VfB Stuttgart

VfB-Einzelkritiken nach Last-Minute-Rettung: Wataru Endo mit dem goldenen Treffer

Fußball VfB Stuttgart vs. 1.FC Köln
Wataru Endo: Kapitän, Torschütze und Motor - für den VfB Stuttgart hat der Japaner einen unschätzbaren Wert. Mit dem 2:1-Siegtreffer sicherte er den Schwaben den Klassenerhalt. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga. Durch einen nervenaufreibenden 2:1-Sieg gegen den 1.FC Köln machten die Schwaben den direkten Klassenerhalt perfekt. Da Hertha BSC Berlin in Dortmund mit 2:1 verlor, rutschte das Matarazzo-Team auf den letzten Drücker noch auf Rang 15. Nach einer durchwachsenen Saison mit vielen Höhen und Tiefen rettete sich der VfB mit einem Last-minute-Sieg.

Wie sich die VfB-Profis geschlagen haben, erfahren Sie in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: Zeigte gegen München seine bislang beste Vorstellung im Trikot mit dem Brustring. Gegen den FC erhoffte sich Trainer Matarazzo denselben sicheren Rückhalt. Das war aber nicht der Fall. Mit einem katastrophalen Blackout in der 60. Minute verursachte er das 1:1, als er einen harmlosen Schuss nicht fangen konnte. Kann froh sein, dass sein Patzer nicht die Relegation bedeutete - Note: 5

Konstantinos Mavropanos: Starke Partie des jungen Griechen. Gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe und räumte fast alles ab, was über seine rechte Abwehrseite kam. Schaltete sich in der Schlussphase auch immer wieder nach vorne ein - Note: 1,5

Waldemar Anton: Machte eine fehlerfreie Partie gegen Anthony Modeste und schaltete den Kölner Angreifer fast das gesamte Spiel aus. Körpersprache, Zweikampfverhalten Wille – es passte so ziemlich alles bei dem Abwehrchef. 80 Prozent gewonnene Zweikämpfe, besser geht es kaum - Note: 1

Hiroki Ito: Wieder eine solide Vorstellung des jungen Japaners, der als No-Name nach Stuttgart kam. Machte eine aufmerksame Partie, gewann aber „nur“ 50 Prozent seiner Zweikämpfe. Haute alles rein und rieb sich in vielen Duellen auf - Note: 2

Chris Führich: Machte immer wieder Tempo über seine rechte Seite und schlug starke Standards. Seine Flanken aus dem Lauf waren aber ausbaufähig. Konnte sich in der Offensive aber nicht so in Szene setzen und hatte keinen Torschuss. Gewann nur 29 Prozent seiner Zweikämpfe, bereitete aber das 1:0 vor - Note: 3,5

Wataru Endo: Vergab in der ersten Hälfte zwei hundertprozentige Torchancen und hätte auf 2:0 stellen müssen. Wurde in der Schlussphase aber zum Helden: In der Nachspielzeit köpfte er den VfB zum 2:1-Sieg und machte seinen Chancenwucher vergessen. Bärenstarke 75 Prozent seiner Duelle gewonnen und als Motor und Antrieb der Mannschaft wie immer stark performt. Zum Glück hat der VfB Endo - Note: 1

Atakan Karazor: Ungewohnt fehlerbehaftet im Aufbauspiel, dazu am Anfang wenig Zugriff im Zentrum. Wirkte oft überhastet und ging im Zentrum neben dem bärenstarken Endo etwas unter. Seine Leistungsdaten sprechen aber trotzdem für ihn: 70 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 85 Prozent Passquote - Note: 3

Orel Mangala: Bekam nach seiner starken Vorstellung in München einen Platz in der Startelf. War aber der schlechteste Stuttgarter im Zentrum, verlor viele Bälle und wirkte teilweise nicht voll da. Fehlende Körperspannung scheint ein Thema beim jungen Belgier zu sein. Nur 43 Prozent der Zweikämpfe gewonnen - Note: 4

Borna Sosa: Ging auf seiner linken Seite etwas unter und hatte weniger Torraumszenen als zuletzt. Wirkte ausgelaugt und kaputt, schmiss aber trotzdem alles rein. Machte seine linke Seite in der Defensive aber dicht - Note: 3

Tiago Tomas: Sorgte mit seinem Tempo für viel Chaos in der Kölner Abwehr, vergab aber mehrere Großchancen auf das 2:0. Das muss der junge Portugiese besser machen. Ackerte viel und arbeitete nach hinten mit. Wurde in der 58. Minute ausgewechselt - Note: 2,5

Sasa Kalajdzic: Ein Tor zum Abschied: Scheiterte erst mit einem Elfmeter (12. Minute), bei der anschließenden Ecke war er aber da und köpfte zur 1:0-Führung ein. Ackerte um jeden Zentimeter und schmiss alles rein. Seine Tränen auf der Extra-Runde nach Spielende deuten auf einen Abschied hin. Der VfB verliert wohl einen guten Fußball und einen noch tolleren Mensch - Note: 1,5

Einwechselspieler:

Erik Thommy (ab der 58. Minute für Chris Führich): Arbeitete viel auf seiner rechten Seite und lief vor allem in der Schlussphase die Lücken unermüdlich zu - Note: 3

Omar Marmoush (ab der 58. Minute für Tiago Tomas): Sollte mit seinem Tempo Tiago Tomas eins zu eins ersetzen. Schlug die Ecke vor dem 2:1, verpasste aber wie so oft immer wieder den richtigen Moment fürs Abspielen - Note: 3,5

Tanguy Coulibaly (ab der 85. Minute für Atakan Karazor): Ohne Bewertung

Roberto Massimo (ab der 90.+4 für Erik Thommy): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form