VfB Stuttgart

Takuma Asano: Amateure statt Nationalelf

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Takuma Asano spielt zur Zeit keine Rolle im Erstliga-Kader des VfB-Stuttgart. © Christine Tantschinez

Stuttgart.
Im belgischen Lüttich bestreitet an diesem Freitagnachmittag (23. März) die japanische Fußballnationalmannschaft ein Testspiel gegen Mali. Wenn die Partie angepfiffen wird, sitzt Takuma Asano in Stuttgart vermutlich noch mit den VfB-Amateuren beim Mittagessen. Das Regionalligateam empfängt am Abend den FC Astoria Walldorf (19 Uhr, Gazi-Stadion).

Während seine Landsleute, unter ihnen Ex-Stuttgarter Gotoku Sakai, sich gegen Mali und die Ukraine (Dienstag, 27. März) für die Weltmeisterschaft in Russland empfehlen dürfen, sammelt der 23-Jährige also Spielpraxis in der vierten Liga. Sein großes Ziel, die WM-Teilnahme, wird  Asano wohl kaum erreichen. Dabei gehörte er noch im November zum Team von Nationaltrainer Vahid Halilhodzic, bestritt alle Testspiele und stand zuvor auch bei der WM-Qualifikation regelmäßig auf dem Platz. Dass er für die nun anstehenden Tests nicht nominiert wurde, liegt wohl daran, dass er Ende des Jahres beim VfB ins Hintertreffen geriet.

Im Dezember zuletzt eingesetzt

Der letzte Einsatz des Angreifers im Bundesliga-Kader liegt mittlerweile mehr als drei Monate zurück. Bei der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München im Dezember 2017 wurde Asano acht Minuten vor Schluss  eingewechselt. Die vollen 90 Minuten spielte er zuletzt Anfang November. Unter Tayfun Korkut kam er noch überhaupt nicht zum Einsatz: Bei fünf von sieben Spielen musste die Leihgabe des FC Arsenal gar auf der Tribüne Platz nehmen.

Asano ist nicht der einzige VfB-Spieler, der einen schweren Stand hat: Chadrac Akolo bringt es mittlerweile immerhin auf Kurzeinsätze, aber Anastasios Donis stand seit dem Trainerwechsel nur eine Halbzeit lang auf dem Platz. Und Orel Mangala, Berkay Özcan und Dzenis Burnic müssen an diesem Freitag wie Asano bei der Zweiten ran, um auf Spielzeit zu kommen.

Korkut ist kein Fan von Veränderungen

Solange der VfB punktet und von Verletzungspech verschont bleibt, wird sich daran vermutlich nichts ändern. „Ich bin kein Fan von großen Veränderungen von Woche zu Woche“, sagt Tayfun Korkut. Der Erfolg gibt ihm Recht. Auf einer Pressekonferenz nach der Situation Asanos gefragt, antwortete Korkut Anfang März schlicht: „Die anderen performen gut.“  

Asanos Zukunft liegt ohnehin nicht beim VfB, nach dieser Saison läuft das Leihgeschäft mit Arsenal London aus. Gegen den SC Freiburg stand der Japaner immerhin wieder im Kader. Und wer weiß, vielleicht schafft es der flinke Angreifer ja, in der Regionalliga für sich zu werben. Wenn schon nicht als WM-Kandidat, dann wenigstens als Sturm-Alternative für den Saisonendspurt in der Bundesliga.