VfB Stuttgart

TV-Gelder: So viel bekommt der VfB

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Symbolbild. © pixabay.com / CC0 Public Domain

Stuttgart.
Die 36 Clubs der 1. und 2. Liga dürfen sich – dem neuen TV-Vertrag sei Dank – über einen dicken Batzen vom großen Kuchen freuen. Bis zur Spielzeit 2020/21 werden 4,64 Milliarden Euro ausgeschüttet - das macht 1,16 Milliarden Euro pro Saison. Diese Summe entspricht einem Wachstum von 85 Prozent gegenüber dem vorigen TV-Deal.

Der Kicker hat am Montag den Verteilungsschlüssel der Deutschen Fußball Liga (DFL) veröffentlich, der detailliert zeigt, mit wie vielen TV-Millionen jeder Verein in der Spielzeit 2017/18 rechnen kann:

Verein  Mio. Euro 
1. FC Bayern München 95,94
2. Borussia Dortmund 86,50
3. Schalke 04 77,94
4. Bayer Leverkusen 76,95
5. Borussia Mönchengladbach 68,96
6. VfL Wolfsburg 64,56
7. TSG 1899 Hoffenheim 54,32
8. Hertha BSC Berlin 53,75
9. FSV Mainz 05 49,78
10. 1. FC Köln 48,61
11. FC Augsburg 47,51
12. Werder Bremen 46,74
13. Eintracht Frankfurt 44,41
14. SC Freiburg 40,67
15. VfB Stuttgart 39,67
16. Hamburger SV 39,24
17. Hannover 96 38,15
18. RB Leipzig 28,78

(Quelle: Kicker)

Insgesamt gehen nach Kicker-Informationen 980 Millionen Euro aus der nationalen und knapp 206,4 Millionen Euro aus der internationalen Vermarktung an die 36 Vereine. Verteilt wird das TV-Geld nach einem neuen Verteilungsschlüssel, der sich auf ein "Vier-Säulen-Modell" (siehe Infobox) stützt.

Nicht berücksichtigt sind in der Tabelle die Erlöse aus dem Sponsoring und der Gruppenvermarktung in Höhe von 32 Millionen Euro. 

In der 2.Bundesliga belegen die Absteiger FC Ingolstadt (16,88 Mio. €) und SV Darmstadt (15,41 Mio. €) die ersten Ränge. Die Aufsteiger Holstein Kiel (6,43 Mio. €) und Jahn Regensburg (6,6 Mio. €) erhalten als einzige Zweitligisten weniger als 7 Mio. Euro.


Das neue Vier-Säulen-Modell

Im Rahmen des Vier-Säulen-Modells gestaltet sich die Verteilung der nationalen Erlöse im Einzelnen wie folgt:

  • In Säule 1 („Bestand“), die 70 Prozent der nationalen Einnahmen ausmacht, wird nach dem bekannten Schlüssel verteilt. Das heißt: Es gibt sowohl für die Clubs der Bundesliga als auch für die der 2. Bundesliga eine Fünf-Jahres-Wertung, bei der die vergangenen fünf Spielzeiten gewertet werden (im Verhältnis 5:4:3:2:1, beginnend mit der zuletzt gespielten Saison). Wie bislang, erhält in der Bundesliga der Erste dieser Wertung 5,8 Prozent der Erlöse, der Letzte 2,9 Prozent. In der 2. Bundesliga erhält der Erste 1,69 Prozent und der Letzte 0,75 Prozent.
  • Säule 2 („Sportliche Nachhaltigkeit“) umfasst 5 Prozent der nationalen Erlöse. Vorgesehen ist dabei eine 20-Jahres-Wertung mit Blick auf das sportliche Abschneiden. Anders als in Säule 1, werden hier alle Spielzeiten (beginnend mit der zuletzt gespielten) gleich gewichtet. Und: Bundesliga und 2. Bundesliga werden nicht separat betrachtet, zu Grunde liegt vielmehr eine 36er-Rangliste.
  • Säule 3 („Nachwuchs“) enthält 2 Prozent der nationalen Erlöse. Die Verteilung erfolgt proportional zu den Einsatzminuten in Deutschland verbandsausgebildeter U 23-Spielerin der aktuellen Saison. Berücksichtigung finden alle Spiele einschließlich der Saison des 23. Lebensjahres (exklusive Relegation und Nachspielzeiten). Ausländische Spieler müssen vor Vollendung des 18. Lebensjahres bei einem im Bereich des DFB befindlichen Club registriert sein.
  • In Säule 4 („Wettbewerb“), in der 23 Prozent der nationalen Erlöse vergeben werden, erfolgt die Bewertung in den unterschiedlichen Tabellenregionen nach einer gewichteten Fünf-Jahres-Wertung (5:4:3:2:1, beginnend mit der zuletzt abgelaufenen Spielzeit) und - anders als Säule 1 auf Basis einer 36er-Rangliste. Im Vergleich zu Säule 1 kommen dabei zudem andere Prozentsätze je Tabellenplatz zum Tragen. Die ersten sechs Clubs in der dieser Säule erhalten denselben Betrag.