VfB Stuttgart

VfB-Einzelkritiken: Defensive um Anton und Mavropanos stark - Angriff harmlos

Fußball VfB Stuttgart vs. Borussia Mönchengladbach
Machte gegen Mainz 05 ein starkes Spiel auf der Sechser-Position: VfB-Abwehrchef Waldemar Anton (Symbolbild). © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und der FSV Mainz 05 trennen sich in einem ereignisarmen Bundesligaspiel mit 0:0. Die Partie war vor allem durch viele kleine Fehler und intensive Zweikämpfe im Mittelfeld geprägt, ein geordnetes Spiel kam nur selten zustande. Während die Schwaben direkt nach der Halbzeitpause zwei große Chancen auf die Führung hatten, waren die Mainzer in der Schlussphase näher am 1:0. Ein unterm Strich verdientes Unentschieden, das keinen Sieger verdient hätte. Die Schwaben müssen sich im Abstiegskampf mit dem einen Punkt zufriedengeben und rutschen nach dem Hertha-Sieg in Augsburg auf den Relegationsplatz.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: Sah gegen den BVB beim zweiten Gegentreffer nicht gut aus und war gegen heimstarke Mainzer im Kasten als sicherer Rückhalt gefragt. Hatte in der ersten Halbzeit gar nichts zu tun. Reagierte nach einem Kohr-Kopfball schnell, als er den Abpraller vom Pfosten vor der Linie rettete (55.). Musste sonst aber kaum eingreifen - Note: 3

Pascal Stenzel: Gab erneut den Rechtsverteidiger und musste immer wieder gegen den schnellen Angreifer Onisiwo verteidigen, der oft auf den linken Flügel auswich. Hatte seine Seite aber gut im Griff, ließ wenig zu. Ausbaufähige Zweikampfquote (50 Prozent) - Note: 3,5

Konstantinos Mavropanos: Bekam trotz einiger Wackler in den vergangenen Wochen erneut das Vertrauen von Trainer Pellegrino Matarazzo im Abwehrzentrum. Gegen die laufstarken und robusten Mainzer Angreifer war er besonders gefordert. Verteidigte sauber und hatte den quirligen Stürmer Burkardt gut im Griff. In der Schlussphase klärte er ein ums andere Mal in höchster Not, gewann starke 89 Prozent seiner Zweikämpfe. Starke Partie des jungen Griechen - Note: 1,5

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Hiroki Ito: Bildete wie schon gegen den BVB das Innenverteidiger-Duo mit Mavropanos. Machte wie immer einen unaufgeregten und ruhigen Eindruck. Prallte nach rund 27 Minuten mit Mavropanos zusammen und musste mit blutender Nase vom Platz, konnte aber weiterspielen. Machte keinen großen Fehler und hatte das Zentrum gut im Griff. Einzig die Zweikampfquote ausbaufähig (57 Prozent) - Note: 2,5

Borna Sosa: Ließ sich von seinen Wechselgerüchten zum FC Barcelona nicht beeinflussen und lief seine linke Außenbahn rauf und runter. Zudem hatte er seinen kongenialen Partner Sasa Kalajdzic wieder auf dem Platz, den er mit Flanken immer wieder suchte. Konnte sich in der Offensive gegen zweikampfstarke Mainzer aber nicht so gut durchsetzen. Defensiv ließ er über seine Seite nichts abrennen und gewann starke 67 Prozent seiner Zweikämpfe - Note: 3

Waldemar Anton: Rutschte nach seiner Gelbsperre mit der Kapitänsbinde am Arm zurück in die Startelf. Allerdings nicht als Abwehrchef, sondern auf der Sechser-Position. Als Karazor-Ersatz sollte er mit seinem robusten und intensiven Spiel den Nullfünfern den Zahn ziehen. War sehr präsent, bestritt viele Zweikämpfe (73 Prozent gewonnen) und machte das Zentrum dicht. Dazu laufstärkster Spieler (11,35 Kilometer). Ein wirklich guter Auftritt des ungelernten "Sechsers" - Note: 2

Orel Mangala: Sollte das Offensivspiel der Schwaben strukturieren und seine Ballsicherheit im Zentrum ausspielen. In Sachen Intensität und Robustheit musste sich der junge Belgier im Vergleich zu den vorherigen Partien aber deutlich steigern. Hatte einen gefährlichen Abschluss kurz vor der Pause, ansonsten kam offensiv kaum was. Gewann zudem nur 44 Prozent seiner Zweikämpfe - ausbaufähiger Auftritt - Note: 4

Chris Führich: Rutschte durch den Eno-Ausfall wieder zurück ins Zentrum und sollte mit seinen intensiven Läufen als Staubsauger vor der Abwehr sorgen. Im Angriff waren sein Tempo und seine Tiefe gefragt. Fand in Halbzeit eins kaum statt und brachte in der 51. Minute den Ball nach einem Zentner-Patzer nicht im leeren Tor unter. War gewohnt viel unterwegs, ohne aber große Gefahr auszustrahlen. Gute Arbeit gegen den Ball, insgesamt aber zu wenig - Note: 4

Omar Marmoush: Wollte nach den vergebenen Großchancen und eher schwachen Auftritten gegen Bielefeld und Dortmund zeigen, dass er ein wichtiger Faktor für den VfB sein kann. Versuchte sich immer wieder in 1-gegen-1-Situationen durchzusetzen. Oft wirkte das aber eher, als würde der junge Ägypter mit dem Kopf durch die Wand wollen. Schoss kein einziges Mal aufs Tor und sorgte für null Gefahr. Wurde nach rund einer Stunde ausgewechselt - Note: 5,5

Tiago Tomas: Seine Tiefe und Geschwindigkeit sollten gegen die robusten Mainzer für die größte Gefahr sorgen. In den ersten 45 Minuten war der Portugiese aber kaum zu sehen, direkt nach der Pause vergab er zudem die große Chance aufs 1:0. Versuchte viel, hatte aber kaum Durchschlagskraft. Konnte den aggressiven Verteidigern wenig entgegensetzen, wurde 15 Minuten vor Schluss durch Massimo ersetzt - Note: 4,5

Sasa Kalajdzic: Startete nach seiner Corona-Infektion wieder im Sturmzentrum und war gegen robuste Mainzer vor allem als Wandspieler gefragt. Da die Schwaben aber so gut wie nie den Weg in den Strafraum fanden, kam der Zwei-Meter-Mann in keine gefährlichen Abschlusssituationen. Hatte nur einen Torschuss und hing viel in der Luft. So gehen die Stärken des Angreifers verloren - Note: 4,5

Einwechselspieler:

Alexis Tibidi (ab der 58. Minute für Omar Marmoush): Der Youngstar sollte es besser machen als sein schwacher Vorgänger Marmoush. Mit seinem Tempo erhoffte sich Trainer Pellegrino Matarazzo mehr Tiefe. Fand aber kaum statt, unterband in der 83. Minute mit einem dummen Foul eine gute Kontersituation von Chris Führich - Note: 4,5

Roberto Massimo (ab der 75. Minute für Tiago Tomas): Ohne Bewertung

Erik Thommy (ab der 83. Minute für Chris Führich): Ohne Bewertung

Enzo Millot (ab der 83. Minute für Orel Mangala): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form