VfB Stuttgart

VfB spielt 1:1 gegen Wolfsburg: Nur ein Punkt im Abstiegskampf

Fußball VfB Stuttgart vs. VfL Wolfsburg
Eriik Thommy und der VfB Stuttgart erkämpften sich gegen den VfL Wolfsburg einen Punkt. Zu wenig im Abstiegskampf. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart ist gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (30.04.) nicht über ein 1:1 (0:1) hinausgekommen. Nach einem Kopfball-Treffer durch John Anthony Brooks rannten die Schwaben bereits nach zwölf Minuten einem Rückstand hinterher. Angreifer Chris Führich belohnte die Weiß-Roten kurz vor Schluss per Direktabnahme (89.) mit dem Ausgleich. Da allerdings auch Arminia Bielefeld einen Punkt gegen Hertha BSC mitnahm, verändert sich die Lage im Abstiegskampf nicht. Die Schwaben rangieren aktuell auf dem Relegationsplatz. Der Abstand auf den sicheren Klassenerhalt beträgt vier Punkte, der direkte Abstiegsplatz ist nur zwei Punkte vom VfB entfernt.

VfB liegt wieder früh in Rückstand: 0:1 durch Brooks

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage bei Hertha BSC Berlin nahm Trainer Pellegrino Matarazzo vier Veränderungen vor. Mit Wataru Endo und Atakan Karazor stand das nominelle Stuttgarter Zentrum wieder in der Startelf, auch Omar Marmoush kehrte nach muskulären Problemen zurück. Erik Thommy komplettierte das VfB-Quartett. Eine weitere Konsequenz aus dem Berlin-Debakel: Der VfB-Coach stellte seine Formation um. Mavropanos, Anton und Ito agierten in einer Dreierkette, statt wie zuletzt in einer Viererkette. Dadurch erhoffte sich Matarazzo mehr Präsenz im Zentrum und mehr Variabilität im Offensivspiel.

Welche Pläne der Trainer seiner Mannschaft auch immer aufs Feld mitgegeben hat: bereits nach zwölf Minuten waren diese passé. Nach einer Ecke von Maximilian Arnold stieg Abwehrhühne John Anthony Brooks unbedrängt in den zweiten Stock und köpfte aus rund acht Metern ins lange Eck – 1:0 für die Gäste. Abwehrchef Waldemar Anton ging nicht entschlossen genug ins Kopfball-Duell, auch Atakan Karazor konnte auf der Torlinie nicht mehr klären. Da passte die Zuordnung überhaupt nicht, wieder ein früher Rückstand für die Schwaben.

Nach der Führung schalteten die Wölfe einen Gang runter, weshalb der VfB besser ins Spiel kam. Trotzdem hatten Sasa Kalajdzic und Co. in der Folge keine nennenswerte Torchance, Brooks und Lacroix kochten den österreichischen Nationalstürmer und seine Kollegen ein ums andere Mal ab. Wolfsburg verwaltete die Führung – und dem VfB fiel wenig bis gar nichts ein. Erst kurz vor der Pause kam die Matarazzo-Elf etwas zwingender vors Tor. Ein Endo-Kopfball aus spitzem Winkel (40.), ein Tomas-Abschluss (42.) und ein Sosa-Fernschuss (44.) sorgten für halbwegs Gefahr. Mit einem verdienten Rückstand ging es in die Pause – eine bis dato schwache Vorstellung der Schwaben.

Drangphase in der zweiten Hälte - Führich belohnt den VfB mit dem Ausgleich

Auch in Halbzeit zwei ein unverändertes Bild. Der VfB war besser in der Partie, weil Wolfsburg nur im Verwaltungsmodus agierte. Da den Schwaben im engen Abstiegskampf nur Punkte helfen, nahm Trainer Matarazzo in der 55. Minute einen Doppelwechsel vor: Chris Führich und Philipp Förster sollten für neuen Schwung in der Offensive sorgen. Und den brachten die beiden Neulinge auf dem Rasen. Der VfB war nun zwingender in seinen Aktionen, kam öfter in aussichtsreiche Abschlusssituationen – eine kurze Drangphase der Matarazzo-Elf.

Doch was fehlte, war der eigene Treffer. Nach rund 75 Minuten hatten die Wölfe die Partie wieder etwas mehr unter Kontrolle und ließen den VfB nicht mehr wild anrennen. Eigentlich roch alles nach einer erneuten Niederlage - doch nicht mit Chris Führich: In der 89. Minute belohnte der Angreifer den VfB für seine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Per Direktabnahme traf er zum 1:1-Endstand. 

VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 1:1 (0:1)

Stuttgart: Müller - Mavropanos, Anton, Ito - Thommy (57. Führich), Karazor (84. Millot), Endo, Sosa - Marmoush (57. Förster), Kalajdzic, Tomas

Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon - Arnold - Gerhardt (73. Vranckx) , Schlager - Kruse, Nmecha (73. Nmecha), Wind

Tore: 0:1 Brooks (12.), 1:1 Führich (89.)

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 52.230

Gelbe Karten: Sosa, Endo, Karazor / Schlager, Nmecha