VfB Stuttgart

VfB-Profis spenden in Corona-Krise 100.000 Euro

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Mittelfeldspieler Philipp Klement hat die Spendenaktion initiiert. © Joachim Mogck

Stuttgart.
Die Profis des VfB Stuttgart spenden in der Coronavirus-Krise insgesamt 100.000 Euro. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, soll der Betrag Bedürftigen sowie Pflegekräften und Ärzten in der Region zugutekommen. „Für mich und meine Mannschaftskollegen war klar: Wir stehen als Team zusammen und helfen dort, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird“, sagte Stürmer Mario Gomez laut der Vereinsmitteilung. Ein besonderer Dank gehe dabei auch an den Initiator der Aktion. Gomez: „Explizit bedanken möchte ich mich auch bei Philipp Klement, der bei uns in der Mannschaft der Initiator dieser Aktion war und auch maßgeblich die Abwicklung übernommen hat.“

Hitzlsperger: „Ein starkes Zeichen der Solidarität“ 

Ein Spendenempfänger ist die Schwäbische Tafel Stuttgart e.V., die laut der Mitteilung derzeit darum kämpft, ihr Einkaufsangebot für Menschen mit sehr wenig oder keinem Einkommen aufrechtzuerhalten. Ebenso soll die Versorgung von Obdach- und Wohnsitzlosen mit Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln unterstützt werden. Weiter wollen die Stuttgarter Profis Pflegekräfte und Ärzte mit Einkaufsgutscheinen unterstützen. Diese sollen bei lokalen Ladengeschäften, Gaststätten, Kinos, Buchläden und Cafés erworben werden - und so gleichzeitig den Einzelhandel in Stuttgart unterstützen.„Viele der Ladenbesitzer aber auch viele Pflegekräfte und Ärzte sind VfB-Fans und unterstützen uns das ganze Jahr. Jetzt wollen wir für die Menschen da sein“, so Mario Gomez. 

Ein zufriedener VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger wird mit folgenden Worten zitiert: „Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, die in dieser Zeit großes Verantwortungsbewusstsein zeigt und über den eigenen Gehaltsverzicht zugunsten unseres Clubs hinaus mit ihrer Spende ein starkes Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts setzt“.

Verzichtserklärung für Dauerkarteninhaber

Weiter bietet der Verein seinen Dauerkarteninhabern an, mit einer Verzichtserklärung von vornherein auf Ticketrückerstattungen zu verzichten. In einer Mail, die am Anfang der Woche verschickt wurde, heißt es: „Aus den Reihen von Euch Fans kam der vielfache Wunsch, von vornherein auf eine Rückerstattung der in der Dauerkarte beinhalteten und noch ausstehenden Heimspiele zu verzichten – egal ob diese ausfallen oder als Spiele ohne Zuschauer stattfinden müssen. Diese Gesten haben uns alle sehr berührt. Vielen Dank dafür!“

Ultras bieten Einkaufsservice und unterstützen Straßenzeitung

Auch die Ultras des VfB Stuttgart leisten ihren Beitrag zur Bewältigung der Krise. So wurde schon vor zwei Wochen ein Einkaufsservice für Mitglieder einer Corona-Risikogruppe gestartet, der mittlerweile in mehreren Landkreisen und Städten verfügbar ist. Weiter wird die Stuttgarter Straßenzeitung "Trott-war" unterstützt. Im Online-Shop des "Commando Cannstatt 97" werden alle Artikel mit einem kleinen Preisaufschlag angeboten, der direkt an "Trott-war" weitergeleitet wird. Zudem besteht die Möglichkeit, die Spendensumme individuell zu erhöhen.