VfB Stuttgart

VfB verpflichtet Ozan Kabak von Galatasaray Istanbul

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Michael Reschke (Sportvorstand), Ozan Kabak, Stefan Heim (Vorstand Finanzen, Verwaltung und Operations). © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Jetzt ist es also offiziell: Ozan Kabak ist der neue Rekord-Transfer des VfB Stuttgart. Die Schwaben nehmen den 18-jährigen Innenverteidiger von Galatasaray Istanbul unter Vertrag und zahlen dafür laut dem türkischen Rekordmeister die stattliche Summe von 11 Millionen Euro.

Galatasaray bestätigte den Wechsel des 18-jährigen Toptalents bereits am Mittwoch auf der Vereins-Webseite. „Ich wünsche ihm alles Gute in seinem neuen Club und seiner neuen Karriere“, sagte Präsident Mustafa Cengiz. Der VfB wollte den Deal auf Nachfrage unserer Redaktion zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht bestätigen. Letzte Details waren noch zu klären.

Laut Reschke keine Transfer-Beteiligung des FC Bayern

Am Donnerstag folgte der obligatorische Medizincheck in Stuttgart und anschließend setzte Kabak auch seine Unterschrift unter einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Um 15.36 Uhr kam die offizielle Bestätigung des VfB, in der Spieler und der Stuttgarter Sportvorstand zu Wort kamen. "Wir freuen uns sehr, dass sich Ozan trotz zahlreicher anderer Angebote von namhaften europäischen Klubs für den VfB entschieden hat", erklärte Reschke, "Ozan zählt zu den vielversprechendsten Abwehr-Talenten in Europa und ist somit ein ganz wichtiger Eckpfeiler unserer mittelfristigen Kaderplanung. Darüber hinaus wird er uns auch in der Rückrunde schon entscheidend weiterhelfen können.“

Selbstbewusst äußerte sich Kabak via Pressemitteilung: "Ich habe große Ziele, die ich mit dem VfB Stuttgart langfristig erreichen möchte." Für Galatasaray bestritt Kabak in dieser Saison 17 Pflichtspiele, 13 davon in der türkischen SüperLig und vier in der Champions League. 

Eine Beteiligung des FC Bayern München an dem Transfer verwies Sportvorstand Reschke auf Nachfrage der Stuttgarter Nachrichten ins Reich der Fabeln: "Das ist eine Ente, die einer in den Teich gesetzt hat - und zwar vollkommen ohne Quelle und mit boshafter Absicht."Kicker und Sport Bild hatten berichtet, dass der FC Bayern München - ähnlich wie einst bei Werder Bremens Verpflichtung von Serge Gnabry - auch beim Kabak-Transfer ihre Finger im Spiel hätten. Gnabry wechselte 2016 vom FC Arsenal zu Werder Bremen und ein Jahr später dann zum FC Bayern.Kabak soll in Stuttgart perspektivisch die Nachfolge des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard antreten, der im Sommer zum Meister Bayern München wechseln wird. Derzeit kuriert er noch einen Muskelbündelriss aus. Durch Kabaks sofortige Verpflichtung stellt sich die Frage, ob Pavard möglicherweise doch bereits im Winter nach München wechselt - und der VfB damit noch mehr als die vereinbarten 35 Millionen Euro an Ablöse kassiert.

Einen Weggang von Ex-Nationalspieler Holger Badstuber, der bei Weinzierl derzeit nur noch in der zweiten Reihe steht, schloss Manager Reschke zuletzt aus.


Die fünf teuersten VfB-Transfers

  1. Ozan Kabak (11 Millionen Euro)
  2. Pablo Maffeo (10 Millionen Euro)
  3. Nicolás González (8,5 Millionen Euro)
  4. Zdravko Kuzmanović (8 Millionen Euro)
  5. Jon Dahl Tomasson (7,5 Millionen Euro)