VfB Stuttgart

VfB-Trainer Wolf: "Es wird hitzig und laut"

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VfB-Coach Hannes Wolf freut sich auf das Duell der beiden Bundesligaabsteiger am nächsten Montag. © Danny Galm

Stuttgart.
Der VfB Stuttgart gastiert am Samstag um 13 Uhr bei der SG Dynamo Dresden. Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenelften sprach der Stuttgarter Cheftrainer Hannes Wolf über die vergangene Länderspielpause, den samstäglichen Gegner, seine Spielphilosophie und die Schwaben.

"Wir wollen auch unter Druck Fußball spielen." VfB-Cheftrainer Hannes Wolf vor dem Auswärtsspiel bei der SG Dynamo Dresden.

VfB-Cheftrainer Hannes Wolf über…

…das Personal für Samstag: "Die Nationalspieler sind alle gut zurückgekommen und auch alle gesund und einsatzbereit für Samstag. Nur Tobias Werner und Simon Terodde fehlen weiterhin verletzt. Sie sind aber beide auf einem guten Weg."

…die Länderspielpause: "Wir haben intensiv gearbeitet und gut trainiert. Ich bin jetzt seit drei Wochen hier und wir haben jeden Moment genutzt, um zusammen zu wachsen, besser zu werden, in die Abläufe einzusteigen und eine gemeinsame Sprach zu entwickeln. Es fühlt sich sehr gut an, die Mannschaft zieht voll mit. Die Länderspielpause haben wir ziemlich gut genutzt."

…das angekündigte „Heavy Metal-Spiel“ gegen Dresden: "Dresden ist eine Mannschaft, die mit vielen Spielern relativ offensiv anläuft, die viel Pressing spielt und mit viel Geschwindigkeit kommt. Zudem haben sie ein Heimspiel. Es wird mit Sicherheit hitzig und laut. Wir werden versuchen uns in Zweikämpfe zu verwickeln und Dresden mit Intensität begegnen. Wir müssen bereit sein für die Intensität, die dieses Spiel haben wird. Das müssen wir dann aushalten und trotzdem die Bereitschaft haben Fußball zu spielen."

…die geplante Spielweise gegen Dresden: "Wir müssen unseren Spielstil auf jeden Fall dem Gegner anpassen. Wir wollen aber auch unter Druck Fußball spielen. Grundsätzlich braucht es dafür eine große Hilfsbereitschaft im Team, sodass du schnell spielen kannst und schnell Optionen schaffst. Natürlich passen wir uns den Dresdnern an, werden aber trotzdem versuchen unsere Art und unseren Stil einzubringen."

…seine Spielphilosophie: "Wir müssen aufpassen, dass man das Fürth-Spiel jetzt nicht als Blaupause nimmt. Das war ein besonderes Spiel, das am Anfang extrem günstig für uns gelaufen ist. Wir erwarten, dass es gegen Dresden ganz anders wird. Grundsätzlich haben wir eine Vision vom Fußball, die man aber nie erreichen wird. Dennoch versuchen wir uns immer ein bisschen anzunähern. Am Samstag wollen wir alles reinlegen, Gas geben und in jeder Phase des Spiels konsequent sein, um dann am Ende auch erfolgreich zu sein."

… die Option auch gegen Dresden mit einer "falsche Neun" zu spielen: "Das ist auf jeden Fall eine Option. Festgelegt haben wir uns aber noch nicht. Das mache ich gerne einen Tag vor dem Spieltag. Dann sagen wir es auch der Mannschaft. Die "falsche Neun" ist auf jeden Fall eine Option, aber nicht die Einzige. Wir haben ganz unterschiedliche Spielertypen im Kader, die ihre Position dann auch ganz unterschiedlich interpretieren können."

...die Schwaben: "Ich will hier ungern alle Schwaben über einen Kamm scheren. Wir sind hier sehr offen willkommen geheißen worden und werden von allen sehr freundlich behandelt. Ich weiß aber nicht ob alle, die freundlich zu uns sind, auch Schwaben sind (lacht)."

…die Unterschiede im Umgang mit Profi- und Jugendspielern: "Mit einer Aufstellung verletzt ein Trainer immer. Das ist im Jugendbereich genau wie im Erwachsenenbereich. Aber das ist Fußball, anders geht das nicht. Grundsätzlich erwarten wir, dass die Entäuschung über einen Bankplatz nicht am Spieltag ausgelebt wird. Am Tag vor oder nach dem Spiel kann man über alles reden, aber am Spieltag ist da kein Raum für. Da zählt alleine der Erfolg der Gruppe und daran haben sich bis jetzt auch alle gehalten."

Fakten zum Spiel:

  • Der VfB wird in Dresden von 2965 Fans begleitet. Das gesamte Gästekontingent ist vergriffen.
  • In den Spielzeiten 1979/1980 und 1988/1989 spielte der VfB, zusätzlich zu den insgesamt acht Begegnungen in der Bundesliga, vier Partien gegen Dresden im damaligen Uefa-Cup. Der VfB setzte sich jeweils nach Hin- und Rückspiel durch und zog in die nächste Runde ein.
  • Das letzte Aufeinandertreffen war im Mai 1995: Es endete 1:1 in Dresden. Das Tor für den VfB erzielte Thomas Berthold.

Die bisherige Bilanz aus VfB-Sicht:

  • Insgesamt: Acht Spiele – Drei VfB-Siege, drei Remis und zwei Niederlagen. Heim: Vier Spiele – Drei Siege, ein Remis und keine Niederlage.