichtig! Bei einem Sieg hätten wir neun Punkte Vorsprung auf Köln, bei einer Niederlage nur noch drei. Das sagt alles“, erklärte Sportvorstand Michael Reschke am Dienstag in einem Interview mit der Bild.

Auch Abwehrspieler Dennis Aogo warnte am Montag vor der Mannschaft auf der Domstadt: „Aufgrund des aktuellen Tabellenstands denkt jeder, dass wir Köln schlagen müssen. Davon haben wir uns als Mannschaft freizumachen. Der Gegner spielt international und hat deutlich mehr Qualität in seinem Team, als es die aktuelle Situation zum Ausdruck bringt.“