VfB Stuttgart

VfB-Präsident Dietrich äußert sich zurückhaltend

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VfB-Präsident Wolfgang Dietrich: "Der VfB steht für Vielfalt und Toleranz“. © Danny Galm

Stuttgart.
VfB-Präsident Wolfgang Dietrich hat sich in der Diskussion um den Umgang mit AfD-Mitgliedern in Fußball-Vereinen zurückhaltend geäußert.

„Wir verstehen uns als politisch neutraler Verein und können unseren Vereinsmitgliedern satzungsgemäß nicht untersagen, Mitglied einer Partei zu sein“, sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich der Stuttgarter Zeitung.

Der VfB steht für Vielfalt und Toleranz

Für Rassismus und Diskriminierung sei in seinem Verein dennoch kein Platz. Der VfB stehe „für Vielfalt und Toleranz“, so Dietrich weiter. Der Verein werde konsequent gegen Personen vorgehen, wenn diese unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit, "gegen rechtsstaatliche Regeln und Grundsätze verstoßen."

Angestoßen hatte die Debatte Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer. Der 61-Jährige hatte erklärt, dass eine Mitgliedschaft bei Eintracht Frankfurt und eine Unterstützung der rechtspopulistischen AfD nicht miteinander vereinbar seien und damit hitzige Diskussionen ausgelöst.

Peter Fischer: "Der Sport in diesem Verein ist nicht unpolitisch"

Nach seiner Wiederwahl bekräftigte Fischer auf der Mitgliederversammlung seine klare Haltung gegen die rechtspopulistische AfD. "Ich habe in einem Interview gesagt, dass niemand Mitglied bei Eintracht Frankfurt sein kann, der diese Partei wählt. Und ich habe von dieser Aussage nichts zurückzunehmen oder zu relativieren", sagte Fischer Ende Januar. "Wir müssen uns für die Verteidigung der Werte unserer Gesellschaft ohne Zweifel engagieren. Die sind viel stärker in Gefahr, als wir das wahrnehmen."

Fischer erklärt seine Position mit dem Verweis auf die Satzung der Eintracht, die die Integration ausländischer Menschen zum Ziel erklärt sowie Rassismus und Diskriminierung als Gründe für einen Ausschluss definiert.

"Unserem Verein liegt ein Wertesystem zugrunde, zu dem sich jeder kraft Mitgliedschaft bekennt", sagte Fischer. "Der Sport in diesem Verein ist nicht unpolitisch. Er ist zwar parteipolitisch neutral. Aber die weltanschauliche Haltung einer Partei muss in Einklang mit unserer Satzung stehen."