VfB Stuttgart

Waldemar Anton und Marc Oliver Kempf: Hat der VfB bald wieder einen deutschen Nationalspieler?

Fußball Bundesliga Eintracht  Frankfurt vs. VfB Stuttgart
Hat der VfB in Waldemar Anton bald wieder einen deutschen A-Nationalspieler in seinen Reihen? © Pressefoto Baumann

Ende März stehen für die deutsche Nationalmannschaft drei Länderspiele an. Das erste von insgesamt drei WM-Qualifikationsspielen findet am 25. März gegen Island statt. Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw wird voraussichtlich Anfang nächster Woche seinen Kader nominieren. Gut möglich, dass nach Mario Gomez bei der WM 2018 wieder ein Profi des VfB Stuttgart in den DFB-Kader berufen wird.

Löw beobachtet Waldemar Anton und Marc Oliver Kempf

Wie der "Kicker" berichtet, hat Bundestrainer Joachim Löw die VfB-Verteidiger Waldemar Anton und Marc Oliver Kempf in den vergangenen Heimspielen von seinem Chefscout und Ex-Stuttgart-Coach Thomas Schneider beobachten lassen. Während zu Beginn der Saison vor allem über die Stuttgarter Offensive gesprochen wurde, konnte in den vergangenen Partien vor allem die Defensive überzeugen. Gut möglich also, dass beide Innenverteidiger für die anstehende Länderspielphase nominiert werden könnten.

Vor allem Waldemar Anton hat sich als neuer Abwehrchef in der Stuttgarter Dreierkette in den Fokus gespielt - ein System, dass auch Jogi Löw favorisiert. Der Stuttgarter Neuzugang erhält aufgrund starker Leistungen viele Lob, vor allem sein offensives Verteidigen und sein präzises Passspiel zeichnen den Ex-Hannoveraner aus. "Waldi ist ein Spieler, der extrem viel Aktivität und Lernfähigkeit mitbringt", lobte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo seinen Abwehchef kürzlich.

Beide haben eine Vergangenheit beim DFB

Auch Marc Oliver Kempf darf sich berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten Einsatz im DFB-Trikot machen. Neben Anton ist er als Pfeiler in der Stuttgarter Defensive gesetzt, verpasste in der laufenden Bundesliga-Saison nur ein Pflichtspiel. Gegen die Eintracht aus Frankfurt gewann "Kempfi" am vergangenen Samstag 80 Prozent seiner Zweikämpfe und bereitete das 1:0 durch Sasa Kalajdzic vor. 

Beide VfB-Profis waren schon für den Deutschen Fußballbund im Einsatz. Marc Oliver Kempf durchlief ab der U16 alle Jugend-Nationalmannschaften und war 2017 beim EM-Titel der deutschen U21 unter Stefan Kuntz Stammspieler. Waldemar Anton feierte sein Debüt erst in der U21. Auch er stand 2017 im EM-Aufgebot, kam aber in keinem Spiel zum Einsatz. Bei der U21-EM im Jahr 2019 war "Waldi" ebenfalls im Kader, auch hier ohne Einsatzzeit. 

Wie realistisch ist eine Kadernominierung?

Vor allem Waldemar Anton dürfte realistische Chancen haben, für die kommenden Länderspiele nominiert zu werden. Die Defensive des DFB-Teams wurde in den vergangenen Monaten immer wieder als Schwachstelle ausgemacht, nachdem Jogi Löw die beiden Stamm-Innenverteidiger Jerome Boateng und Mats Hummels nach der WM 2018 aussortiert hatte. Mit Niklas Stark (Hertha), Benjamin Henrichs (Leipzig) und Felix Uduokhai (Augsburg) standen im November 2020 beispielsweise drei Abwehrspieler im Löw-Aufgebot, vor denen sich der Stuttgarter nicht verstecken muss.

Auch Marc Oliver Kempf dürfte sich mit seinen Leistungen für eine Nominierung empfohlen haben. Der 26-Jährige performte in dieser Saison aber nicht so konstant wie sein Nebenmann im VfB-Dress. Dass Kempf anstelle von Anton in den Kader berufen wird, gilt eher als unwahrscheinlich. Außerdem verkündete Bundestrainer Jogi Löw vor kurzem, dass er über eine Rückkehr von Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng nachdenke. Ob einer der beiden VfB-Profis für die anstehenden Länderspiele nominiert wird, hängt also auch von einem möglichen Comeback der beiden Ex-Abwehrchefs im DFB-Trikot ab.

Die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft

Ende März bestreiten Toni Kroos, Timo Werner und Co. drei Spiele in der WM-Qualifikation. Hier gibt es die Partien im Überblick:

  • Donnerstag, 25. März: Deutschland - Island (in Duisburg, 20.45 Uhr)
  • Sonntag, 28. März: Rumänien - Deutschland (in Bukarest, 20.45 Uhr)
  • Mittwoch, 31. März: Deutschland - Nordmazedonien (in Duisburg, 20.45 Uhr)