VfB Stuttgart

VfB holt Philipp Laux wieder zurück

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Sportpsychologe Philipp Laux arbeitet künftig wieder für den VfB Stuttgart. © Danny Galm

Stuttgart.
Wenige Tage nach dem desolaten Auftritt beim Aufsteiger Dynamo Dresden hat der VfB Stuttgart den Sportpsychologen Plilipp Laux wieder zurückgeholt. Der Neue ist ein alter Bekannter, denn Ex-Trainer Alexander Zorniger hatte den ehemaligen Bundesliga-Torhüter 2015 als Sportpsychologen aus Leipzig mitgebracht. Nach dem Abstieg im Mai 2016 wurde Laux beurlaubt und Ex-Trainer Jos Luhukay hatte für den Sportpsychologen keine Verwendung.

Trainer Wolf begrüßt die Zusammenarbeit

Der neue Stuttgarter Trainer Hannes Wolf indes schon. „Unser neuer Trainer will gerne mit einem Psychologen arbeiten“, erklärte Sportvorstand Schindelmeiser im kicker. Unter Alexander Zorniger war der studierte Psychologe Laux eng an der Mannschaft dran, begleitete die Spieler vom Frühstück über das Training den ganzen Tag. Das Ende ist bekannt. Die Rolle rückwärts in der „Causa Laux“ illustriert einmal mehr die großen Differenzen zwischen Sportvorstand Schindelmeiser und Ex-Trainer Luhukay.

Schindelmeiser hatte sich offenbar schon länger um eine Rückkehr von Laux bemüht. "Wir haben uns ausgetauscht, ich habe ihm schon vor einiger Zeit signalisiert, dass wir ihn gerne wieder hier haben würden", so Schindelmeiser gegenüber dem kicker. Auch Cheftrainer Hannes Wolf begrüßt die Zusammenarbeit mit Laux: "Es gab natürlich im Vorfeld auch einen ausführlichen Austausch mit Hannes Wolf, auch er freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Philipp", so der Stuttgarter Sportvorstand.

Meisterschaften, Pokalsiege und Aufstiege

Als Sportpsychologe kann Laux auf diverse erfolgreiche Stationen zurückblicken: Der FC Bayern München wurde während seiner Tätigkeit Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger und stand zwei Mal im Champions-League-Finale. RB Leipzig stieg während seiner Zeit in die 3. Liga und die 2. Bundesliga auf. Jan Schindelmeiser und Laux kennen sich schon seit zehn Jahren aus ihrer gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim. Laux war zu dieser Zeit noch als Torwarttrainer im Kraichgau tätig. Dort ist das Duo zweimal zusammen aufgestiegen. Ein gutes Omen?

Über Gaggenau in die Bundesliga

  • Philipp Laux wurde am 25. 1. 1973 in Rastatt geboren.
  • 1993 wechselte Laux von seinem Heimatverein VfB Gaggenau als Ersatztorhüter zum Bundesligisten Borussia Dortmund, kam aber nicht zum Einsatz und wechselte ein Jahr später in die Regionalliga Süd zum SSV Ulm 1846.
  • In Ulm wurde er bald Stammtorhüter und stand bei den Spatzen nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga 1998 im Tor.
  • Nach dem direkten Wiederabstieg verließ Laux den Verein und heuerte erneut bei Borussia Dortmund an. Dieses Mal kam er achtmal zum Einsatz.
  • 2002 folgte der Wechsel zu Eintracht Braunschweig, die aus der Regionalliga Nord in die 2. Bundesliga aufgestiegen waren. Wegen eines Knorpelschadens im linken Knie musste Laux allerdings seine aktive Karriere beenden.
  • Nach dem Karriereende begann er an der Universität Mannheim ein Psychologiestudium, welches er 2008 mit dem Diplom abschloss.
  • Von 2004 bis 2005 war er für den DFB tätig. Dabei betreute er als Torwarttrainer mehrere deutsche Jugendauswahlmannschaften und 2005 kurzzeitig auch die deutsche Frauennationalmannschaft.
  • 2006 trat er dem Trainerstab seines ehemaligen Coaches Ralf Rangnick bei und wurde Torwarttrainer bei der TSG 1899 Hoffenheim.
  • Zur Saison 2008/09 wechselte er zum FC Bayern München, wo er im Trainerstab von Jürgen Klinsmann, Jupp Heynckes, Louis van Gaal und Andries Jonker als Sportpsychologe tätig war.
  • Im Juli 2012 wechselte er in gleicher Position zum damaligen Viertligisten RB Leipzig. Zur Saison 2015/16 folgte Laux Alexander Zorniger zum VfB Stuttgart.