VfB Stuttgart

VfB Stuttgart - TSV 1860 München: Daten & Fakten

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Am Freitagabend (18:30 Uhr/ZVW-Liveticker) empfängt der VfB den TSV 1860 München in der Mercedes-Benz Arena. © Danny Galm

Stuttgart.
Wenn der VfB Stuttgart am Freitag (18:30 Uhr/ZVW-Liveticker) den TSV 1860 München empfängt, dann geht es gegen den berühmt berüchtigten "angeschlagenen Boxer". Die Münchner "Löwen" haben in den letzten Spielen eine beängstigende Talfahrt hingelegt: In München Giesing herrscht erhöhte Alarmbereitschaft. Auch die Luft für TSV-Coach Kosta Runjaic wird immer dünner. Gegen die Schwaben braucht der "Löwen-Dompteur" unbedingt ein Erfolgserlebnis.

Der Blick auf die Tabelle

Der VfB Stuttgart rangiert vor dem 10. Spieltag auf Rang sechs der Tabelle und möchte neben der Wiedergutmachung für das 0:5-Debakel vom vergangen Wochenende den Anschluss an die Spitzenplätze halten. Der Druck auf den Schultern des TSV 1860 München ist da deutlich höher: Die „Blauen“ sind seit fünf Spielen sieglos und drohen tief in den Tabellenkeller abzurutschen. Aktuell stehen die „Sechzger“ auf dem 14. Tabellenplatz. Um die Talfahrt zu beenden, muss das Team von Kosta Runjaic am Freitag punkten - bestenfalls dreifach.

Die aktuelle Form

1:1 in Bochum, 4:0 gegen Fürth und 0:5 in Dresden lauteten die Ergebnisse seit Hannes Wolf das Ruder am Neckar übernommen hat. Auch der junge Chefcoach spricht in Bezug auf seine Mannschaft von einer "Wundertüte". Gegen 1860 setzt Hannes Wolf auf die Verantwortlichkeit seiner Spieler: "Es muss eine Unabhängigkeit geben, dass die Mannschaft aus sich heraus die Aufmerksamkeit hochhält." Von seiner Mannschaft will er am Freitag eine Reaktion sehen: "Jeder der am Freitag im Stadion ist, muss eine Mannschaft sehen, die in jedem Moment alles gibt.“

Auch der TSV 1860 wird am Freitag alles geben. Die Münchner verloren am letzten Sonntag zuhause mit 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf. Auswärts konnte die Runjaic-Elf in dieser Saison erst einen einzigen Sieg einfahren. Die Folge: Investor Hasan Ismaik und die Löwen-Fans werden so langsam unruhig. Runjaics Trainerstuhl wackelt. Der gebürtige Wiener weiß wohl selbst am besten, dass in solch einer Situation nur Erfolgserlebnisse weiterhelfen.

Der Kader

Beim VfB Stuttgart wird es im fast ausverkauften Stadion – der Verein rechnet mit über 55.000 Zuschauern - die eine oder andere Veränderung in der Aufstellung geben. Klar ist, dass der defensive Mittelfeldmann Hajime Hosogai (Zehenbruch), Stürmer Boris Tashchy (Knieprellung), sowie Tobias Werner (Adduktorenprobleme) ausfallen. Dafür stehen die Stürmer Simon Terodde und völlig überraschend auch Daniel Ginczek wieder zur Verfügung. Terodde  kehrte am Dienstag ins Mannschaftstraining zurück und ist laut Trainer Wolf durchaus eine Option.

Auf Seiten der Münchner bahnen sich derweil große Personalrochaden an: Löwen-Coach Runjaic kündigte am Mittwoch auf der Pressekonferenz an, dass seine Mannschaft gegen die Schwaben "ein anderes Gesicht bekommen" werde. Dabei nahm sich Runjaic aber auch selbst in die Pflicht: "Es wird am Freitag auf den Trainer ankommen - dass er die richtigen Leute auf den Platz schickt."

Spielleitung

Die Partie wird der Schiedsrichter Arne Aarnink leiten. Er wird an den Seitenlinien von Johann Pfeifer und Andreas Steffens unterstützt. Der Vierte Offizielle ist Jonas Weickenmeier. Arne Aarnink pfeift erstmals eine Partie mit Beteiligung des VfB.

Historie

In der Spielzeit 1976/77 sahen 77.573 Zuschauer das Duell beider Vereine am 32. Spieltag der 2.Bundesliga im Münchner Olympiastadion. Bis heute ist diese Kulisse Liga-Rekord. Das Duell endete damals übrigens 0:0. Beide Clubs stiegen am Ende der Saison auf.

Bisherige Bilanz aus VfB-Sicht

Gesamt: 44 Spiele, 15 Siege, 20 Unentschieden, 9 Niederlagen, 67:53 Tore

Heim: 22 Spiele, 9 Siege, 9 Unentschieden, 4 Niederlage, 36:24 Tore

Auswärts: 22 Spiele, 6 Siege, 11 Unentschieden, 5 Niederlage, 31:29 Tore

Der VfB spielte bereits 44 Partien gegen die "Sechzger". Vier davon in der 2. Bundesliga und 40 in der Bundesliga.