VfB Stuttgart

Trotz Niederlage: Augsburg-Profis loben Weinzierl

Augsburgs Marco Richter reagiert unzufrieden
Augsburgs Marco Richter reagiert unzufrieden. Foto: Tom Weller/dpa © Tom Weller

Stuttgart (dpa) - Aus seinem Frust über das misslungene Comeback beim FC Augsburg machte Markus Weinzierl kein Geheimnis. Spürbar enttäuscht und ohne ein einziges Lächeln sprach der alte und neue Coach über das 1:2 (0:1) beim VfB Stuttgart. Doch die Leistung seiner Mannschaft lässt den 46-Jährigen hoffen. Einsatzbereitschaft, Wille, Mut - fast alles lief beim Debüt des neuen Alten in die von ihm gewünschte Richtung, nur die Tore machten die bayerischen Schwaben nicht. Während die Augsburger im Kampf um den Verbleib in der Fußball-Bundesliga damit vor dem Saisonendspurt immer stärker unter Druck geraten, ist der VfB erleichtert.

UMSCHWUNG: «Ich habe alle Tugenden gesehen. Ich weiß, dass wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben», sagte Weinzierl. Seine Mannschaft habe die «besseren Torchancen gehabt», sie hätte sich nur belohnen müssen. «Die Jungs hätten es wirklich sehr verdient gehabt.» Tatsächlich hatte der FCA allein durch Ruben Vargas (2./37.) und Marco Richter (26./45.) gleich mehrere Top-Chancen vergeben. Dennoch waren die Veränderungen unter dem Nachfolger von Heiko Herrlich deutlich sichtbar. «Wir hatten heute einen ganz klaren Plan, wie wir spielen wollten», sagte André Hahn. «Man hat heute gesehen, wir können auch anders. Wir müssen nur das Tor treffen.»

COMEBACK: Was Augsburg vor dem Abstiegskrimi gegen Werder Bremen am nächsten Samstag Mut machen dürfte, ist der Treffer von Florian Niederlechner (59.). Unter Herrlich war der Angreifer nur noch Ergänzungsspieler, in Stuttgart traf der einstige Torjäger erstmals seit Ende Februar. «Das war keine leichte Zeit für mich in den letzten Wochen, ich hab's auch nullkommanull verstanden», sagte Niederlechner bei DAZN über die Zeit mit Herrlich. «Markus Weinzierl ist gekommen, hat mir gleich im ersten Training das Vertrauen ausgesprochen, hat mich starkgeredet.»

KLASSENERHALT: Die Stuttgarter haben nach dem Sieg den angepeilten Klassenerhalt auch rechnerisch sicher. «Glückwunsch und Danke für viele schöne und begeisternde Spiele an die Mannschaft und das ganze Team», freute sich VfB-Präsident Claus Vogt via Twitter. Philipp Förster (11. Minute) und Sasa Kalajdzic (74.) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg des Aufsteigers.

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