VfB Stuttgart

Viel Zeit zum Nachdenken

Fußball Eintracht Frankfurt vs. VfB Stuttgart_0
Die Länderspielpause passt VfB-Coach Wolf (re.) und Co-Trainer Moreira überhaupt nicht ins Konzept. © Danny Galm

Stuttgart.
Der Ärger über die Last-Minute-Niederlage in Frankfurt war VfB-Trainer Hannes Wolf auch am Sonntag noch anzumerken. Naiv hatte der Aufsteiger einen Tag zuvor die ersten Auswärtspunkte der Saison abgeschenkt. Gegen zehn Frankfurter verlor das Team in der Schlussviertelstunde die Ordnung, leistete sich (zu) viele unnötige Ballverluste und kassierte so in der 93. Spielminute den späten Knock-out.

Wolf nimmt Ofori in Schutz

„Wir haben die Aufgabe komplett aus den Augen verloren“, ärgerte sich der Coach am SWR-Mikrofon. „Das hat mich massiv geärgert.“ Durch die Einwechslung von Ebenezer Ofori (81.) wollte Wolf seiner Mannschaft noch einmal Struktur und Sicherheit geben. Doch der Schuss ging nach hinten los.

Der Ghanaer brachte kaum einen Ball an den Mann und verursachte zudem noch den Freistoß vor dem Gegentreffer. „Ebenezer hatte in der Woche gut trainiert und deshalb habe ich mich für ihn entschieden“, so Wolf, „aber wir können den Jungen jetzt auch nicht für die zehn Minuten zerlegen.“

Nächster Gegner: Schlusslicht Köln

Stürmer Simon Terodde fand sich gegen die Eintracht erstmals in dieser Spielzeit auf der Bank wieder, traf aber nur 37 Sekunden nach seiner Einwechslung. Wirklich freuen konnte sich der Torjäger allerdings nicht über seinen Premieren-Treffer im Oberhaus: „Am Ende bringt uns mein Tor keine Punkte. Das ist ärgerlich.“

In der Länderspielpause wird sich Terodde noch „ein, zwei Tage ärgern“, will dann aber den „Kopf wieder hoch nehmen.“ Am Mittwoch bittet Hannes Wolf die Profis wieder auf den Trainingsplatz. Die Länderspielpause passt dem Trainer allerdings überhaupt nicht.

„Wir haben eigentlich viele Themen an denen wir arbeiten wollen und jetzt fahren alle weg. Das ist schlecht“, grummelte der Coach am Sonntag. Stattdessen gibt es zunächst einmal viel Zeit zum Nachdenken, ehe am 13. Oktober das noch sieglose Schlusslicht aus Köln in die Mercedes-Benz Arena kommt.  


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