VfB Stuttgart

Vereinsbeirat tagt am Sonntag (14.02.): Folgt beim VfB Stuttgart direkt der nächste Paukenschlag?

Fußball VfB Stuttgart vs. Hertha BSC Berlin
Wird der amtierende Präsident Claus Vogt vom Vereinsbeirat zur Wahl zugelassen? © Pressefoto Baumann

Rund um den VfB Stuttgart könnte es an diesem Wochenende Schlag auf Schlag gehen: Nachdem der Aufsichtsrat am Samstag (13.02.) erste personelle Konsequenzen aus der Daten-Affäre gezogen hat, könnte nun am Sonntag (14.02.) die nächste wegweisende Entscheidung fallen: Nach Informationen unserer Redaktion tagt am Mittag der Vereinsbeirat. Auch der kicker berichtet über das geplante Treffen. Das achtköpfige Gremium unter dem Vorsitz von Wolf-Dietrich Erhard ist für die Nominierung der Präsidentschaftkandidaten zuständig. Aktuell haben sich offiziell nur Amtsinhaber Claus Vogt und Volker Zeh aus dem Remstal beworben. Ob der amtierende Clubchef zur Wahl zugelassen wird, ist weiter unklar. Auch ist nicht bekannt, ob der vom Beirat beauftragte Personaldienstleister einen weiteren potentiellen Kandidaten ausfindig machen konnte.

Der MV-Termin am 28. März steht unter Beschuss

Vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin (1:1) gab es rund um die Stuttgarter Arena zahlreiche Spruchbänder und Plakate der Fanszene. Die Ultras vom Schwabensturm brachten ihr Anliegen in einer auf ihrer Homepage veröffentlichten Mitteilung auf die knackige Formel: „MV verschieben – Vogt aufstellen – Mitglieder entscheiden lassen!“

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Ob am Sonntag in der Kandidaten-Frage überhaupt eine Entscheidung fällt, ist allerdings nicht sicher. Schließlich steht der von den Präsidiumsmitgliedern Rainer Mutschler und Bernd Gaiser gegen den Willen von Claus Vogt durchgedrückte Termin für die Mitgliederversammlung unter Beschuss. In den letzten Wochen hatten sich zahlreiche Fanclubs und Gruppierungen sowie der Fanausschuss gegen eine virtuelle Veranstaltung ausgesprochen. Einige Mitglieder wollen sogar gerichtlich gegen die Terminierung auf den 28. März vorgehen.

Aufischtsrat kündigt weitere Personalentscheidungen an

Zudem kündigte der Aufsichtsrat nach der Abberufung der Vorstände Stefan Heim (Finanzen) und Jochen Röttgermann (Marketing) weitere Entscheidungen an. Der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger werde „weitere Personalentscheidungen schnellstmöglich unter Berücksichtigung der besonderen arbeitsrechtlichen Bedingungen für Mitarbeiter herbeiführen“.

In den Fokus rücken könnte hier Rainer Mutschler. Neben seinem Amt im e.V. ist der 61- Jährige auch als Leiter des Stuttgarter Nachwuchsleistungszentrums bei der AG angestellt. In der Daten-Affäre gilt Mutschler als schwer belastet, eine Gruppe von Mitgliedern fordert sogar seinen Vereinsausschluss.

Für den Fall, dass auch Mutschler in den kommenden Tagen seinen Hut nehmen muss, könnte auch der Termin für die Mitgliederversammlung noch einmal zur Diskussion gestellt werden. Das wiederum würde ein wenig Druck vom Vereinsbeirat nehmen, der jedoch selbst mit der Entscheidung, den amtierenden Präsidenten zur Wahl zuzulassen, einiges zur Befriedigung der aktuellen Situation beitragen könnte.