VfB Stuttgart

VfB gegen SC Freiburg: Kalajdzic und Gregoritsch beim Landesduell im Fokus

Sasa Kalajdzic
VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic hofft gegen den SC Freiburg auf seinen ersten Saisontreffer. © Danny Galm

Der eine glänzt als Vollstrecker, der andere bisher als Vorbereiter: Das Duell der baden-württembergischen Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart und SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist auch das der österreichischen Nationalstürmer Sasa Kalajdzic und Michael Gregoritsch. Kalajdzic hat die bisherigen drei Liga-Tore des VfB in dieser Saison allesamt aufgelegt, sein Landsmann Gregoritsch an den ersten zwei Spieltagen für Freiburg schon zweimal getroffen. Kalajdzic, der womöglich noch wechselt, und Gregoritsch, der gerade erst gewechselt ist: Sie stehen diesmal besonders im Fokus.

Vier Spiele gegen den VfB, vier Siege für Freiburg

Auf eine «absolute Herausforderung» stellt sich VfB-Coach Pellegrino Matarazzo gegen den Sport-Club ein. Die Kräfteverhältnisse haben sich verschoben, die Freiburger - ob sie es wollen oder nicht - die Rolle des Außenseiters längst abgestreift. Er erwarte ein «50:50-Spiel», sagte SC-Trainer Christian Streich am Donnerstag. Die vergangenen vier Liga-Partien gegen Stuttgart hat sein Team aber alle gewonnen.

Seit 2016 sind die Breisgauer wieder durchgehend in der Bundesliga dabei, diese Saison zudem sogar in der Europa League. Der VfB verbrachte im gleichen Zeitraum zwei Jahre in der zweiten Liga und ist nach der knappen Rettung in der Vorsaison auch in der neuen Spielzeit einzig und allein darauf bedacht, die Klasse zu halten.

«Ihr Erfolg und ihre Spielweise sprechen für sich», sagte Matarazzo am Donnerstag über die Freiburger. «Ein komplettes Spiel» hätten sie, betonte er. Und dank Gregoritsch «eine Variante, eine Stärke mehr».

Zug zum Tor: SC Freiburg gefährlicher mit Gregoritsch

Der 28-Jährige, der im Sommer im Tausch für Ermedin Demirovic vom FC Augsburg kam, sei «nicht nur kopfballstark, sondern kann auch kicken». Die Tore gegen seinen Ex-Club Augsburg (4:0) und gegen Dortmund (1:3) würden Gregoritsch sicher «total helfen», sagte Streich. «Sie geben ihm ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen». Es gebe bestimmt «noch einiges zu verbessern» beim Neuzugang. Bisher, so Streich, seien die Badener mit dem Angreifer aber «sehr zufrieden».

Gerade der Treffer gegen den BVB am vergangenen Freitag zeigte, was die Freiburger neben spielerischer Klasse noch mitbringen: Zug zum Tor. Ein langer Schlag von Torhüter Mark Flekken, eine scharfe Flanke von Kapitän Christian Günter und am Ende der Kette ein perfekter Kopfball von Gregoritsch - so kann's gehen. VfB-Trainer Matarazzo weiß genau, warum auch das Verteidigen des eigenen Strafraums und hoher Bälle in dieser Woche auf dem Stuttgarter Trainingsplan stand.

Und er weiß, was er an seinem eigenen Stürmerstar hat. Kalajdzic sei aktuell zwar «nicht auf seinem Top-Top-Niveau, aber drei Assists in zwei Spielen sind auch keine schlechte Quote», betonte Matarazzo. Auch wenn er selbst noch nicht getroffen hat, sei der 25-Jährige «wichtig» für die Schwaben. Zumindest so lange er denn noch da ist.

Sasa Kalajdzic und sein "Mitteilungsbedürfnis": Wechselt er - oder nicht?

Kalajdzic gilt schon seit längerer Zeit als Kandidat für einen Wechsel in diesem Sommer und wirkte vom Kopf her zuletzt nicht ganz frei. «Je länger es dauert, desto unangenehmer wird's», hatte der Stürmer nach dem 2:2 bei Werder Bremen am vergangenen Samstag über seine ungeklärte Zukunft gesagt. Matarazzo sieht es recht gelassen.

«Ich erlebe ihn als kämpferisch, und dass er es immer wieder schafft, auch die Aufmerksamkeit auf den Platz zu bringen», so der Stuttgarter Trainer. «Wenn er sich nach dem Spiel über seine Gefühlswelt äußert, ist das sein Recht.» Man merke, dass Kalajdzic «weiterhin ein Mitteilungsbedürfnis hat. Das gehört auch zu ihm. Das ist sein Charakter», sagte Matarazzo. «Das ist für mich auch kein Problem.»

Ein Problem ist für den VfB schon eher, dass hinter den Einsätzen der Abwehrspieler Konstantinos Mavropanos (Knieprobleme) und Josha Vagnoman (Oberschenkelprobleme) noch Fragezeichen stehen. Dafür ist Linksverteidiger Borna Sosa wieder ein Kandidat für die Startelf. Der Kroate ist der kongeniale Partner von Kalajdzic - und womöglich auch ein entscheidender Faktor im Duell der österreichischen Mittelstürmer.