VfB Stuttgart

VfB zu Gast in Freiburg: Wie die Stuttgarter Torflaute ein Ende finden soll

Fußball VfB Stuttgart vs. RB Leipzig
Seit vier Spielen ist die VfB-Offensive ohne Erfolgserlebnis. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart braucht im Bundesliga-Abstiegskampf dringend mehr Tore. Doch Topstürmer Silas wird nach einer Corona-Infektion höchstens als Joker helfen können. Nach vier Spielen ohne Sieg und eigenen Treffer treffen die Schwaben am Wochenende nun auf den defensivstarken SC Freiburg. Wie soll die Torflaute ausgerechnet dort ein Ende finden?

Silas ist „noch weit weg“ von der Startelf

Trainer Pellegrino Matarazzo hätte allen Grund, manchmal vor Ärger in eine Tischplatte zu beißen, wenn er an die lange Ausfallzeit seines Topstürmers Silas Katompa Mvumpa denkt. Schließlich fehlte der Torjäger dem VfB Stuttgart nach einem Kreuzbandriss im vergangenen Frühjahr bis zum November. Und nach fünf Kurzeinsätzen fiel er zuletzt wegen einer Corona-Infektion aus.

Zwar mache der 23-Jährige im Training „einen frischen, spritzigen Eindruck“, erklärte Matarazzo am Donnerstag (20.01.). Im Baden-Württemberg-Duell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Tabellensechsten SC Freiburg reiche es jedoch höchstens für einen Einsatz des Kongolesen von zehn bis 15 Minuten. Falls er überhaupt wieder im Kader stehe. Ein Startelf-Einsatz sei jedenfalls „noch weit weg“.

Angesichts der Abstiegsgefahr und der Torflaute wäre ein topfitter Silas enorm wichtig für den VfB. Schließlich ist der Tabellen-17. seit vier Spielen ohne Sieg und eigenen Treffer. Zwar zeigten sich die Stuttgarter beim 0:2 gegen RB Leipzig zuletzt spielerisch und kämpferisch wieder verbessert, aber auch da trafen sie nicht ins Tor. Den Abschlüssen mangelte es an Präzision und vor dem gegnerischen Kasten fehlte mitunter die letzte Überzeugung, den Ball über die Linie zu drücken.

„Es sind Spieler auf dem Platz, die auch Tore schießen können“

Genervt vom langen Fehlen von Silas sei er trotz der schwierigen Situation aber nicht, betonte Matarazzo. „Es sind Spieler auf dem Platz, die auch Tore schießen können.“ Daher nerve es ihn eher, wenn sie bei großen Chancen das Tor nicht treffen - so wie Roberto Massimo in der Schlussphase gegen Leipzig, als er nicht ins lange Eck zielte, sondern in die Beine von RB-Torwart Peter Gulacsi. „Da muss er seine Quote erhöhen“, forderte Matarazzo.

Die Frage ist, ob seine jungen Profis - heißen sie nun Massimo, Chris Führich oder Tanguy Coulibaly - im Abstiegskampf genug Zeit haben, diese Qualität zu entwickeln. Und ob sie ausgerechnet bei den defensiv starken Freiburgern mal wieder treffen. Zumal auch Mittelstürmer Sasa Kalajdzic nach einer langen Verletzungsphase noch weit weg vom früheren Niveau ist. Ein Silas wäre da wichtig. Wegen seiner Torgefährlichkeit, aber auch, weil er beim Gegner allein schon durch seine Erscheinung und sein enormes Tempo für Unruhe sorgt.

„Wenn wir nur einen Prozentpunkt nachlassen, wird es nicht reichen“

In Freiburg, wo zumindest Linksverteidiger Borna Sosa nach muskulären Problemen in die Startelf zurückkehren dürfte, bringen Matarazzo solche Überlegungen aber (noch) nicht weiter. Stattdessen fordert er, dass seine Elf an das Leistungsniveau des Leipzig-Spiels anknüpft. 

„Man hat zuletzt gesehen, dass die Mannschaft gewillt war und eine hohe Intensität auf den Platz gebracht hat. Dieses Leistungsniveau müssen wir von Spieltag zu Spieltag abrufen. Wenn wir nur einen Prozentpunkt nachlassen, wird es nicht reichen“, so Matarazzo, der weiter optimistisch bleibt und auf ein Ende der Stuttgarter Torflaute hofft: „Wenn wir wieder so viele Chancen haben, werden wir auch irgendwann Tore schießen.“

Zudem steht auch Flügelspieler Erik Thommy nach Hüftproblemen wieder zur Verfügung und der erst 18 Jahre alte Stürmer Wahid Faghir ist nach einer Corona-Infektion „auf einem guten Weg“, sagte Matarazzo. Ein Einsatz des offensiven Mittelfeldspielers Philipp Förster ist wegen einer Erkältung aber noch fraglich.

Den um eine Europapokal-Teilnahme kämpfenden Freiburgern, die am Mittwoch (19.01.) eine kleine sportliche Durststrecke mit einem fulminanten 4:1 im DFB-Pokal bei der TSG 1899 Hoffenheim beendeten, zollte Matarazzo große Anerkennung. Mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit und der „Komplettheit ihrer Spielidee“ stünden sie zurecht auf Rang sechs. „Das Feedback meiner Spieler, nachdem wir gegen Freiburg gespielt haben, ist immer: Das war hässlich.“

So könnten die Mannschaften auflaufen:

Freiburg: Flekken - Kübler, Lienhart, N. Schlotterbeck, Günter - Eggestein, Höfler - Schade, Höler, Grifo - Demirovic

Stuttgart: Müller - Ito, Anton, Mavropanos - Sosa, Endo, Mangala, Massimo - Führich, Coulibaly - Kalajdzic

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