VfB Stuttgart

VfB verpatzt den Start in die Rückrunde

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Neues Jahr, alte Probleme: Mario Gomez und der VfB Stuttgart haben zum Rückrundenauftakt gegen Mainz verloren. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat den Start in die Rückrunde verpatzt und zum Auftakt ins neue Jahr mit 2:3 (0:2) gegen den 1. FSV Mainz 05 verloren. Vor 51.881 Zuschauern zeigte die Mannschaft von Markus Weinzierl eine erschreckend schwache erste Halbzeit und konnte das in den zweiten 45 Minuten nicht mehr korrigieren. Die Stuttgarter Schlussoffensive kam zu spät. 

Mit den beiden Winterneuzugängen Alexander Esswein und Steven Zuber in der Startelf gingen die Schwaben in ihr erstes Pflichtspiel im Kalenderjahr 2019. Gonzalo Castro verteidigte für den angeschlagenen Andreas Beck hinten rechts, auf der linken Abwehrseite erhielt Borna Sosa den Vorzug vor Emiliano Insua. Pablo Maffeo, Daniel Didavi und  Chadrac Akolo hatten es nicht in den Stuttgarter Kader geschafft. Die Mainzer begannen im Vergleich zu ihrem letzten Bundesligaspiel (1:1 gegen Hoffenheim) mit drei Veränderungen in der Anfangsformation: Statt Zentner, Niakhaté und Latza begannen Müller, Hack und Öztunali.

Mainzer Doppelschlag durch Boetius und Mateta

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase kamen die Gäste aus Mainz begünstigt durch technische Fehler und viele Ungenauigkeiten der Hausherren nach und nach besser ins Spiel. Die neusortierte schwäbische Defensive war für die Mainzer mit einfachen Mitteln zu knacken. Dem 1:0 von Jean-Paul Boetius (22.) folgte ein schnelles zweites Gegentor durch den quirligen Jean-Philippe Mateta (28.). Vor beiden Toren agierten Baumgartl und Co. viel zu passiv. Die Verunsicherung der Stuttgarter war bis unters Tribünendach spürbar. 

Wie schon in der Hinserie präsentierte sich der VfB erschreckend schwach im Aufbauspiel und extrem anfällig in der Hintermannschaft. Ein unplatzierter Abschluss von Santiago Ascacibar (38.) und ein strammer Distanzschuss von Gonzalo Castro (42.) waren die besten VfB-Chancen im ersten Durchgang. Mit einem gellenden Pfeifkonzert schickten die 51.881 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl in die Pause.

Unmut aus der Kurve, Schlussoffensive kommt zu spät 

Und der Stuttgarter Cheftrainer reagierte auf den schwachen Auftritt seiner Elf in den ersten 45 Minuten mit einem Doppelwechsel und brachte Emiliano Insua für den total verunsicherten Borna Sosa und Nicolas Gonzalez für den blassen Dennis Aogo. Die Schwaben agierten fortan in einem 4-2-3-1-System mit Gentner und Ascacibar auf der Doppelsechs und Nicolas Gonzalez als hängende Spitze. Am Spielverlauf änderte sich dadurch aber wenig.

Die Mannschaft von Sandro Schwarz verwaltete das Ergebnis clever und verteidigte die harmlosen Angriffsbemühungen der Stuttgarter ohne größere Probleme. Der aufmerksame 05-Keeper Müller entschärfte einen unpräzisen Freistoß von Insua (60.) und parierte einen Fernschuss von Zuber (63.), ehe Alexander Hack nach einer Ecke von Aaron für die Vorentscheidung sorgte (72.). Völlig freistehend drückte der Mainzer Innenverteidiger den Ball aus fünf Metern über die Linie. Die Cannstatter Kurve reagierte daraufhin mit wütenden „Wir haben die Schnauze voll!“ und „Dietrich raus!“-Rufen. 

Die Stuttgarter Schlussoffensive mit den Anschlusstoren von Nicolas Gonzalez (83.) und Marc Oliver Kempf (85.) kam letztlich zu spät. Nach einem Pfostentreffer von Anastasios Donis (86.) war Schluss in der Stuttgarter Arena.


VfB Stuttgart - 1. FSV Mainz 05 2:3 (0:2)

Stuttgart: Zieler - Sosa (46. Insua), Kempf, Baumgartl, Castro - Ascacibar - Esswein (78. Donis), Gentner, Aogo (46. Gonzalez), Zuber - Gomez

Mainz: Müller - Brosinski, Bell, Hack, Aaron - Kunde - Gbamin, Öztunali - Boetius (68. Holtmann) - Mateta (87. Niakhaté), Quaison (81. Ujah)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Offenbach)

Zuschauer: 51.881

Tore: 0:1 Boetius (22.), 0:2 Mateta (28.), 0:3 Hack (72.), 1:3 Gonzalez (83.), 2:3 Kempf (85.)

Gelbe Karten: Kempf (20.), Ascacibar (89.) / Brosinski (84.), Holtmann (92.)